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Nachbarn für Nachbarn - „Kulturhaus Heidekrug 2.0" als „Demografie-Beispiel des Monats" geehrt

veröffentlicht am 27.02.2019

Der alte Heidekrugsaal in Joachimsthal schien jahrelang dem Verfall preisgegeben. Heute fungiert er als Kulturhaus der Kleinstadt in der Schorfheide (Landkreis Barnim) und als Treffpunkt für Jung und Alt. Zu verdanken ist das kulturbegeisterten Joachimsthalern. Sie gründeten 2010 den Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0, pachteten den Saal, engagierten sich für die Sanierung und führten schon 2011 die ersten Kulturveranstaltungen durch. Seitdem haben die Angebote beträchtlich zugenommen. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, zeichnete das Projekt „Kulturhaus Heidekrug 2.0" heute in Joachimsthal als „Demografie-Beispiel des Monats" Februar aus.


Im vergangenen Jahr fanden in dem einstigen Ballsaal rund 60 Veranstaltungen mit mehr als 2.200 Besuchern statt, die von den 32 Vereinsmitgliedern ehrenamtlich organisiert wurden. Allein 40 Mal machte freitagabends das kommunale Kino im Heidekrug Station. Hinzu kamen Konzerte, Theatervorstellungen, ein Outdoor-Wochenende und Angebote für Jugendliche, darunter ein Workshop zum Thema digitale Bildverarbeitung. Dieses Programm konnte auch beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 punkten. Bei der Publikumsabstimmung belegte das „Kulturhaus Heidekrug 2.0" von bundesweit 100 nominierten Projekten den fünften Platz.


Kralinski sagte: „Die Vereinsmitglieder haben dem alten Heidekrugsaal neues Leben eingehaucht. Sie haben viel Zeit und Geld, vor allem aber viel Herzblut investiert, um den Ort attraktiver zu machen. Mit  ihrem Engagement zur Rettung des Objektes und bei der Organisation eines anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programms haben sie Alt und Jung, Alteingesessene und Zugezogene zusammengebracht. Ein enges Miteinander vor Ort und eine gute Infrastruktur sind die besten Botschafter für eine Region, um Menschen anzuziehen. Joachimsthal ist eine attraktive, lebendige Kleinstadt. Die Einwohner können stolz auf ihr Kulturhaus und ihre Stadt sein. Ich hoffe, dass die Auszeichnung Anlass ist, dass noch mehr Menschen den Verein unterstützen."


Ruth Butterfield vom Verein sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung. Sie ist für uns eine Bestätigung, dass kulturelle Angebote zur Lebensqualität in Joachimsthal beitragen und motiviert uns, voller Energie in unser neuntes Veranstaltungsjahr zu starten."


Auch in diesem Jahr hat sich der Verein viel vorgenommen. So unterzeichnete er mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) eine Kooperationsvereinbarung, der zufolge die ubs verstärkt Gastspiele in Joachimsthal geben werden. Das kommunale Kino wird nach der Winterpause ab März fortgesetzt. Das Programm für „Musaik", das Joachimsthaler Musikfest, ist fertig, und für das traditionelle Outdoor-Wochenende im April gibt es eine neue Idee. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendclub fortgesetzt.


Auch um den Erhalt und eine bessere Ausstattung des Saals kümmert sich der Verein. Die Mitglieder sind in Vorlage gegangen. Denn die Sanierung des Saals 2012/13 wurde finanziert über das EU-Förderprogramm LEADER sowie über Kredite des Vereins. Daher hoffen die Mitglieder nicht nur auf tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen, sondern auch auf weitere Spenden.


Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Februar:


Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V., Ruth Butterfield, E-Mail info@heidekrug.org oder unter www.heidekrug.org


Mehr Informationen:


https://www.brandenburg.de/de/demografie/bb1.c.619526.de


Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 224.0 KB)