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Miteinander der Generationen obs/Deutsche Fernseh

Marktplatz der Möglichkeiten 2019

Die Erfahrungen mit der „Best-Practice“-Broschüre zum demografischen Wandel und die positive Resonanz darauf haben gezeigt, dass es im Land Brandenburg viele engagierte Menschen gibt, die mit Kreativität und Tatkraft die unterschiedlichen demografischen Herausforderungen anpacken. Der „Marktplatz der Möglichkeiten“ soll hier allen interessierten Brandenburgern eine Plattform bieten, um Anregungen zu vermitteln sowie Ideen zu sammeln und zu veröffentlichen.

Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle jeweils monatlich Projekte präsentieren, die „Gute Lösungen“ auf unterschiedlichen Feldern des demografischen Wandels anbieten.

Aber ein Forum braucht auch den Austausch: Wir suchen Vorschläge für neue interessante„Best-Practice-Projekte des Monats“ und stehen Ihnen unter Kontakt gern zur Verfügung. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie sich bei einem der vorgestellten Projekte gern einbringen möchten oder selbst ein Beispiel zum Nachahmen suchen. Ansprechpartner zu den Projekten finden Sie im Übrigen auch am Ende der jeweiligen Projektbeschreibungen.

  • Oktober: Nah bei den Menschen - Projekt „Dorfkümmerin“

    Auszeichnung

    Deniz Öz ist Netzwerkerin im besten Sinne des Wortes. Im Ortsteil Blumen-thal der Gemeinde Heilgengrabe (Ostprignitz-Ruppin) ist sie seit 2017 „Dorfkümmerin“. Mit ihrer Arbeit macht sie das Landleben attraktiver. Das sieht auch die Kommune so. Im September vergangenen Jahres beschlossen die Gemeindevertreter, die zunächst vom Bundeslandwirtschaftsministerium als Modellprojekt zur ländlichen Entwicklung finanzierte Stelle als „Dorfkümmerin“ aus eigenen Haushaltsmitteln fortzusetzen und zu erweitern. Heute zeichnete der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, das Projekt der Gemeinde Heiligengrabe in Blumenthal als „Demografie-Beispiel des Monats“ Oktober der Staatskanzlei aus.

    Deniz Öz war zunächst im Rahmen des Modellprogramms „Regionalität und Mehrfunktionshäuser“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums eingestellt worden, um das „Bürgerhaus Blumenthal“ zu einem multifunktionalen Dorfgemeinschaftshaus auszubauen. Sie sollte die Menschen vor Ort zusammenbringen, Nachbarschaftshilfe wie Babysitten und Fahrgemeinschaften organisieren sowie Aktivitäten der Vereine und Organisationen im Ort koordinieren. Das Pilotprojekt wurde vom IGES Institut (Forschung und Beratung für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen) begleitet.

    Inzwischen ist Deniz Öz bei Jung und Alt bekannt. Die Einwohner schätzen ihr Engagement. Sie organisiert Bürgersprechstunden, ein monatliches Bürgerfrühstück, Lesungen, Vorträge, Infoabende zu Gesundheits- und Pflegethemen, Spielenachmittage und Kinoabende. Seit der Übernahme ihrer Stelle durch die Gemeinde ist sie für den südlichen Bereich der aus 14 Orts- und drei Gemeindeteilen bestehenden Gemeinde Heiligengrabe zuständig. Auch für das Jahr 2020 ist die 30-Wochenstunden-Stelle über den Haushalt der Gemeinde abgesichert.

    Kralinski: „Das Projekt ‚Dorfkümmerin‘ ist für Heiligengrabe maßgeschneidert. Es hilft, die Lebensqualität auf dem Lande für Jung und Alt zu verbessern. Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Begegnung werden zugleich Synergien frei. Nicht nur Angebote verschiedener Ortsteile werden zusammengeführt, sondern auch neue, generationsübergreifende Treffen und Initiativen entwickelt. Damit leistet die Dorfkümmerin einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge vor Ort. Sie ist nah bei den Menschen und zeigt, dass deren Bedürfnisse wahrgenommen und Lösungen gesucht werden.“

    Der Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe, Holger Kippenhahn: „Unser Projekt sollte von Anfang an keine ‚Eintagsfliege‘ sein. Die demografischen Veränderungen im ländlichen Raum verlangen mittel- und langfristige Maßnahmen von Bund, Land und Kommunen, die das ehrenamtliche Engagement unserer Menschen für die dörfliche Gemeinschaft nicht ersetzt, aber intensiv unterstützt.“

    Das Projekt „Dorfkümmerin“ der Gemeinde Heiligengrabe ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die „Demografie-Beispiele des Monats“ werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das „Demografie-Beispiel des Monats“ Oktober: Gemeinde Heiligengrabe, Bürgermeister Holger Kippenhahn, E-Mail: gemeinde@heiligengrabe.de, Tel. 033962 - 67301

