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Miteinander der Generationen obs/Deutsche Fernseh

Marktplatz der Möglichkeiten 2018

Die Erfahrungen mit der „Best-Practice“-Broschüre zum demografischen Wandel und die positive Resonanz darauf haben gezeigt, dass es im Land Brandenburg viele engagierte Menschen gibt, die mit Kreativität und Tatkraft die unterschiedlichen demografischen Herausforderungen anpacken. Der „Marktplatz der Möglichkeiten“ soll hier allen interessierten Brandenburgern eine Plattform bieten, um Anregungen zu vermitteln sowie Ideen zu sammeln und zu veröffentlichen.

Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle jeweils monatlich Projekte präsentieren, die „Gute Lösungen“ auf unterschiedlichen Feldern des demografischen Wandels anbieten.

Aber ein Forum braucht auch den Austausch: Wir suchen Vorschläge für neue interessante„Best-Practice-Projekte des Monats“ und stehen Ihnen unter Kontakt gern zur Verfügung. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie sich bei einem der vorgestellten Projekte gern einbringen möchten oder selbst ein Beispiel zum Nachahmen suchen. Ansprechpartner zu den Projekten finden Sie im Übrigen auch am Ende der jeweiligen Projektbeschreibungen.

  • Juli: „Bleienten" retten Schwimmbad

    Briesener Bleienten

    Als das kleine Freibad in Briesen wegen Personalmangels von Schließung bedroht war, griffen die Dorfbewohner zur Selbsthilfe. Frauen und Männer ließen sich im Frühjahr 2016 als Rettungsschwimmer ausbilden und übernahmen ehrenamtlich die Aufsicht über den Badebetrieb. Seither sorgt die als „Briesener Bleienten" bekannte Gruppe dafür, dass das Freibad in dem Ortsteil von Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald weiter von Groß und Klein genutzt werden kann. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete  die Initiative heute in Briesen als „Demografie-Beispiel des Monats" Juli aus. 


    Die zwölf Frauen und Männer von den „Briesener Bleienten" sind alle berufstätig und engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich als Rettungsschwimmer. Durch ihren Einsatz ist es auch möglich, dass der Schwimmunterricht für Schule und Hort in dem Bad stattfinden kann. Nicht nur Mädchen und Jungen aus Briesen, sondern auch aus benachbarten Orten ziehen dort ihre Bahnen.


    Die „Bleienten" wachen über deren Sicherheit und können auch die Seepferdchen-Prüfung abnehmen. Zudem werden sie angefragt, wenn ihre Hilfe in der Umgebung - etwa in einem Ferienlager - benötigt wird. All das kostet viel Kraft und Freizeit, denn als Rettungsschwimmer müssen die Frauen und Männer häufig trainieren und alle zwei Jahre Auffrischungsprüfungen absolvieren. Der jüngste Nachweis steht jetzt an. Um Nachwuchs müssen sie sich keine Sorgen machen, drei Anwärter sind in Ausbildung zum  Rettungsschwimmer.


    Staatssekretär Gorholt sagte bei der Auszeichnung: „Das Engagement der Briesener ist beeindruckend. Sie haben auf ihre eigenen Kräfte gesetzt und gemeinsam eine Lösung gefunden, um den Badebetrieb aufrechtzuerhalten. Dabei geht es nicht nur um ein Freizeitvergnügen. Kinder können hier weiter schwimmen lernen - eine Fähigkeit, die lebenswichtig ist. Zugleich ist das Freizeitzentrum, in dem sich das Bad befindet, ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, durch das das Miteinander im Ort mit seinen 310 Einwohnern gestärkt wird. Wie sehr der Einsatz der ‚Bleienten‘ abfärbt, zeigt sich daran, dass bald Neue im Team begrüßt werden können."


    Virginie Hoppe  und  Susann Fischer  von den „Briesener Bleienten" sagten: „Vor 41 Jahren wurde dieses Freibad von der Dorfgemeinschaft gebaut, um den Kindern der umliegenden Gemeinden das Schwimmen beizubringen. Dieses Freibad/ Kulturzentrum hält die Dorfgemeinschaft  zusammen. Dieser Zusammenhalt darf in der ländlichen Region nicht verloren gehen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, auch weiterhin den Kindern das Schwimmen beizubringen. Uns ist es ein großes Anliegen, das stillgelegte Nichtschwimmerbecken wieder in Betrieb zu nehmen, um auch kleineren Kindern die Angst vor dem Wasser zu nehmen."



    Die Initiative „Briesener Bleienten" ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.


