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DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse startet im Sommer / Land unterstützt Ansiedlung mit mehr als 12 Millionen Euro

Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung teilt der stellvertretende Regierungssprecher Martin Bialluch mit:

veröffentlicht am 02.04.2019

Die Strukturentwicklung in der Lausitz geht voran: Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute die Pläne für den Aufbau eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für CO2-arme Industrieprozesse an den beiden Standorten Cottbus und Görlitz/Zittau im Kabinett vorgestellt. Das länderübergreifende Institut soll offiziell im Sommer starten. Brandenburg stellt 2019 und 2020 zunächst 12,2 Millionen Euro für die Ansiedlung des DLR-Instituts bereit, die bereits Ende 2018 im Landeshaushalt veranschlagt wurden. Insgesamt  zehn Millionen Euro fließen in den Aufbau des Instituts, mit 2,2 Millionen Euro werden Personal- und Sachkosten finanziert. Weitere Mittel kommen vom Bund und vom Freistaat Sachsen.


Wissenschaftsministerin Münch: „Mit der Ansiedlung von hochkarätigen Forschungseinrichtungen im Umfeld der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg stärken wir den Forschungsstandort Lausitz, fördern die Strukturentwicklung und gestalten die Zukunft der Region. Dabei wollen wir die begonnene Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft weiter ausbauen und den Wissenstransfer verstärken. Dies ist wesentlich für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftesicherung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region. Weitere Landesmittel stehen für den Start des Fraunhofer-Instituts für Energieinfrastruktur und Geothermie sowie für die Beschaffung eines 3DLAB zur Erforschung von Werkstoffen, Prozessen und Produkten an der BTU bereit. Mit diesen langfristig angelegten und nachhaltigen Neuansiedlungen bringen wir die Lausitz weiter voran."


Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ergänzte: „Mit dem DLR-Institut bekommt die LEAG einen idealen Partner, um die Umrüstung eines Kohlekraftwerks in ein CO2-emmissionsarmes Speicherkraftwerk zu erproben. Ein solches Speicherkraftwerk kann einen echten Beitrag zur Energiewende leisten, denn es klemmt ja gerade an fehlenden Speichern. Zudem könnten die bisherige Kraftwerksinfrastruktur sowie ein großer Teil der Arbeitsplätze erhalten werden. Über ein Speicherkraftwerk hinaus sind jedoch umfassende Investitionen in der Lausitz notwendig, um die Strukturentwicklung zu meistern. Hierzu zählt unter anderem auch das in Cottbus entstehende Kompetenzzentrum, das sich mit dem Klimaschutz in energieintensiven Industrien beschäftigen wird. Wenn unsere energieintensive Industrie wettbewerbsfähig ist, profitiert davon das ganze Land."


Die Ansiedlung des neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört zu den vom Bund geförderten Vorhaben, die zur Strukturentwicklung in den Braunkohleregionen beitragen sollen. Mit der Umstellung auf Erneuerbare Energien für eine emissionsarme Energieversorgung wird der Braunkohleabbau nach und nach eingestellt. Um vorhandene Investitionen weiter zu nutzen und Arbeitsplätze zu erhalten, verfolgt das DLR einen Ansatz zur Umrüstung von Kohlekraftwerken zu Speicherkraftwerken. Im Fokus stehen die weitere Nutzung vorhandener Kraftwerksinfrastrukturen und die Umrüstung von Kohle- zu Wärmespeicherkraftwerken.

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