  • September: Initiative „Älter werden in der digitalen Welt“

    Auszeichnung

    Nur rund ein Drittel der über 70-Jährigen verfügt nach eigenen Angaben über gute bis sehr gute Kenntnisse im Umgang mit digitaler Technik. Dabei kann die Nutzung von Computer, Smartphone und Co. gerade älteren Menschen helfen, ihre Selbstständigkeit lange zu erhalten und soziale Kontakte zu pflegen. An diesem Punkt setzt die Akademie 2. Lebenshälfte an. Seit Jahren kümmert sie sich darum, die digitalen Kompetenzen Älterer zu stärken. Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse zeichnete die Initiative „Älter werden in der digitalen Welt“ des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte heute in Teltow als „Demografie-Beispiel des Monats“ September aus.

    Ines Jesse: „Die digitale Welt bietet älteren Menschen große Chancen. Online einkaufen oder Zeitung lesen, Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel abrufen oder mit den Enkeln skypen: Digitale Kompetenzen sind vor allem für Menschen, die nicht mehr so mobil sind, wichtig für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Lebenszufriedenheit. Die Akademie 2. Lebenshälfte hat diese Bedeutung frühzeitig erkannt. Die Vielzahl ihrer Angebote für die Generation 50+ ist beeindruckend. Mehr noch: Die Akademie will nicht nur die Menschen erreichen, die ohnehin schon Interesse an digitalem Know-how haben, sondern auch unerfahrenen älteren Menschen die Scheu vor dem Netz nehmen. Dieses Engagement ist beispielhaft.“

    Marion Köstler, Vereinsvorsitzende: „Die Digitalisierung bietet gerade für Ältere zahlreiche Möglichkeiten und Chancen. Menschen, die gelernt haben, die modernen Medien für die Gestaltung ihres Alltags bewusst und sicher zu nutzen, können ihre Lebensqualität damit bis ins hohe Alter verbessern. Wir wollen aktiv der digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken und auch viele Offliner gewinnen, dabei zu sein.“

    Hervorgegangen aus einem landesweiten Projekt zur Qualifizierung älterer Arbeitsloser, ist die Akademie 2. Lebenshälfte seit 1999 anerkannter Träger der Weiterbildung für Ältere. Von Beginn an waren PC- und Technikkurse Teil des Konzepts. Heute sind sie wichtiger Bestandteil des umfangreichen Angebots. In mehreren Städten Brandenburgs gibt es insgesamt mindestens 60 Technikkurse mit 450 Nutzern pro Jahr. Aktuell werden vor allem Smartphone- und Laptopkurse nachgefragt. Zum Angebot gehört ferner eine Vielfalt von digitalen Treffs zu Smartphone, Bildbearbeitung bis Technikberatung.

    Darüber hinaus hat sich die Akademie im Zeitraum 2017 bis 2019 mit zwei vom Brandenburger Bildungsministerium geförderten Modellprojekten beschäftigt.

    Im Geschäftsbereich Nord wurde im Rahmen des Projektes „#SENIOR.LERNEN.DIGITAL“ die Weiterbildung als ein zentraler „digitaler Lernort“ praktiziert. Konkret ging es darum, in den Kursen und Veranstaltungen in der Weiterbildung digitale Werkzeuge in vielfältiger Form einzusetzen, sei es die Möglichkeiten einer interaktiven Tafel oder das Lernen mit einer App, um Senioren zum Einsatz solcher Anwendungen im Alltag zu ermutigen. Das Projekt wird gegenwärtig weitergeführt, um eine Lernplattform „eCampus“ zu entwickeln. So können dann mit Hilfe von Tutorials Präsenzkurse vor und nachbereitet oder Übungen zu Hause durchgeführt werden.

    Das Projekt „Digital ist digitoll“ im Geschäftsbereich Süd hatte zum Ziel, gemeinsam mit Dozenten und interessierten Seniorinnen und Senioren herauszufinden, wie mehr ältere Offliner für die Beschäftigung mit digitalen Medien erreicht und wie Lehr- und Lernkonzepte für Ältere übersichtlicher und motivierender gestaltet werden können. Wichtige Erkenntnisse waren, dass die angebotenen Kurse sich konsequent am Alltagsbedarf der Zielgruppe orientieren müssen und auch die Lernatmosphäre an die Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst werden sollte. Dazu zählen kleine Gruppen sowie Zeit für individuellen Beratungsbedarf.