    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Juli: Virginie Hoppe und Susann Fischer;  wallihopp@gmail.com oder susannfclara@yahoo.de


    Mehr Informationen


    http://www.brandenburg.de/de/demografie/bb1.c.547439.de


    Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de

  • Juni: Initiative „Agenda-Diplom Schwedt“

    Agenda Diplom Schwedt

    Freizeitspaß und dabei spielerisch jede Menge lernen – das ist das Konzept der uckermärkischen Initiative „Agenda-Diplom Schwedt“. Das MehrGenerationenHaus im Lindenquartier organisiert mit Hilfe von 45 Partnern dieses kostenlose Ferienprogramm. Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren können Sportarten ausprobieren oder werkeln und basteln. Zudem bekommen sie viele Informationen über Unternehmen und ihre Heimat. Staatskanzleichef Thomas Kralinski zeichnete die Initiative heute rechtzeitig vor Beginn der sommerlichen Ferienzeit in Schwedt als „Demografie-Beispiel des Monats“ aus.


    Staatssekretär Kralinski sagte: „Mit diesem Projekt wird Kindern und auch Eltern gezeigt, welche Chancen ihre Stadt bietet. So können sich bereits Grundschulkinder über verschiedene Berufe informieren. Das ist ein erster wichtiger Schritt, um Interesse für eine Berufsausbildung in der Region zu wecken und damit langfristig den Fachkräftebedarf zu sichern. Bei anderen Veranstaltungen erforschen die Kinder Natur und Umwelt oder machen sich mit der Geschichte der Region vertraut. Das stärkt die Heimatverbundenheit.“


    Kralinski lobte, dass beim „Agenda-Diplom“ viele Partner an einem Strang ziehen: „Vereine und Organisationen, Verwaltung und Unternehmen stricken gemeinsam an einem spannenden und lehrreichen Programm.“



    Bärbel Glogau, Geschäftsführerin des Verbandsbereichs Uckermark der Volkssolidarität, sagte: „Das MehrGenerationenHaus in einer Stadt wie Schwedt bietet sich als Koordinations- und Vernetzungsplattform für das „Agenda-Diplom“ geradezu an. Das hat der Träger Volkssolidarität LV Brandenburg e.V. bereits im Jahr 2015 erkannt und mit großem Engagement gefördert. Das „Agenda-Diplom“ hat von Jahr zu Jahr mehr Erfolg. Auch die eigenen Dienstleistungen des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes wie ambulante Pflegedienste, Kindertagesstätten und psycho-soziale Dienste beteiligen sich am „Agenda-Diplom“ 2018.“

    Insgesamt können die Kinder unter rund 50 Veranstaltungen wählen. Dazu gehören Tischtennis, Paddeln, Inlinehockey, Tanz, eine Jugendschreibwerkstatt, ein Zeichenkurs oder eine Tümpeltour. Sie können sich im Rathaus beim Bürgermeister, im Polizeirevier, bei der Feuerwehr, im Amtsgericht, bei den Uckermärkischen Bühnen oder in einem Hotel umsehen. Für jede besuchte Veranstaltung gibt es eine Unterschrift oder einen Stempel. Wer eine volle Stempelkarte hat, erhält bei einer öffentlichen Verleihung vom Bürgermeister das „Agenda-Diplom“.

    Das Projekt wird auch von der Stadt Schwedt, der Stadtsparkasse sowie der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft UVG unterstützt, die den Teilnehmern eine kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht. Schwedt ist nicht die einzige Stadt in der Uckermark, die ein Agenda-Diplom anbietet – auch Prenzlau (seit 2011) und Angermünde (seit 2018) sind dabei. Zudem hat Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) das erfolgreiche Konzept übernommen.

    Die Initiative „Agenda-Diplom Schwedt“ ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt.

  • Mai: Studieren und wohnen an der Oder – Initiative „Zieh nach Frankfurt“

    Mehr Uni-Flair für die Uni-Stadt Frankfurt (Oder): Mit diesem Anspruch hat der Allgemeine Studentische Ausschuss (AStA) der Europa-Universität Viadrina im Vorjahr die Initiative „Zieh nach Frankfurt" gestartet. Er will Kommilitonen davon überzeugen, am Studienort auch zu wohnen, da rund die Hälfte der Viadrina-Studierenden Pendler sind. Für ihre Kampagne wurde der AStA nun ausgezeichnet. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Kralinski, überreicht heute in der Oder-Stadt die Auszeichnung „Demografie-Beispiel des Monats".

