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Miteinander der Generationen obs/Deutsche Fernseh

Marktplatz der Möglichkeiten 2019

Die Erfahrungen mit der „Best-Practice“-Broschüre zum demografischen Wandel und die positive Resonanz darauf haben gezeigt, dass es im Land Brandenburg viele engagierte Menschen gibt, die mit Kreativität und Tatkraft die unterschiedlichen demografischen Herausforderungen anpacken. Der „Marktplatz der Möglichkeiten“ soll hier allen interessierten Brandenburgern eine Plattform bieten, um Anregungen zu vermitteln sowie Ideen zu sammeln und zu veröffentlichen.

Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle jeweils monatlich Projekte präsentieren, die „Gute Lösungen“ auf unterschiedlichen Feldern des demografischen Wandels anbieten.

Aber ein Forum braucht auch den Austausch: Wir suchen Vorschläge für neue interessante„Best-Practice-Projekte des Monats“ und stehen Ihnen unter Kontakt gern zur Verfügung. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie sich bei einem der vorgestellten Projekte gern einbringen möchten oder selbst ein Beispiel zum Nachahmen suchen. Ansprechpartner zu den Projekten finden Sie im Übrigen auch am Ende der jeweiligen Projektbeschreibungen.

  • Mai: Digitales Landleben - „Netzwerk Zukunftsorte"

    Auszeichnung

    Ein Vierseitenhof in dem 250-Einwohner-Ort Prädikow im Landkreis Märkisch-Oderland wird der Mittelpunkt eines neuen „Zukunftsortes" in Brandenburg. Hier setzen Frauen und Männer innovative Wohn- und Arbeitskonzepte um. Sie nutzen dafür die Potentiale der Digitalisierung. Von dem Projekt wird auch die alteingesessene Dorfgemeinschaft profitieren. In Brandenburg existiert schon heute eine Vielzahl solcher Zukunfts- und Impulsorte - und es sollen mehr werden. Dafür engagiert sich der Zusammenschluss aus aktuell zehn Projekten - das „Netzwerk Zukunftsorte". Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete es als „Demografie-Beispiel des Monats" Mai aus.

    Das Netzwerk organisiert den Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung der „Zukunftsorte", hilft beim Aufbau weiterer Initiativen und verhilft der Bewegung zu mehr Sichtbarkeit und politischem Gewicht. Die Initiatoren kommen unter anderem aus der Kreativszene, der Digital- sowie Nachhaltigkeitsbranche. Ihnen geht es darum, unter Nutzung digitaler Möglichkeiten neue kulturelle und soziale Angebote, aber auch Bildungs-, Beschäftigungs- und Vernetzungsmöglichkeiten in den Dörfern zu entwickeln. Dabei sind sowohl Aspekte der Nachhaltigkeit als auch die Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung elementare Bestandteile.

    Gorholt sagte: „Die Zukunftsorte stehen für ein neues Land- und Lebensbewusstsein - das ‚digitale Landleben‘. Der ländliche Raum bietet den idealen Freiraum, um neue innovative Konzepte zu erproben und umzusetzen. Wichtig ist, dass Zukunftsorte die Verankerung vor Ort suchen, die einheimische Bevölkerung einbeziehen und mitnehmen. Das ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

    Mit der Auszeichnung soll stellvertretend das Engagement dieser Zukunftsorte gewürdigt werden. Sie bringen neue Ideen und Angebote in ihre Region, leisten einen Beitrag zur Daseinsvorsorge und tragen auch zum Selbstbewusstsein der Menschen vor Ort bei. Über die Vernetzung der Initiatoren mit der digitalen Szene spricht sich herum, dass junge Menschen mit frischen Ideen in Brandenburg ihren Platz finden und Gestaltungsmöglichkeiten für die Organisation ihrer Vorstellungen von Leben und Arbeiten vorfinden. Damit sind sie Botschafter Brandenburgs."

    Julia Paaß sagte stellvertretend für das Netzwerk Zukunftsorte: „Uns ist es wichtig, dass Ideen und Projekte gemeinschaftlich realisiert werden. Neuzugezogene bringen oft frische Ideen mit, die aber erst mit dem lokalen Wissen und der Beteiligung der Ortsbewohner sowie lokaler Netzwerke lebendig werden können. Zukunftsorte, wie wir sie meinen, wollen neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens testen und mit ihren Entwicklungen zu einem besseren Leben in der Region beitragen. Das Netzwerk versteht sich nicht nur als Schnittstelle zwischen den Pionier-Projekten, sondern auch zu Politik und Wirtschaft, um gemeinsam zukunftsorientiertes Landleben zu gestalten und viele neue Zukunftsorte in Brandenburg zu ermöglichen."