    Die Initiative „Älter werden in der digitalen Welt“ der Akademie 2. Lebenshälfte ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die „Demografie-Beispiele des Monats“ werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das „Demografie-Beispiel des Monats“ September: Akademie 2. Lebenshälfte, Dr. Ingrid Witzsche, E-Mail witzsche@lebenshaelfte.de, Telefon 03328/304517

  • August: Fit für die Zukunft – Projekt „Dörfer im Aufbruch“

    Auszeichnung

    Einen alten Stall zum Dorfgemeinschaftshaus ausbauen, einen Wohnungstausch zwischen Senioren und jungen Familien organisieren oder eine Öko-Meile vorbei an Feuchtbiotop und Trockenmauern anlegen. In vielen Dörfern engagieren sich Bewohnerinnen und Bewohner mit kreativen Ideen für die Zukunft ihrer Heimat. Die Initiative „Dörfer im Aufbruch“ des Vereins ZERAP Germany in Steinhöfel im Landkreis Oder-Spree bündelt auf einer Online-Plattform Praxisbeispiele aus ganz Deutschland und gibt damit Inspiration für das eigene Engagement. Zugleich bietet sie einen kostenlosen Online-Kurs, bei dem Interessierte lernen, wie eine langfristige Dorfentwicklung gestaltet werden kann. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete das Projekt in Steinhöfel als „Demografie-Beispiel des Monats“ August aus.

    Gorholt: „Hilfe zur Selbsthilfe – das ist das richtige Mittel, um regional angepasste Lösungen zu ermöglichen und zugleich das Selbstbewusstsein und die Heimatverbundenheit zu stärken. Wer etwas aus eigener Kraft schafft, ist stolz darauf! ‚Dörfer im Aufbruch‘ will dazu beitragen, wirtschaftlich tragfähige, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. An Ideen mangelt es nicht, aber wir müssen auch die Spielräume zur Verwirklichung innovativer Ansätze schaffen. Manchmal gibt es Hindernisse in Form von Rechtsvorschriften, manchmal auch ‚lediglich‘ in den Köpfen.

    Mit dieser Auszeichnung möchte ich alle Brandenburgerinnen und Brandenburger ermutigen, sich aktiv mit neuen Ideen und Konzepten in die Gestaltung ihres Dorfes einzubringen. Notwendig ist aber auch, dass Entscheider in Politik und Verwaltung Neues zulassen und sich auf Augenhöhe mit den Akteuren auseinandersetzen.“

    Markus Haastert, Vorstandsvorsitzender: "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, mit der nicht nur wir, sondern auch die vielen inspirierenden Projekte und Vorbilder, die wir auf unserer Plattform vorstellen, Anerkennung finden. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Lösung für fast jede Herausforderung bereits besteht und dass Menschen mit den richtigen Methoden die sprichwörtlichen Berge versetzen können. Unsere Initiative Dörfer im Aufbruch ermächtigt Menschen, ihre Zukunft selber zu gestalten.“

    Bei dem Online-Kurs lernen Interessierte, wie das Dorf für die Zukunft fit gemacht werden kann. In einzelnen Kapiteln werden Themen wie Teambildung, Treffen moderieren, Vorhaben finanzieren oder Nachhaltigkeit behandelt. Dabei wird die Entwicklung von dörflichen Geschäftsmodellen angestrebt, damit eine langfristige Dorfentwicklung auch unabhängig von Fördermitteln erreicht werden kann. Als ein Beispiel wird die Nutzung einer ehemaligen Schule als Seminarzentrum aufgeführt, die Gewinne kommen der Dorfentwicklung zugute. In einem anderen Ort gründeten die Einwohner eine Aktiengesellschaft, die sich als Innovations- und Investitionsgemeinschaft versteht.

    Gegenwärtig arbeitet der Verein am Projekt „DiANA – die virtuelle Co-Moderatorin“. DiANA soll nicht nur helfen, Hürden einzelner Projektphasen zu nehmen, sondern auch, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Ende des Jahres sind dazu verschiedene Workshops geplant.

    Einzelne Maßnahmen von ZERAP wurden vom Bundesfamilien- sowie vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Im vergangenen Jahr wurde der Verein für sein Digitalprojekt „Dörfer im Aufbruch“ im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" als einer von 100 Vorhaben ausgewählt.

    Das Projekt „Dörfer im Aufbruch“ ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die „Demografie-Beispiele des Monats“ werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das „Demografie-Beispiel des Monats“ August: Projektkoordinator Jens Näumann, E-Mail kontakt@doerfer-im-aufbruch.de, Tel. (033636) 679798 Projektinformationen unter: https://www.doerfer-im-aufbruch.de/

  • Juli: „Landeplatz – Ankommen in Nordwestbrandenburg“

    Auszeichnung

    Der „Landeplatz – Ankommen in Nordwestbrandenburg“ ist die zentrale Anlaufstelle für Menschen, die in ihre alte Heimat zurückkehren oder sich neu im Nordwesten Brandenburgs ansiedeln wollen. Das Projekt bündelt die in der Region Prignitz/Ostprignitz-Ruppin bereits bestehenden Initiativen, um Rückkehrern und Zuzüglern einen gelungenen Start in die neue, alte Heimat zu ermöglichen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Gorholt, zeichnete den Landeplatz in Pritzwalk als „Demografie-Beispiel des Monats“ Juli aus.

