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„Hoher Blutzoll“ – Woidke gedenkt gefallener
sowjetischer Soldaten – Ukraine-Konflikt friedlich lösen

veröffentlicht am 08.05.2014

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat der im 2. Weltkrieg in Brandenburg gefallenen Soldaten der Roten Armee gedacht und den großen Anteil der sowjetischen Truppen an der Niederschlagung der Nazi-Diktatur betont. „Die Völker der Sowjetunion haben für die Befreiung Deutschlands einen hohen Blutzoll entrichtet“, sagte Woidke bei der Einweihung der russischen Kriegsgräberstätte am Donnerstag in Brielow (Potsdam-Mittelmark). Sowjetische Soldaten hätten zusammen mit ihren Verbündeten gegen Nazi-Deutschland gekämpft. Die Rote Armee habe die letzten Kriegsschlachten in Berlin und Brandenburg siegreich geführt.

Der Ministerpräsident: „Auch hier, weit weg von Berlin, forderte der Krieg viele Opfer.“ In den Gräbern in Brielow ruhten die sterblichen Überreste vor allem junger Menschen. Die Kriegsgräberstätte sei seit Beginn der Arbeiten 2013 in würdiger Weise neu gestaltet worden. Die Namen der Gefallenen seien jetzt wieder lesbar, ihre Angehörigen hätten wieder einen Ort für die Trauer.

Der Ministerpräsident erinnerte auch an die Bedeutung des Abzugs der Westgruppe der Truppen (WGT) aus Ostdeutschland vor 20 Jahren: „Das war der letzte Schritt zur Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur nach 1989/90 und damit zu Frieden und Freiheit in Europa. Die WGT-Staaten haben damit verlässlich und verantwortlich agiert. Das gilt gerade vor dem Hintergrund der Geschichte.“ Im Hinblick auf den aktuellen Konflikt in der Ukraine sagte Woidke: „Es ist jetzt wichtig, dass Russland sich einmal mehr als Partner, nicht als Gegner eines friedlichen Europas erweist.“ Er hoffe, so Woidke, dass die Akteure in der Ukraine ernst machen mit einer friedlichen Lösung des Konflikts.

Nach neuesten Recherchen wird davon ausgegangen, dass 393 Tote auf dem Brielower Friedhof begraben sind. Insgesamt ruhen im Land Brandenburg an etwa 1000 Orten über 150.000 Tote aus dem 2. Weltkrieg, davon etwa 55.000 der Roten Armee. Die Zahl umfasst auch über 10000 Kriegsgefangene.