    Kralinski betonte: „Mit ihrer Initiative reagiert der AStA passgenau auf ein regionales Phänomen. Durch das Pendeln vieler Viadrina-Studenten wird ein Großteil des Potentials zur Belebung der Stadt, aber auch für das studentische Miteinander verschenkt. Die Kampagne zählt ausführlich die Vorzüge der Oder-Stadt auf und nutzt dabei auch Kommunikationswege wie Social Media, die gerade junge Leute ansprechen. Zugleich hat sie einen Austausch zwischen Studenten, Stadt und weiteren Akteuren um die Zukunft von Frankfurt in Gang gesetzt. Dadurch können weitere Projekte angestoßen werden, auch um Studierende nach Abschluss des Studiums in der Region zu halten."

    Georg Gauger, Referent für Hochschulpolitik, Außen- und Städtepolitik und einer der beiden Koordinatoren der Kampagne „Zieh nach Frankfurt": „Eine Universität alleine macht eine Stadt noch lange nicht zu einer Studi-Stadt. Günstige Mieten, die große Kulturszene und die Nähe zu Polen machen Frankfurt (Oder) zu einem tollen Ort zum Leben. Wir haben hier Freiräume und Chancen, die Studierende in anderen Städten nicht haben. Das ist unsere Stärke, dafür wollen wir werben. Berlin kann jeder. Frankfurt muss man wollen."

    Bei der Kampagne listet der AStA sieben Gründe auf, die die Studierenden zu einem Wohnortwechsel bewegen sollen. So schenkt Frankfurt jedem Studenten, der seinen Erstwohnsitz in die Stadt verlegt, ein Begrüßungsgeld von 200 Euro. Verwiesen wird auf niedrige Mieten, gute Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten auch in der polnischen Nachbarstadt Slubice oder günstige Lernbedingungen in der Viadrina-Bibliothek. Die Vorteile werden über großflächige Plakate und Bilder, aber auch per Internet (http://www.asta-viadrina.de/zieh-nach-frankfurt-2/) und Facebook angepriesen.       

    Inzwischen hat die Planung für die diesjährige Kampagne begonnen. Vorgesehen sind gezieltere Werbung, ein Magazin und die Unterstützung bei WG-Gründungen. Auch eine Kooperation mit Kulturveranstaltern wird angestrebt.

    Die Initiative „Zieh nach Frankfurt" ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Mai: AStA-Büro, Georg Gauger, Tel. 033527626579; E-Mail asta-hopo-aussen@europa-uni.de

    Weitere Informationen: http://www.asta-viadrina.de/zieh-nach-frankfurt-2/

  • April: Gesellig im Alter - „Milower Männerfrühstück" als „Demografie-Beispiel des Monats" ausgezeichnet

    Milower Männerfrühstück

    Das Projekt „Milower Männerfrühstück" im Havelland ist das „Demografie-Beispiel des Monats" April. Der Beauftragte für Internationale Beziehungen, Staatssekretär Martin Gorholt, überreichte die Auszeichnung am 15. April an die Initiatoren. Mit im Gepäck hatte er fünf Gläser Honig aus dem Staatskanzlei-eigenen Bienenstock. Seit 2016 können ältere und vorwiegend alleinstehende Männer einmal im Monat in geselliger Runde frühstücken und plaudern. Damit sollen Selbstständigkeit und Lebensqualität gestärkt werden. Zu Beginn des Projektes kamen zehn Männer, mittlerweile sind es knapp 40.


    Gorholt betonte: „Diese Initiative hat Vorbildcharakter und ist ein echtes Erfolgsprojekt. Es verfolgt einen neuen Ansatz für eine gesellschaftliche Einbindung von älteren Menschen im ländlichen Raum. Der stetig steigende Pflegebedarf gehört ebenso zum demografischen Wandel wie leider auch Vereinsamung und Verlust von Gemeinschaft. Das ‚Milower Männerfrühstück‘ setzt dem mit einfachen Mitteln etwas entgegen. Für uns alle ist es schöner, in Gesellschaft Zeit zu verbringen, gemeinsam zu essen und sich auszutauschen. Aber dafür muss man zueinander finden und es braucht ein regelmäßiges, einladendes Angebot. Das gibt es hier in Milow."

    Projektkoordinatorin Ines Neidt erzählt: „Liebevoll vorbereitet wird das Frühstück von den Frauen der ehrenamtlichen Projektarbeitsgruppe. Vom Einkauf bis zum Eindecken der Frühstückstafel im Gemeindezentrum einschließlich der Anfertigung kleiner Aufmerksamkeiten - alles erfolgt in Eigenregie."

    Das „Milower Männerfrühstück" ist Teil der Bemühungen der Qualitätsgemeinschaft Pflege in Kooperation mit der AOK Nordost zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. Die Qualitätsgemeinschaft Pflege ist ein Zusammenschluss von Altenpflegeheimen und Pflegediensten, die von den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg getragen werden. Aktuell leben rund 112.000 pflegebedürftige Menschen im Land Brandenburg.