    In seiner Rede betont er die Wichtigkeit des Projektes für die Region: „Das Projekt gibt die richtigen Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Rückkehrer und Zuzügler sind oft Kinder und Eltern, sie sind Nachbarn, Kunden und Klienten, sie sind Feuerwehrleute oder Fußballtrainer. Aber auch als Fachkräfte sind sie gewünscht. Jeder einzelne Rückkehrer ist daher eine Bereicherung für unser Land. Mit der Zielsetzung, eine landkreisübergreifende Struktur für eine Willkommenskultur zu schaffen, wurde ein beispielgebendes Vorhaben auf den Weg gebracht Das Gesamtkonzept, aber auch einzelne Bausteine des Projektes könnten damit als Vorbild für andere Landkreise oder Regionen dienen.“

    Als nachhaltig angelegtes Willkommensprojekt wird der Landesplatz vom Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock Dosse e.V. und von der INKOM Neuruppin GmbH verantwortet. Ziel ist es, durch eine enge Zusammenarbeit von regionalen Akteuren aus der Wirtschaft, Institutionen und Verwaltungen, die Attraktivität und die Bekanntheit der Wirtschaftsregion für Neubürger in den Fokus zu rücken. Neben einer einheitlichen Marketingstrategie und Öffentlichkeitsarbeit wird das bestehende Beratungsangebot weiter ausgebaut sowie regionale Anlaufstellen für Rückkehrer und Zuzügler eingerichtet werden.

    Mike Blechschmidt, der Vorsitzende des Vereins WADWD betont: „Ausrüstung, das Können und Köder entscheiden beim Angeln, ob der Fisch auf den Haken geht und dann auch erfolgreich aus dem Wasser geholt wird. Im übertragenen Sinne geht es auch bei dem Projekt Landeplatz genau darum. Die Bündelung der Rückkehrinitiativen in den beiden Landkreisen trägt dazu bei, dass wir Erfahrungen bündeln, die Landkreise mit den angehörigen Kommunen in diese Struktur unmittelbar einbinden und dadurch die besten Köder auslegen können, um Rückkehrwillige und Zuzügler sicher anzulanden. Die Größe der Region ermöglicht es, das Angebot in jeder Hinsicht attraktiv zu machen. Wer in Heiligengrabe seinen Job findet, aber in Neuruppin oder in Wittenberge wohnen möchte, der wird zukünftig professionelle Unterstützung durch das Projekt finden.“

    Die Landesregierung unterstützt im Rahmen eines Förderprogramms seit 2017 regionale Initiativen bei der Entwicklung von Maßnahmen für Rückkehr und Zuzug. Das Prignitzer Rückkehrerprojekt wird aus diesem Etat im laufenden Jahr mit rund 22.000 EUR gefördert.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Juli: Anja Herrling, Tel. 03395 709 8645, E-Mail: info@nordwestbrandenburg.de

    Auszeichnung

  • Juni: Hochmoderne Medizintechnik auf Rädern - „Mobiles MRT für Brandenburg!“

    Auszeichnung

    Hochmodern und wohnortnah: Mit dem „Mobilen MRT für Brandenburg!“ kann die radiologische Versorgung von Patienten auch in ländlichen Regionen gesichert werden. Seit genau einem Jahr ist der Truck mit der high-end Magnetresonanz Tomographie-Einheit (MRT) an Bord in Brandenburg und Berlin unterwegs. Er pendelt bis zu vier Mal wöchentlich zwischen fünf Standorten. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete das Projekt der Klinikgruppe Ernst von Bergmann heute in Bad Belzig als „Demografie-Beispiel des Monats“ Juni aus.

