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„Die Vielfalt Brandenburgs ist unser Reichtum“ –

Platzeck und Wanka zur Eröffnung der Dauerausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

veröffentlicht am 17.12.2003

In Brandenburg gibt es nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck und Kulturministerin Johanna Wanka ein großes Bedürfnis, die Geschichte Brandenburg-Preußens näher kennen zu lernen. Platzeck betonte bei der Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Mittwoch in Potsdam, die Frage nach der Herkunft habe großes Gewicht. „Dabei geht es um den Charakter unseres Landes, um unsere Identität.“ Ministerin Wanka wünschte sich für das Museum, es solle „ein Ort der Information und Begegnung sowie der Freizeit und Unterhaltung werden und für das gesamte Land Brandenburg wirken".

Der Ministerpräsident erinnerte: „Die Geschichte Brandenburgs verlief nicht auf einem geraden Weg. Es hat von Menschenhand verursachte Katastrophen gegeben, die diesen Landstrich auf Jahrzehnte zeichneten. Militarismus, Krieg und Diktatur gehörten dazu. Wir haben das überwunden. Es hat Rückschläge, Irrtümer und Neuanfänge gegeben. Wir haben dabei erlebt und gelernt, dass selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Mut etwas erreichen können.“

Platzeck will das Sichbewusst-werden der eigenen Identität nicht als „eitle Nabelschau“ verstanden wissen. Vielmehr gehe es um ein Land in der Mitte Europas, das auf gute, vertrauensvolle und politisch belastbare Beziehungen zu den östlichen Nachbarn und dort vor allem zu Polen angewiesen sei. Platzeck erwartet, dass das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte auch vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Irritationen im deutsch-polnischen Verhältnis einen Beitrag zu Dialog und Verständigung leistet.

Den Titel der Ausstellung „Land und Leute – Geschichten aus Brandenburg-Preußen“ hält Platzeck für gelungen. Die Vielzahl von Geschichten, die Brandenburg ausmachen, spiegele die Vielfalt seiner Bürgerinnen und Bürger. „Das ist und bleibt unser eigentlicher Reichtum.“

Ausdrücklich würdigte Platzeck den Einsatz von Sponsoren und Förderern, ohne die die Dauerausstellung und die Herrichtung des Kutschstalls nicht möglich gewesen wäre. Seinen Dank richtete er unter anderem an die InvestitionsBank des Landes, das Tourismusforum Potsdam und den Förderverein des Hauses.

Ministerin Wanka betonte, die Eröffnung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und die formale Gründung der HBPG GmbH im Frühjahr des Jahres seien der erfolgreiche Schlusspunkt einer seit 1991 geführten Diskussion um die Notwendigkeit der Einrichtung eines eigenständigen Hauses zur übergreifenden Darstellung der Geschichte Brandenburgs und Preußens. „Bereits bei der Ausstellung ´Marksteine´ im Preußenjahr 2001, die 55.000 Besucher anzog, zeigte sich überdeutlich, dass ein enormes Bedürfnis in Brandenburg und weit darüber hinaus besteht, brandenburgisch-preußische Geschichte in gut gemachten Ausstellungen ansprechend und sinnlich zu erleben“, hob die Ministerin hervor.

Ministerin Wanka lobte: „Das Haus bietet genau dieses Forum für die aktive, kritische und offene Auseinandersetzung und Vermittlung von Geschichte Brandenburgs und Preußens. Es ist der Mittelpunkt des ´Tourismusforums Neuer Markt´, das Wissenschaft und Forschung, Tourismus und Kultur vereint. Das Haus soll im Sinne eines ´Schaufensters´ den Museen und Sammlungen sowie den Forschungseinrichtungen der Region für eigene Projekte zur Verfügung stehen“, so die Ministerin.