„Herausragend für die Erinnerungskultur“ – Staatssekretär Kolesnyk eröffnet Ausstellung „Kein schöner Land“ in Berlin
veröffentlicht am 15.07.2026
Erinnerung an die Todesopfer rechtextremistischer Gewalt in Brandenburg seit 1990: Staatssekretär David Kolesnyk hat heute die Ausstellung „Kein schöner Land“ des Vereins Opferperspektive in der Brandenburger Landesvertretung in Berlin eröffnet. Kolesnyk betonte: „Der Rechtsextremismus und seine Gewaltexzesse sind die größte Bedrohung für unsere freiheitliche Gesellschaft und ein tolerantes und offenes Miteinander. Die Ausstellung zeigt, dass wir insbesondere die Jugend in schwierigen Zeiten nicht aus dem Blick verlieren dürfen, denn an nahezu jeder dieser Straftaten waren Jugendliche beteiligt.“
Als erstes Bundesland hatte Brandenburg im Jahr 2013 eine unabhängige Untersuchung zur Einstufung umstrittener Fälle angeordnet. Im Ergebnis wurden mehr Taten als rechtsextremistisch motiviert anerkannt. Dass diese Aufarbeitung möglich war, geht ganz maßgeblich auf das Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen wie der Opferperspektive zurück. Kolesnyk: „Mein Dank und meine Anerkennung geht an alle bei der Opferperspektive und weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen Engagierten. Sie setzen sich ein für die konsequente Aufklärung solcher Gewalttaten, für die Wissensvermittlung und nicht zuletzt für ein würdiges Gedenken. Sie leisten Herausragendes für die Erinnerungskultur und das gesellschaftliche Miteinander in unserem Land.“
Hintergrund
Die Ausstellung „Kein schöner Land“ war bereits an vielen Orten in Brandenburg zu Gast. Zuletzt in Blankenfelde-Mahlow, wo an Noël Martin erinnert wurde, der vor 30 Jahren von Rechtsextremen angegriffen und so schwer verletzt wurde, dass er 2020 an den Spätfolgen verstarb. Die Ausstellung umfasst 23 Tafeln zu den Todesopfern rechtsextremistischer Gewalt und informiert über die Tathergänge, die juristische Aufarbeitung sowie die persönlichen Lebensgeschichten der Betroffenen. Die Ausstellung ist vom 16. Juli bis 31. August 2026 täglich von 10:00 bis 15:00 Uhr im Garten der Landesvertretung zu besichtigen.