    Gorholt: „Das Mobile MRT bringt hochmoderne Medizintechnik zu den Menschen. Für die Patienten bedeutet das kürzere Wege und eine bestmögliche Behandlung. Das wird sowohl durch den Einsatz modernster diagnostischer Technik als auch durch hochqualifiziertes Personal sichergestellt. Die Initiative ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie durch innovative Konzepte eine Versorgung auch in ländlichen Regionen sichergestellt werden kann. In Kombination mit digitalen Möglichkeiten kann das Projekt als Blaupause für andere Aufgabenbereiche der Daseinsvorsorge dienen.“

    Steffen Grebner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH, betonte: „Diese Leistungen stationär an jedem Klinikstandort vorzuhalten, wäre ineffizient und mit hohen Kosten verbunden. Als kommunale Klinikgruppe sehen wir uns in der Verantwortung, auch in den ländlichen Regionen eine hochwertige Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Das gelingt uns mit diesem innovativen Projekt gleich zweifach - wir bringen die Technologie und das fachärztliche Knowhow zum Patienten. Wir sind stolz darauf, dass unser innovatives Projekt heute diese Würdigung durch die Staatskanzlei erfährt.“

    Gegenwärtig werden fünf Standorte vom Mobilen MRT regelmäßig angesteuert: Neben dem Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann jeweils noch dessen Klinikstandorte in Bad Belzig und Forst sowie das Krankenhaus Waldfriede in Berlin. Zudem ist die Hochschulambulanz der Universität Potsdam in das Projekt eingebunden. Das Mobile MRT verfügt über eine technische Maximalausstattung. So können nicht nur Standarduntersuchungen angeboten werden, sondern das gesamte Spektrum moderner klinischer MRT.

    Das Gerät ist nach Eintreffen am Einsatzort innerhalb von einer Viertelstunde einsatzfähig. Der Truck bietet mit 35 Quadratmetern Nutzfläche Platz für das MRT-System, zwei Umkleideräume für Patienten, einen Kontrollraum für die medizinisch-technische Assistenzkraft sowie einen Technikraum.

    Das Projekt „Mobiles MRT für Brandenburg!“ ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die „Demografie-Beispiele des Monats“ werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das „Demografie-Beispiel des Monats“ Juni: http://www.mrt-mobil.de/de/home-mrt-mobil/

  • Mai: Digitales Landleben - „Netzwerk Zukunftsorte"

    Auszeichnung

    Ein Vierseitenhof in dem 250-Einwohner-Ort Prädikow im Landkreis Märkisch-Oderland wird der Mittelpunkt eines neuen „Zukunftsortes" in Brandenburg. Hier setzen Frauen und Männer innovative Wohn- und Arbeitskonzepte um. Sie nutzen dafür die Potentiale der Digitalisierung. Von dem Projekt wird auch die alteingesessene Dorfgemeinschaft profitieren. In Brandenburg existiert schon heute eine Vielzahl solcher Zukunfts- und Impulsorte - und es sollen mehr werden. Dafür engagiert sich der Zusammenschluss aus aktuell zehn Projekten - das „Netzwerk Zukunftsorte". Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete es als „Demografie-Beispiel des Monats" Mai aus.

    Das Netzwerk organisiert den Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung der „Zukunftsorte", hilft beim Aufbau weiterer Initiativen und verhilft der Bewegung zu mehr Sichtbarkeit und politischem Gewicht. Die Initiatoren kommen unter anderem aus der Kreativszene, der Digital- sowie Nachhaltigkeitsbranche. Ihnen geht es darum, unter Nutzung digitaler Möglichkeiten neue kulturelle und soziale Angebote, aber auch Bildungs-, Beschäftigungs- und Vernetzungsmöglichkeiten in den Dörfern zu entwickeln. Dabei sind sowohl Aspekte der Nachhaltigkeit als auch die Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung elementare Bestandteile.

    Gorholt sagte: „Die Zukunftsorte stehen für ein neues Land- und Lebensbewusstsein - das ‚digitale Landleben‘. Der ländliche Raum bietet den idealen Freiraum, um neue innovative Konzepte zu erproben und umzusetzen. Wichtig ist, dass Zukunftsorte die Verankerung vor Ort suchen, die einheimische Bevölkerung einbeziehen und mitnehmen. Das ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

    Mit der Auszeichnung soll stellvertretend das Engagement dieser Zukunftsorte gewürdigt werden. Sie bringen neue Ideen und Angebote in ihre Region, leisten einen Beitrag zur Daseinsvorsorge und tragen auch zum Selbstbewusstsein der Menschen vor Ort bei. Über die Vernetzung der Initiatoren mit der digitalen Szene spricht sich herum, dass junge Menschen mit frischen Ideen in Brandenburg ihren Platz finden und Gestaltungsmöglichkeiten für die Organisation ihrer Vorstellungen von Leben und Arbeiten vorfinden. Damit sind sie Botschafter Brandenburgs."