    Die Auszeichnung fand auf dem noch jungen Projekt „Hof Prädikow" statt. Im Vierseitenhof ist ein Mix aus Gewerbe und Wohnen geplant. Neben rund 50 Wohnungen sollen dort unter anderem ein Hofladen, Werkstätten, Büro- und Seminarräume, Kinderbetreuung sowie eine Dorfscheune entstehen. Bis 2021 sollen rund 40 Erwachsene und 20 Kinder in die Gutsanlage einziehen. Um die Dorfgemeinschaft und neue Bewohner zusammenzubringen, soll die Dorfscheune als Treffpunkt für Austausch, Kultur und Freizeit mit verschiedenen Angeboten entwickelt werden.

    „Zukunftsorte" in Brandenburg: „Hof Prädikow" (Märkisch-Oderland), „Coconat" (Bad Belzig in Potsdam-Mittelmark), „Gut Stolzenhagen" (Barnim), „Kulturpark Stolpe" (Uckermark), „Uferwerk Werder" (Potsdam-Mittelmark), „Libken" (Uckermark), „Bauernhof Grüna" (bei Jüterbog, Teltow-Fläming), Projektraum Drahnsdorf (Dahme-Spreewald), „Sanatorium Lychen" (Uckermark), „Zusammen in Neuendorf" (Oder-Spree).

    Das Projekt „Netzwerk Zukunftsorte" ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Mai: Julia Paaß & Philipp Hentschel, E-Mail: netzwerk@zukunftsorte.org Zur Internetseite des Netzwerks https://zukunftsorte.org/

  • April: Gemeinsam für mehr Lebensqualität im Alter – „Demenz-Netzwerk-Uckermark“

    Auswertung AHEAD Studie

    In Brandenburg leben knapp 60.000 Menschen mit Demenz. Der fortschreitende Verlust von Gedächtnis und geistigen Fähigkeiten wird demographisch bedingt in Zukunft immer mehr Menschen betreffen. Ihr Wohlergehen hängt nicht nur von der medizinischen Versorgung, sondern auch von der Teilhabe am sozialen Leben ab. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Gorholt, würdigte heute mit dem „Demenz-Netzwerk-Uckermark“ einen Verein als „Demografie-Beispiel des Monats“ April, der sich in besonderer Weise um Demenzkranke verdient macht.

    In seiner Rede betonte Gorholt: „Die meisten Menschen wollen dort alt werden, wo sie ihr ganzes Leben verbracht haben. Das „Demenz-Netzwerk Uckermark“ leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Mit dem übergeordneten Ziel, die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu sichern, bringt es Demenzerkrankte und deren Unterstützer auf Augenhöhe zusammen . Dabei verbindet es medizinische bzw. pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz und ihre Betreuung. Es bietet verlässliche Strukturen und entlastet Angehörigen im Alltag. Mit 47 Mitgliedern ist das Netzwerk außerordentlich gut aufgestellt und gerade deshalb beispielgebend nicht nur in Brandenburg, sondern auch darüber hinaus.“

    Der Verein „Demenz-Netzwerk-Uckermark“ will Familien mit demenzkranken Angehörigen im Landkreis Uckermark eine hohe Lebensqualität ermöglichen. Er koordiniert die Zusammenarbeit von Ärzten, ambulanten und stationären Pflegekräften, Ergo- und Physiotherapeuten, von Beratungsstellen sowie Ehrenamtlern, um erkrankte Menschen so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause betreuen zu können.

    Der Vereinsvorsitzende Dr. med. Jürgen Hein sagte: „Die besondere Motivation unserer Mitglieder liegt in dem gemeinsamen Erleben, welche Lebensqualität Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erfahren, wenn sie in ihren individuellen Bedürfnissen gut gehalten und aufgefangen sind. Dann kann aus dem Schmerz über das Verlieren von Erinnerung das gemeinsame Erleben des Momentes werden.“

    Das Projekt ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats April: Frau Ilka Füchsel, E-Mail info@demenz-neztwerk-uckermark.de, Tel. (03984) 3298915 oder unter www.demenz-netzwerk-uckermark.de

    Logo

  • März: Fachkräfte für die Region gewinnen - Projekt „Azubis in die Klassen!"

    Azubis in den Klassen

    Berufsorientierung einmal anders: An Ostbrandenburger Schulen erzählen Azubis Schülern von ihrem Alltag in der Ausbildung. Seit zwei Jahren sind die so genannten Ausbildungsbotschafter unterwegs. Die Idee für das Projekt „Azubis in die Klassen!" hatte die IHK Ostbrandenburg. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete die Initiative heute in Rüdersdorf als „Demografie-Beispiel des Monats" aus.

