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Verdienstkreuz am Bande für Wieland Eschenburg

veröffentlicht am 24.06.2003

Für seine Verdienste um den Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles auf dem Pfingstberg in Potsdam hat Ministerpräsident Matthias Platzeck heute Herrn Wieland Eschenburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Es war ihm vom Bundespräsidenten verliehen worden. Die Auszeichnungsveranstaltung fand auf dem Potsdamer Pfingstberg statt.

Eschenburg, seit 1998 Büroleiter des Potsdamer Oberbürgermeisters, ist Mitbegründer und Vorsitzender des Fördervereins Pfingstberg in Potsdam e. V.. Schon 1987 – so wird in der Begründung für die Auszeichnung erinnert, regte er an, den Verfall des Bauwerkes zu stoppen, der Verwilderung der umgebenden Parkanlagen Einhalt zu gebieten und das Gelände wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückzuholen. Ein Jahr später habe Eschenburg im damaligen Kulturbund der DDR die Arbeitsgemeinschaft Pfingstberg gegründet, die im Juni 1989 in Eigeninitiative das erste Pfingstbergfest mit 3.000 Besuchern veranstaltete. Eschenburg habe in dieser Zeit bereits zu den führenden Köpfen der Potsdamer Bürgerbewegung gehört, an den Wendeereignissen in Potsdam sei er aktiv beteiligt gewesen.

Aus der Arbeitsgemeinschaft Pfingstberg – so heißt es weiter – sei 1990 der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e. V. entstanden. Sein Ziel sei die Wiederherstellung des in den Jahren nach 1960 zur Ruine verfallenen, denkmalgeschützten Ensembles auf dem Pfingstberg, bestehend aus dem 1801 von Schinkel erbauten Pomonatempel, dem 1847 bis 1863 erbauten Belvedere und der nach Plänen von Lenné angelegten Gartenanlage. 1993 konnte der Pomonatempel aufgebaut und die umgebende Gartenanlage wiederhergestellt werden. 1998 wurde der Wiederaufbau des großen Belvederes begonnen. Im Jahre 2001 war der erste Abschnitt fertig und der West-Turm konnte der Öffentlichkeit feierlich übergeben werden. Die Aufstellung der rekonstruierten Pegasusgruppe auf der Torhalle erfolgte im Mai 2002.

Hervorgehoben wird vor allem, dass es Eschenburg gelungen ist, Menschen mit den unterschiedlichsten Ansichten und verschiedener Herkunft für dieses Projekt zusammenzuführen. Seiner Ausdauer und Zielstrebigkeit und seinem über 15 Jahre anhaltenden Engagement sei es zu verdanken, dass ein für das Gesamtensemble Park Sanssouci und für die Stadt Potsdam wichtiges vom Verfall bedrohtes Kulturgut gerettet und durch Rekonstruktion wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden konnte.