    Julia Paaß sagte stellvertretend für das Netzwerk Zukunftsorte: „Uns ist es wichtig, dass Ideen und Projekte gemeinschaftlich realisiert werden. Neuzugezogene bringen oft frische Ideen mit, die aber erst mit dem lokalen Wissen und der Beteiligung der Ortsbewohner sowie lokaler Netzwerke lebendig werden können. Zukunftsorte, wie wir sie meinen, wollen neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens testen und mit ihren Entwicklungen zu einem besseren Leben in der Region beitragen. Das Netzwerk versteht sich nicht nur als Schnittstelle zwischen den Pionier-Projekten, sondern auch zu Politik und Wirtschaft, um gemeinsam zukunftsorientiertes Landleben zu gestalten und viele neue Zukunftsorte in Brandenburg zu ermöglichen."

    Die Auszeichnung fand auf dem noch jungen Projekt „Hof Prädikow" statt. Im Vierseitenhof ist ein Mix aus Gewerbe und Wohnen geplant. Neben rund 50 Wohnungen sollen dort unter anderem ein Hofladen, Werkstätten, Büro- und Seminarräume, Kinderbetreuung sowie eine Dorfscheune entstehen. Bis 2021 sollen rund 40 Erwachsene und 20 Kinder in die Gutsanlage einziehen. Um die Dorfgemeinschaft und neue Bewohner zusammenzubringen, soll die Dorfscheune als Treffpunkt für Austausch, Kultur und Freizeit mit verschiedenen Angeboten entwickelt werden.

    „Zukunftsorte" in Brandenburg: „Hof Prädikow" (Märkisch-Oderland), „Coconat" (Bad Belzig in Potsdam-Mittelmark), „Gut Stolzenhagen" (Barnim), „Kulturpark Stolpe" (Uckermark), „Uferwerk Werder" (Potsdam-Mittelmark), „Libken" (Uckermark), „Bauernhof Grüna" (bei Jüterbog, Teltow-Fläming), Projektraum Drahnsdorf (Dahme-Spreewald), „Sanatorium Lychen" (Uckermark), „Zusammen in Neuendorf" (Oder-Spree).

    Das Projekt „Netzwerk Zukunftsorte" ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Mai: Julia Paaß & Philipp Hentschel, E-Mail: netzwerk@zukunftsorte.org Zur Internetseite des Netzwerks https://zukunftsorte.org/

  • April: Gemeinsam für mehr Lebensqualität im Alter – „Demenz-Netzwerk-Uckermark“

    Auswertung AHEAD Studie

    In Brandenburg leben knapp 60.000 Menschen mit Demenz. Der fortschreitende Verlust von Gedächtnis und geistigen Fähigkeiten wird demographisch bedingt in Zukunft immer mehr Menschen betreffen. Ihr Wohlergehen hängt nicht nur von der medizinischen Versorgung, sondern auch von der Teilhabe am sozialen Leben ab. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Gorholt, würdigte heute mit dem „Demenz-Netzwerk-Uckermark“ einen Verein als „Demografie-Beispiel des Monats“ April, der sich in besonderer Weise um Demenzkranke verdient macht.

    In seiner Rede betonte Gorholt: „Die meisten Menschen wollen dort alt werden, wo sie ihr ganzes Leben verbracht haben. Das „Demenz-Netzwerk Uckermark“ leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Mit dem übergeordneten Ziel, die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu sichern, bringt es Demenzerkrankte und deren Unterstützer auf Augenhöhe zusammen . Dabei verbindet es medizinische bzw. pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz und ihre Betreuung. Es bietet verlässliche Strukturen und entlastet Angehörigen im Alltag. Mit 47 Mitgliedern ist das Netzwerk außerordentlich gut aufgestellt und gerade deshalb beispielgebend nicht nur in Brandenburg, sondern auch darüber hinaus.“

    Der Verein „Demenz-Netzwerk-Uckermark“ will Familien mit demenzkranken Angehörigen im Landkreis Uckermark eine hohe Lebensqualität ermöglichen. Er koordiniert die Zusammenarbeit von Ärzten, ambulanten und stationären Pflegekräften, Ergo- und Physiotherapeuten, von Beratungsstellen sowie Ehrenamtlern, um erkrankte Menschen so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause betreuen zu können.

    Der Vereinsvorsitzende Dr. med. Jürgen Hein sagte: „Die besondere Motivation unserer Mitglieder liegt in dem gemeinsamen Erleben, welche Lebensqualität Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erfahren, wenn sie in ihren individuellen Bedürfnissen gut gehalten und aufgefangen sind. Dann kann aus dem Schmerz über das Verlieren von Erinnerung das gemeinsame Erleben des Momentes werden.“

    Das Projekt ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats April: Frau Ilka Füchsel, E-Mail info@demenz-neztwerk-uckermark.de, Tel. (03984) 3298915 oder unter www.demenz-netzwerk-uckermark.de

    Logo

  • März: Fachkräfte für die Region gewinnen - Projekt „Azubis in die Klassen!"