    Schülerinnen und Schüler können mit den Ausbildungsbotschaftern auf Augenhöhe über Ausbildungsberufe und -betriebe sprechen. Zudem lernen sie Unternehmen in ihrer Nähe kennen und können sich frühzeitig für Praktikums- und Ausbildungsplätze bewerben. Die IHK Ostbrandenburg organisiert die Schulung der Ausbildungsbotschafter und koordiniert die Einsätze zwischen Betrieben und Schulen.

    Gorholt sagte: „Das Projekt ist beispielgebend für die Berufsorientierung und die Bindung an Unternehmen. Es trägt dazu bei, den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreicher zu machen und Fachkräfte in der Region zu gewinnen. Die Ausbildungsbotschafter sind zugleich ein Beispiel dafür, welche guten beruflichen Perspektiven es in Brandenburg gibt. Fachkräfte und Unternehmensnachfolger werden bei uns dringend gebraucht. Die authentischen Berichte der Ausbildungsbotschafter können junge Menschen für eine Ausbildung in ihrer Heimat begeistern. Mein Dank gilt den Azubis, aber auch der IHK Ostbrandenburg als Initiator und Koordinator sowie allen kooperierenden Schulen."

    Michael Völker, Leiter des Bereiches Aus- und Weiterbildung der IHK Ostbrandenburg, sagte: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Ausbildungsbotschafter besondere Wirkung bei den Schülerinnen und Schülern erzielen: Wenn sie von ihrer Firma und ihren Aufgaben erzählen, begeistert das die Mädchen und Jungen. Sie trauen sich, Fragen zu stellen und bekommen so ein umfassendes Bild über die duale Berufsausbildung. Gymnasiasten werden durch die Ausbildungsbotschafter für eine echte Alternative zum Studium sensibilisiert. Die IHK unterstützt gerne alle Unternehmen, die mit Schulen zusammenarbeiten möchten."

    Derzeit sind 75 Ausbildungsbotschafter in Ostbrandenburg unterwegs, 86 wurden insgesamt geschult. Betriebe mit Ausbildungsbotschaftern stellen die Azubis in der Regel für zwei bis drei schulische Einsätze im Jahr sowie für eine halbtägige IHK-Schulung frei. Schulen, die Ausbildungsbotschafter anfordern, planen die Einsätze im Rahmen des Unterrichts ein.

    Das Projekt ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats: IHK Ostbrandenburg, Fachberater Ausbildung/Karriere Michael Götz, E-Mail goetz@ihk-ostbrandenburg.de , Tel. 0335 5621 1526

  • Februar: Nachbarn für Nachbarn – „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ als „Demografie-Beispiel des Monats“ geehrt

     Kulturhaus Heidekrug 2.0

    Der alte Heidekrugsaal in Joachimsthal schien jahrelang dem Verfall preisgegeben. Heute fungiert er als Kulturhaus der Kleinstadt in der Schorfheide (Landkreis Barnim) und als Treffpunkt für Jung und Alt. Zu verdanken ist das kulturbegeisterten Joachimsthalern. Sie gründeten 2010 den Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0, pachteten den Saal, engagierten sich für die Sanierung und führten schon 2011 die ersten Kulturveranstaltungen durch. Seitdem haben die Angebote beträchtlich zugenommen. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, zeichnete das Projekt „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ heute in Joachimsthal als „Demografie-Beispiel des Monats“ Februar aus.

    Im vergangenen Jahr fanden in dem einstigen Ballsaal rund 60 Veranstaltungen mit mehr als 2.200 Besuchern statt, die von den 32 Vereinsmitgliedern ehrenamtlich organisiert wurden. Allein 40 Mal machte freitagabends das kommunale Kino im Heidekrug Station. Hinzu kamen Konzerte, Theatervorstellungen, ein Outdoor-Wochenende und Angebote für Jugendliche, darunter ein Workshop zum Thema digitale Bildverarbeitung. Dieses Programm konnte auch beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 punkten. Bei der Publikumsabstimmung belegte das „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ von bundesweit 100 nominierten Projekten den fünften Platz.

