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Weltflüchtlingstag am 20. Juni - Woidke: Verständnis und Vertrauen aufbauen

veröffentlicht am 19.06.2016

Zum diesjährigen Weltflüchtlingstag (am 20. Juni) erklärt der brandenburgi-sche Ministerpräsident Dietmar Woidke:

„Weltweit fliehen Millionen Menschen vor Krieg und Zerstörung, Hunger und Elend, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Nachdem im vergangenen Jahr eine Million Menschen allein nach Deutschland gekommen sind, für die zunächst Unterkünfte, Kleidung und Versorgung sichergestellt werden mussten, geht es nun zunehmend um die Integration der zu uns Gekommenen in Kita, Schule, Ausbildung und Arbeit. Tausende Brandenburger haben sich dafür in großartiger Weise ehrenamtlich engagiert. Dafür danke ich herzlich.

Klar ist aber auch: Für die Integration benötigen wir auch in Zukunft einen langen Atem – bei Flüchtlingen und Einheimischen gleichermaßen. Deswegen rufe ich alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, besonders im Alltag weiter auf Flüchtlinge zuzugehen. Nur durch zwischenmenschliche Begegnungen wachsen Hoffnung, Verständnis und Vertrauen auf beiden Seiten. Dies kann nicht durch Behörden oder Politik verordnet werden.

Um diese Herausforderungen im ganzen Land zu meistern, hat sich in Branden-burg ein breit aufgestelltes Bündnis gegründet. Dem ´Bündnis für Brandenburg´ gehören Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Instituti-onen an, die sich Integration auf die Fahnen geschrieben haben. Überall im Land tut sich etwas und es zeigt sich: Das Bündnis kommt voran.

Das ist umso wichtiger angesichts einer jüngst veröffentlichten Studie, wonach in Deutschland fremdenfeindliche Einstellungen weiter zunehmen. Sie sind längst kein Randphänomen mehr, sondern ein Problem der gesellschaftlichen Mitte. Deswegen appelliere ich an unsere Zivilgesellschaft, sich diesen Tendenzen ent-gegen zu stellen und unsere demokratischen Werte zu verteidigen.“