    Azubis in den Klassen

    Berufsorientierung einmal anders: An Ostbrandenburger Schulen erzählen Azubis Schülern von ihrem Alltag in der Ausbildung. Seit zwei Jahren sind die so genannten Ausbildungsbotschafter unterwegs. Die Idee für das Projekt „Azubis in die Klassen!" hatte die IHK Ostbrandenburg. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete die Initiative heute in Rüdersdorf als „Demografie-Beispiel des Monats" aus.

    Schülerinnen und Schüler können mit den Ausbildungsbotschaftern auf Augenhöhe über Ausbildungsberufe und -betriebe sprechen. Zudem lernen sie Unternehmen in ihrer Nähe kennen und können sich frühzeitig für Praktikums- und Ausbildungsplätze bewerben. Die IHK Ostbrandenburg organisiert die Schulung der Ausbildungsbotschafter und koordiniert die Einsätze zwischen Betrieben und Schulen.

    Gorholt sagte: „Das Projekt ist beispielgebend für die Berufsorientierung und die Bindung an Unternehmen. Es trägt dazu bei, den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreicher zu machen und Fachkräfte in der Region zu gewinnen. Die Ausbildungsbotschafter sind zugleich ein Beispiel dafür, welche guten beruflichen Perspektiven es in Brandenburg gibt. Fachkräfte und Unternehmensnachfolger werden bei uns dringend gebraucht. Die authentischen Berichte der Ausbildungsbotschafter können junge Menschen für eine Ausbildung in ihrer Heimat begeistern. Mein Dank gilt den Azubis, aber auch der IHK Ostbrandenburg als Initiator und Koordinator sowie allen kooperierenden Schulen."

    Michael Völker, Leiter des Bereiches Aus- und Weiterbildung der IHK Ostbrandenburg, sagte: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Ausbildungsbotschafter besondere Wirkung bei den Schülerinnen und Schülern erzielen: Wenn sie von ihrer Firma und ihren Aufgaben erzählen, begeistert das die Mädchen und Jungen. Sie trauen sich, Fragen zu stellen und bekommen so ein umfassendes Bild über die duale Berufsausbildung. Gymnasiasten werden durch die Ausbildungsbotschafter für eine echte Alternative zum Studium sensibilisiert. Die IHK unterstützt gerne alle Unternehmen, die mit Schulen zusammenarbeiten möchten."

    Derzeit sind 75 Ausbildungsbotschafter in Ostbrandenburg unterwegs, 86 wurden insgesamt geschult. Betriebe mit Ausbildungsbotschaftern stellen die Azubis in der Regel für zwei bis drei schulische Einsätze im Jahr sowie für eine halbtägige IHK-Schulung frei. Schulen, die Ausbildungsbotschafter anfordern, planen die Einsätze im Rahmen des Unterrichts ein.

    Das Projekt ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats: IHK Ostbrandenburg, Fachberater Ausbildung/Karriere Michael Götz, E-Mail goetz@ihk-ostbrandenburg.de , Tel. 0335 5621 1526

  • Februar: Nachbarn für Nachbarn – „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ als „Demografie-Beispiel des Monats“ geehrt

     Kulturhaus Heidekrug 2.0

    Der alte Heidekrugsaal in Joachimsthal schien jahrelang dem Verfall preisgegeben. Heute fungiert er als Kulturhaus der Kleinstadt in der Schorfheide (Landkreis Barnim) und als Treffpunkt für Jung und Alt. Zu verdanken ist das kulturbegeisterten Joachimsthalern. Sie gründeten 2010 den Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0, pachteten den Saal, engagierten sich für die Sanierung und führten schon 2011 die ersten Kulturveranstaltungen durch. Seitdem haben die Angebote beträchtlich zugenommen. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, zeichnete das Projekt „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ heute in Joachimsthal als „Demografie-Beispiel des Monats“ Februar aus.

    Im vergangenen Jahr fanden in dem einstigen Ballsaal rund 60 Veranstaltungen mit mehr als 2.200 Besuchern statt, die von den 32 Vereinsmitgliedern ehrenamtlich organisiert wurden. Allein 40 Mal machte freitagabends das kommunale Kino im Heidekrug Station. Hinzu kamen Konzerte, Theatervorstellungen, ein Outdoor-Wochenende und Angebote für Jugendliche, darunter ein Workshop zum Thema digitale Bildverarbeitung. Dieses Programm konnte auch beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 punkten. Bei der Publikumsabstimmung belegte das „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ von bundesweit 100 nominierten Projekten den fünften Platz.

