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Den Opfern der Schlacht um die Seelower Höhen: „Erinnerung wachhalten, um Frieden zu sichern“

veröffentlicht am 15.04.2020

Das Land Brandenburg gedenkt am (morgigen) Donnerstag (10.00 Uhr) in einer stillen Zeremonie der mehreren 10.000 Toten der Schlacht um die Seelower Höhen vor 75 Jahren, mit der die Rote Armee den Kampf um die Befreiung Berlins einleitete. Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Jutta Jahns-Böhm, wird zwei Kränze niederlegen, zunächst an der Gedenkstätte Seelower Höhen für die sowjetischen Soldaten und dann auf dem städtischen Friedhof, wo sich die Gräber der Zivilisten, Zwangsarbeiter und gefallenen Wehrmachtsangehörigen befinden. Sie wird an der Gedenkstätte auch den russischen Botschafter in der Bundesrepublik, Sergej Netschajew, begrüßen.


Ursprünglich hatte der Landkreis Märkisch-Oderland eine gemeinsame Gedenkveranstaltung und einen ökumenischen Gottesdienst zur Erinnerung an diese letzte große Schlacht des 2. Weltkriegs geplant. Diese musste jedoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Stattdessen finden nun auf Initiative von Landrat Gernot Schmidt individuelle Gedenken statt.


Staatssekretärin Jahns-Böhm erklärte am Vorabend des Gedenkens: „75 Jahre nach der Schlacht um die Seelower Höhen ist die dortige Gedenkstätte eine immerwährende Erinnerung an den grausamen Krieg und seine unzähligen Opfer. Das Gedenken an die gefallenen Soldaten der Roten Armee sollte uns zugleich Verpflichtung zu einer guten Zusammenarbeit mit Russland heute sein.


Wir trauern selbstverständlich auch um die deutschen Gefallenen und die vielen Zivilisten und Zwangsarbeiter, die der letzten Phase des Krieges sinnlos zum Opfer fielen. Die Schlacht um die Seelower Höhen mahnt uns eindrücklich, die Erinnerung an Gewalt, Unterdrückung und Diktatur wachzuhalten, um Freiheit, Demokratie und Frieden für die Zukunft zu sichern."

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 107.3 KB)