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Platzeck auf dem Landeserntefest in Prenzlau: „Das
Land Brandenburg steht zu seinen Landwirten“

veröffentlicht am 27.09.2003

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die Unterstützung der Landesregierung für die Landwirte Brandenburgs bekräftigt. Zur Eröffnung des Landeserntefestes am Samstag in Prenzlau sagte der Ministerpräsident, das Fest solle auch in Zukunft ein Signal dafür sein, „dass das Land Brandenburg bei allen Härten der Wetterlagen und bei allen Anpassungen auf den Märkten zu seinen Landwirten steht. Wir wollen die Landwirtschaft, wir brauchen die Landwirtschaft. Und wer die Landwirtschaft braucht, braucht vor allem die Menschen, die auf dem Land leben und arbeiten.“

Platzeck machte deutlich, dass das diesjährige Landeserntefest mit gemischten Gefühlen begangen wird: „Nach der Flut die Dürre, nach der Haushaltskonsolidierung der vergangenen Jahre neue Sparzwänge in nie da gewesener Größenordnung, die am Agrarhaushalt des Landes nicht vorbeigehen.“ Tatsache sei, dass in den kommenden Jahren erheblich weniger staatliches Geld zur Verfügung stehen werde, um den Strukturwandel im ländlichen Raum zu fördern. Deshalb müsse es gelingen, das Ziel einer wirtschaftlich gesunden Agrarstruktur zunehmend auch mit anderen Mitteln zu erreichen: „Bäuerliche Tugenden der Selbstständigkeit, der Verantwortungsbereitschaft, der Nähe zur Natur, des landwirtschaftlichen Sachverstands ebenso wie der traditionelle Wunsch, Produkte von hoher Qualität zu erzeugen, haben nichts von ihrer Geltung verloren. Der althergebrachte Ehrenkodex ist heute in Zeiten der Lebensmittelskandale und des Verbraucherschutzes ein Entwicklungsvorteil.“

Platzeck versicherte zugleich, dass die Landwirte angesichts der Dürrefolgen in diesem Jahr nicht allein gelassen werden. Hier müsse sich vielmehr die Solidargemeinschaft beweisen: „Durch Pachtpreisstundung für öffentliche Flächen, durch Stundung der Beiträge zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, durch die vorgezogene Auszahlung der Ausgleichszulage und anderes mehr hat das Land zu helfen versucht. Die Landesregierung stellt darüber hinaus in diesem und dem nächsten Jahr jeweils 7,5 Millionen Euro als Hilfe für existenzgefährdete Betriebe zur Verfügung. Wir haben in den zurückliegenden Wochen mit Nachdruck verhandelt und eine Bund-Länder-Verwaltungsvereinbarung vorbereitet. Damit sind aus meiner Sicht die Voraussetzungen geschaffen, um das Geld binnen kurzer Frist auszuzahlen.“