    Kralinski sagte: „Die Vereinsmitglieder haben dem alten Heidekrugsaal neues Leben eingehaucht. Sie haben viel Zeit und Geld, vor allem aber viel Herzblut investiert, um den Ort attraktiver zu machen. Mit ihrem Engagement zur Rettung des Objektes und bei der Organisation eines anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programms haben sie Alt und Jung, Alteingesessene und Zugezogene zusammengebracht. Ein enges Miteinander vor Ort und eine gute Infrastruktur sind die besten Botschafter für eine Region, um Menschen anzuziehen. Joachimsthal ist eine attraktive, lebendige Kleinstadt. Die Einwohner können stolz auf ihr Kulturhaus und ihre Stadt sein. Ich hoffe, dass die Auszeichnung Anlass ist, dass noch mehr Menschen den Verein unterstützen.“

    Ruth Butterfield vom Verein sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung. Sie ist für uns eine Bestätigung, dass kulturelle Angebote zur Lebensqualität in Joachimsthal beitragen und motiviert uns, voller Energie in unser neuntes Veranstaltungsjahr zu starten.“

    Auch in diesem Jahr hat sich der Verein viel vorgenommen. So unterzeichnete er mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) eine Kooperationsvereinbarung, der zufolge die ubs verstärkt Gastspiele in Joachimsthal geben werden. Das kommunale Kino wird nach der Winterpause ab März fortgesetzt. Das Programm für „Musaik“, das Joachimsthaler Musikfest, ist fertig, und für das traditionelle Outdoor-Wochenende im April gibt es eine neue Idee. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendclub fortgesetzt.

    Auch um den Erhalt und eine bessere Ausstattung des Saals kümmert sich der Verein. Die Mitglieder sind in Vorlage gegangen. Denn die Sanierung des Saals 2012/13 wurde finanziert über das EU-Förderprogramm LEADER sowie über Kredite des Vereins. Daher hoffen die Mitglieder nicht nur auf tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen, sondern auch auf weitere Spenden.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Februar:
    Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V., Ruth Butterfield, E-Mail info@heidekrug.org oder unter www.heidekrug.org

  • Januar: Wie die Jugend tickt: Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten ist „Demografie-Beispiel des Monats"

     Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten

    16.01.2019 - Das Multimedia-Projekt „Jugend in Brandenburg" der Nachwuchsjournalisten der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) ist Brandenburgs „Demografie-Beispiel des Monats" Januar. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete die Initiative heute in der MAZ-Redaktion im Beisein des stellvertretenden Chefredakteurs Henry Lohmar und der sechs Volontäre aus.

    Die Nachwuchsjournalisten starteten ihr Projekt im Juni vergangenen Jahres. Es ist als Langzeitstudie angelegt und soll nach Abschluss der Ausbildung an den nächsten Volontärs-Jahrgang übergeben werden. Im Rahmen des Projekts begleiten die Volontäre sieben junge Brandenburger auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden. In Videos und Texten zeichnen sie ein realistisches Bild davon, wie junge Menschen in Brandenburg leben. In den Porträts wird deutlich, welche Chancen und Perspektiven die Jugendlichen in Brandenburg sehen.

    Gorholt unterstrich: „Die Volontäre zeigen mit ihren Porträts ein sehr individuelles Bild der heutigen Jugend. Dabei wird deutlich, dass auch jungen Menschen Werte wie Familie, Natur und Heimat sehr wichtig sind und diese für ihre weitere Entwicklung eine bedeutende Rolle spielen. Mich freut vor allem der Zukunftsoptimismus, der bei allen sieben Protagonisten deutlich wird. Die Jugendlichen verstehen sich als Teil der Gesellschaft und bringen sich entsprechend ein. Wir können sehen: Brandenburg hat Zukunft!"

    Lohmar sagte: „Gehen oder bleiben? Die Frage stellt sich früher oder später für viele Heranwachsende. Wir wollen beispielhaft zeigen, was junge Märker in ihrer Heimat hält - oder was sie unter Umständen eines Tages motiviert wegzugehen. Und unsere Volontäre haben ein eigenes journalistisches Projekt, bei dem sie einen langen Atem beweisen und moderne Darstellungsformen ausprobieren können." Volontär Jan Russezki ergänzte: „Wir haben uns ganz bewusst Protagonisten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Lebensperspektiven ausgesucht. Das macht für mich das Spannende an dem Projekt aus."

    Gorholt fügte hinzu: „Die MAZ Nachwuchsjournalisten bieten mit ihrem Projekt der Jugend ein Sprachrohr und fördern den gegenseitigen Respekt und das gegenseitige Verständnis der Generationen. Das ist auch ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Absenkung des Mindestalters zur Beteiligung an Wahlen auf 16 Jahre."

    Das Projekt „Jugend in Brandenburg" der MAZ-Volontäre ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen „Demografie-Beispiele des Monats" werden im Internet unter www.demografie.brandenburg.de in der Rubrik „Marktplatz der Möglichkeiten" veröffentlicht.