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Miteinander der Generationen obs/Deutsche Fernseh

Marktplatz der Möglichkeiten 2019

Die Erfahrungen mit der „Best-Practice“-Broschüre zum demografischen Wandel und die positive Resonanz darauf haben gezeigt, dass es im Land Brandenburg viele engagierte Menschen gibt, die mit Kreativität und Tatkraft die unterschiedlichen demografischen Herausforderungen anpacken. Der „Marktplatz der Möglichkeiten“ soll hier allen interessierten Brandenburgern eine Plattform bieten, um Anregungen zu vermitteln sowie Ideen zu sammeln und zu veröffentlichen.

Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle jeweils monatlich Projekte präsentieren, die „Gute Lösungen“ auf unterschiedlichen Feldern des demografischen Wandels anbieten.

Aber ein Forum braucht auch den Austausch: Wir suchen Vorschläge für neue interessante„Best-Practice-Projekte des Monats“ und stehen Ihnen unter Kontakt gern zur Verfügung. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie sich bei einem der vorgestellten Projekte gern einbringen möchten oder selbst ein Beispiel zum Nachahmen suchen. Ansprechpartner zu den Projekten finden Sie im Übrigen auch am Ende der jeweiligen Projektbeschreibungen.

  • Februar: Nachbarn für Nachbarn – „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ als „Demografie-Beispiel des Monats“ geehrt

     Kulturhaus Heidekrug 2.0

    Der alte Heidekrugsaal in Joachimsthal schien jahrelang dem Verfall preisgegeben. Heute fungiert er als Kulturhaus der Kleinstadt in der Schorfheide (Landkreis Barnim) und als Treffpunkt für Jung und Alt. Zu verdanken ist das kulturbegeisterten Joachimsthalern. Sie gründeten 2010 den Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0, pachteten den Saal, engagierten sich für die Sanierung und führten schon 2011 die ersten Kulturveranstaltungen durch. Seitdem haben die Angebote beträchtlich zugenommen. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, zeichnete das Projekt „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ heute in Joachimsthal als „Demografie-Beispiel des Monats“ Februar aus.

    Im vergangenen Jahr fanden in dem einstigen Ballsaal rund 60 Veranstaltungen mit mehr als 2.200 Besuchern statt, die von den 32 Vereinsmitgliedern ehrenamtlich organisiert wurden. Allein 40 Mal machte freitagabends das kommunale Kino im Heidekrug Station. Hinzu kamen Konzerte, Theatervorstellungen, ein Outdoor-Wochenende und Angebote für Jugendliche, darunter ein Workshop zum Thema digitale Bildverarbeitung. Dieses Programm konnte auch beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 punkten. Bei der Publikumsabstimmung belegte das „Kulturhaus Heidekrug 2.0“ von bundesweit 100 nominierten Projekten den fünften Platz.

    Kralinski sagte: „Die Vereinsmitglieder haben dem alten Heidekrugsaal neues Leben eingehaucht. Sie haben viel Zeit und Geld, vor allem aber viel Herzblut investiert, um den Ort attraktiver zu machen. Mit ihrem Engagement zur Rettung des Objektes und bei der Organisation eines anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programms haben sie Alt und Jung, Alteingesessene und Zugezogene zusammengebracht. Ein enges Miteinander vor Ort und eine gute Infrastruktur sind die besten Botschafter für eine Region, um Menschen anzuziehen. Joachimsthal ist eine attraktive, lebendige Kleinstadt. Die Einwohner können stolz auf ihr Kulturhaus und ihre Stadt sein. Ich hoffe, dass die Auszeichnung Anlass ist, dass noch mehr Menschen den Verein unterstützen.“

    Ruth Butterfield vom Verein sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung. Sie ist für uns eine Bestätigung, dass kulturelle Angebote zur Lebensqualität in Joachimsthal beitragen und motiviert uns, voller Energie in unser neuntes Veranstaltungsjahr zu starten.“

    Auch in diesem Jahr hat sich der Verein viel vorgenommen. So unterzeichnete er mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) eine Kooperationsvereinbarung, der zufolge die ubs verstärkt Gastspiele in Joachimsthal geben werden. Das kommunale Kino wird nach der Winterpause ab März fortgesetzt. Das Programm für „Musaik“, das Joachimsthaler Musikfest, ist fertig, und für das traditionelle Outdoor-Wochenende im April gibt es eine neue Idee. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendclub fortgesetzt.