    Kralinski sagte: „Die Vereinsmitglieder haben dem alten Heidekrugsaal neues Leben eingehaucht. Sie haben viel Zeit und Geld, vor allem aber viel Herzblut investiert, um den Ort attraktiver zu machen. Mit ihrem Engagement zur Rettung des Objektes und bei der Organisation eines anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programms haben sie Alt und Jung, Alteingesessene und Zugezogene zusammengebracht. Ein enges Miteinander vor Ort und eine gute Infrastruktur sind die besten Botschafter für eine Region, um Menschen anzuziehen. Joachimsthal ist eine attraktive, lebendige Kleinstadt. Die Einwohner können stolz auf ihr Kulturhaus und ihre Stadt sein. Ich hoffe, dass die Auszeichnung Anlass ist, dass noch mehr Menschen den Verein unterstützen.“

    Ruth Butterfield vom Verein sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung. Sie ist für uns eine Bestätigung, dass kulturelle Angebote zur Lebensqualität in Joachimsthal beitragen und motiviert uns, voller Energie in unser neuntes Veranstaltungsjahr zu starten.“

    Auch in diesem Jahr hat sich der Verein viel vorgenommen. So unterzeichnete er mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) eine Kooperationsvereinbarung, der zufolge die ubs verstärkt Gastspiele in Joachimsthal geben werden. Das kommunale Kino wird nach der Winterpause ab März fortgesetzt. Das Programm für „Musaik“, das Joachimsthaler Musikfest, ist fertig, und für das traditionelle Outdoor-Wochenende im April gibt es eine neue Idee. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendclub fortgesetzt.

    Auch um den Erhalt und eine bessere Ausstattung des Saals kümmert sich der Verein. Die Mitglieder sind in Vorlage gegangen. Denn die Sanierung des Saals 2012/13 wurde finanziert über das EU-Förderprogramm LEADER sowie über Kredite des Vereins. Daher hoffen die Mitglieder nicht nur auf tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen, sondern auch auf weitere Spenden.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Februar:
    Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V., Ruth Butterfield, E-Mail info@heidekrug.org oder unter www.heidekrug.org

  • Januar: Wie die Jugend tickt: Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten ist „Demografie-Beispiel des Monats"

     Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten

    16.01.2019 - Das Multimedia-Projekt „Jugend in Brandenburg" der Nachwuchsjournalisten der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) ist Brandenburgs „Demografie-Beispiel des Monats" Januar. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete die Initiative heute in der MAZ-Redaktion im Beisein des stellvertretenden Chefredakteurs Henry Lohmar und der sechs Volontäre aus.

    Die Nachwuchsjournalisten starteten ihr Projekt im Juni vergangenen Jahres. Es ist als Langzeitstudie angelegt und soll nach Abschluss der Ausbildung an den nächsten Volontärs-Jahrgang übergeben werden. Im Rahmen des Projekts begleiten die Volontäre sieben junge Brandenburger auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden. In Videos und Texten zeichnen sie ein realistisches Bild davon, wie junge Menschen in Brandenburg leben. In den Porträts wird deutlich, welche Chancen und Perspektiven die Jugendlichen in Brandenburg sehen.

    Gorholt unterstrich: „Die Volontäre zeigen mit ihren Porträts ein sehr individuelles Bild der heutigen Jugend. Dabei wird deutlich, dass auch jungen Menschen Werte wie Familie, Natur und Heimat sehr wichtig sind und diese für ihre weitere Entwicklung eine bedeutende Rolle spielen. Mich freut vor allem der Zukunftsoptimismus, der bei allen sieben Protagonisten deutlich wird. Die Jugendlichen verstehen sich als Teil der Gesellschaft und bringen sich entsprechend ein. Wir können sehen: Brandenburg hat Zukunft!"

    Lohmar sagte: „Gehen oder bleiben? Die Frage stellt sich früher oder später für viele Heranwachsende. Wir wollen beispielhaft zeigen, was junge Märker in ihrer Heimat hält - oder was sie unter Umständen eines Tages motiviert wegzugehen. Und unsere Volontäre haben ein eigenes journalistisches Projekt, bei dem sie einen langen Atem beweisen und moderne Darstellungsformen ausprobieren können." Volontär Jan Russezki ergänzte: „Wir haben uns ganz bewusst Protagonisten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Lebensperspektiven ausgesucht. Das macht für mich das Spannende an dem Projekt aus."

    Gorholt fügte hinzu: „Die MAZ Nachwuchsjournalisten bieten mit ihrem Projekt der Jugend ein Sprachrohr und fördern den gegenseitigen Respekt und das gegenseitige Verständnis der Generationen. Das ist auch ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Absenkung des Mindestalters zur Beteiligung an Wahlen auf 16 Jahre."

    Das Projekt „Jugend in Brandenburg" der MAZ-Volontäre ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen „Demografie-Beispiele des Monats" werden im Internet unter www.demografie.brandenburg.de in der Rubrik „Marktplatz der Möglichkeiten" veröffentlicht.