Staatskanzlei

Woidke und Klement würdigen Leistung der mehr als
37.000 Brandenburger Handwerksbetriebe

veröffentlicht am 18.09.2026

Das Handwerk im Mittelpunkt: Anlässlich des nationalen Tags des Handwerks am Samstag (19. September) haben Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Wirtschaftsministerin Martina Klement die Leistungen von mehr als 37.000 Handwerksbetrieben in Brandenburg gewürdigt. Beide betonen, dass das Handwerk eine der zentralen Säulen der brandenburgischen Wirtschaft ist und mit rund 185.000 Beschäftigten sowie einem Jahresumsatz von 18,6 Milliarden Euro für regionale Wertschöpfung steht. Im Jahr 2025 bildeten 3.677 Handwerksbetriebe rund 8.000 Lehrlinge aus – das entspricht etwa 30 Prozent aller Auszubildenden im Land.  

Woidke: „Brandenburgs Handwerk hat Charakter: Unsere Handwerkerinnen und Handwerker packen an, bilden aus und sorgen jeden Tag dafür, dass unser Land funktioniert – auch wenn es nicht immer leicht von der Hand geht. Denn der Bedarf an Fach- und Arbeitskräften wächst und steigende Kosten belasten unsere Betriebe zunehmend. Dennoch sind Investitionen in moderne Technologien und zukunftsfähige Strukturen unverzichtbar. Künstliche Intelligenz kann hierbei helfen, die eigentliche Leistung des Handwerks aber nicht ersetzen. Denn handwerkliche Qualität entsteht durch Erfahrung, Präzision und Können der Menschen, die vor Ort anpacken.“ 

Klement: „Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und fest in den Regionen Brandenburgs verankert. Mit ihrem Können, ihrem Unternehmergeist und ihrer Ausbildungsleistung schaffen Handwerkerinnen und Handwerker Wertschöpfung, sichern Arbeitsplätze und geben jungen Menschen Perspektiven. Dafür gebührt ihnen unser großer Respekt und unsere Anerkennung. Mit der Meistergründungsprämie unterstützen wir Handwerkerinnen und Handwerker dabei, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und Verantwortung für die Zukunft ihrer Betriebe zu übernehmen. Als Landesregierung wollen wir ihnen den Rücken freihalten – mit verlässlichen Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und gezielter Unterstützung, damit das Handwerk auch künftig erfolgreich wirtschaften und Brandenburg voranbringen kann.“ 

Mit dem Aktionsprogramm „Zukunft des Handwerkes im Land Brandenburg“ setzt die Landes-regierung gemeinsam mit den Handwerkskammern und Sozialpartnern auf konkrete Maßnahmen in den Bereichen Berufsorientierung, Ausbildung, Transformation und Bürokratieabbau

Auch die Förderung von Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen bleibt ein wichtiger Baustein. Die Meistergründungsprämie wird derzeit überarbeitet und soll künftig auch einen Bonus für den Abschluss einer Meisterausbildung umfassen. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau moderner Bildungs- und Technologietransferstrukturen. Mit dem Leistungszentrum Nord in Königs Wusterhausen wird etwa aus Mitteln des Just Transition Fund (JTF) und des Landes ein neues Zentrum für Aus- und Weiterbildung sowie Technologietransfer gefördert. Es schafft zusätzliche Kapazitäten unter anderem in Elektrotechnik, Gebäudetechnik, erneuerbaren Energien, Kfz-Technik und Digitalisierung. 

Damit wird das Handwerk gezielt dabei unterstützt, die Herausforderungen des Fachkräftemangels, der Digitalisierung und der Energiewende zu bewältigen und neue Chancen für Wachstum und Innovation zu nutzen.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 83.1 KB)