    Auch um den Erhalt und eine bessere Ausstattung des Saals kümmert sich der Verein. Die Mitglieder sind in Vorlage gegangen. Denn die Sanierung des Saals 2012/13 wurde finanziert über das EU-Förderprogramm LEADER sowie über Kredite des Vereins. Daher hoffen die Mitglieder nicht nur auf tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen, sondern auch auf weitere Spenden.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Februar:
    Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V., Ruth Butterfield, E-Mail info@heidekrug.org oder unter www.heidekrug.org

  • Januar: Wie die Jugend tickt: Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten ist „Demografie-Beispiel des Monats"

     Multimedia-Projekt von MAZ-Nachwuchsjournalisten

    16.01.2019 - Das Multimedia-Projekt „Jugend in Brandenburg" der Nachwuchsjournalisten der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) ist Brandenburgs „Demografie-Beispiel des Monats" Januar. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete die Initiative heute in der MAZ-Redaktion im Beisein des stellvertretenden Chefredakteurs Henry Lohmar und der sechs Volontäre aus.

    Die Nachwuchsjournalisten starteten ihr Projekt im Juni vergangenen Jahres. Es ist als Langzeitstudie angelegt und soll nach Abschluss der Ausbildung an den nächsten Volontärs-Jahrgang übergeben werden. Im Rahmen des Projekts begleiten die Volontäre sieben junge Brandenburger auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden. In Videos und Texten zeichnen sie ein realistisches Bild davon, wie junge Menschen in Brandenburg leben. In den Porträts wird deutlich, welche Chancen und Perspektiven die Jugendlichen in Brandenburg sehen.

    Gorholt unterstrich: „Die Volontäre zeigen mit ihren Porträts ein sehr individuelles Bild der heutigen Jugend. Dabei wird deutlich, dass auch jungen Menschen Werte wie Familie, Natur und Heimat sehr wichtig sind und diese für ihre weitere Entwicklung eine bedeutende Rolle spielen. Mich freut vor allem der Zukunftsoptimismus, der bei allen sieben Protagonisten deutlich wird. Die Jugendlichen verstehen sich als Teil der Gesellschaft und bringen sich entsprechend ein. Wir können sehen: Brandenburg hat Zukunft!"

    Lohmar sagte: „Gehen oder bleiben? Die Frage stellt sich früher oder später für viele Heranwachsende. Wir wollen beispielhaft zeigen, was junge Märker in ihrer Heimat hält - oder was sie unter Umständen eines Tages motiviert wegzugehen. Und unsere Volontäre haben ein eigenes journalistisches Projekt, bei dem sie einen langen Atem beweisen und moderne Darstellungsformen ausprobieren können." Volontär Jan Russezki ergänzte: „Wir haben uns ganz bewusst Protagonisten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Lebensperspektiven ausgesucht. Das macht für mich das Spannende an dem Projekt aus."

    Gorholt fügte hinzu: „Die MAZ Nachwuchsjournalisten bieten mit ihrem Projekt der Jugend ein Sprachrohr und fördern den gegenseitigen Respekt und das gegenseitige Verständnis der Generationen. Das ist auch ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Absenkung des Mindestalters zur Beteiligung an Wahlen auf 16 Jahre."

    Das Projekt „Jugend in Brandenburg" der MAZ-Volontäre ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen „Demografie-Beispiele des Monats" werden im Internet unter www.demografie.brandenburg.de in der Rubrik „Marktplatz der Möglichkeiten" veröffentlicht.