    Das Projekt ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats April:
    Frau Ines Neidt;
    Tel.: 0152 5405 8027;
    E-Mail: ines.neidt@qgp-brandenburg.de und dieter.wollenberg@gmx.eu

  • März: Lindower Partnerschaftsverein als 100. "Demografiebeispiel des Monats" ausgezeichnet

    Auszeichnung des Projekts

    26.03.2018 - Jubiläum auf dem „Markplatz der Möglichkeiten“ zum demografischen Wandel: Die Staatskanzlei ehrte heute zum 100. Mal ein „Demografie-Beispiel des Monats“. Der Beauftragte für Internationale Beziehungen, Staatssekretär Martin Gorholt, überbrachte die Auszeichnung dem Partnerschaftsverein "Internationale Beziehungen" der Stadt Lindow (Mark) im Landkreis Ost-prignitz-Ruppin.

    Gorholt: „Die Lindower machen genau das, wofür unser „Markplatz der Möglichkeiten“ mit den mittlerweile 100 großartigen Ideen für den Umgang mit dem demografischen Wandel steht: Für Einfallsreichtum und Kreativität, für Mut und Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, sich nicht mit Problemen abzufinden, sondern mit Lust anzupacken und Lösungen zu suchen.“

    Als die Staatskanzlei vor neun Jahren das Projekt „Demografie-Beispiel des Monats“ ins Leben rief, sollte nicht vorrangig Bewährtes geehrt werden. Gorholt: „Uns ging es von Anfang an um pfiffige Ideen, unkonventionelle Lösungen und natürlich vor allem um Ermutigung. Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass wir jetzt schon das 100. Projekt auszeichnen können. Das Konzept ist also aufgegangen. Es ist eine Kultur des Anpackens und des Miteinanders überall im Land entstanden, die auch hier in Lindow gelebt wird. Der Partnerschaftsverein weiß genau, worauf es ankommt: auf die Jugend, auf Zusammenhalt und auf Menschlichkeit. Danke für das Engagement.“

    Der Verein pflegt Städtepartnerschaften und Beziehungen mit Orten in Frankreich, Ungarn und Tschechien. Unter Leitung von Vereinschef Dieter Eipel organisieren die 46 ehrenamtlich tätigen Mitglieder internationale Jugendtreffen, Bildungsprojekte und Kulturkooperationen. Nach Ungarn gehen regelmäßig Hilfstransporte für benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

    In Lindow selbst betreibt der Verein den „Kidsclub“ für Kinder und Jugendliche. Außerdem baut er mit finanzieller Unterstützung des Landes eine Begegnungsstätte mit Kreativwerkstatt auf, in der Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Herkunft gemeinsam arbeiten können. Dafür stehen Nähmaschinen sowie Geräte für Holz- und Metallbearbeitung bereit. Ziel ist, dass junge Menschen handwerkliche Fähigkeiten und berufliche Perspektiven entwickeln können.

  • Februar: Bücher hinterm Schankraum - "Fläming Bibliothek Rädigke"

    Auszeichnung des Projekts

    16.02.2018 - Gastwirtschaft und Bücherei unter einem Dach - diese ungewöhnliche Symbiose hat dem kulturellen Leben im 170-Einwohner-Dorf Rädigke im Landkreis Potsdam-Mittelmark neuen Aufschwung gegeben. Die Staatskanzlei würdigte die „Fläming Bibliothek Rädigke" im Dorfgasthof Moritz heute als „Demografie-Beispiel des Monats" Februar. Staatskanzleichef Thomas Kralinski überreichte die Auszeichnung an die Initiatoren der ersten Gasthofbibliothek Deutschlands.


    Kralinski sagte: „Multifunktionalität heißt eines der Rezepte, um dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen und auch in kleinen Orten Angebote der Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten. In Rädigke wurde dazu der Festsaal des Gasthofes Moritz zur Bibliothek umgestaltet. Die Bücherei im Ort erspart Leseratten lange Wege. Zugleich bieten Bibliothek und Veranstaltungen im Gasthof Einwohnern Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Ideen für das Zusammenleben im Dorf zu entwickeln. Hier werden alle Generationen einbezogen und auch den Jüngsten Anreize zum Lesen und Mitmachen geboten. Dieses Miteinander stärkt das Heimatgefühl und den Zusammenhalt im Ort. Ich wünsche mir, dass dieses Erfolgsprojekt in anderen Orten Nachahmer findet."



    Die 2006 gegründete „Fläming Bibliothek Rädigke" wird ehrenamtlich vom gleichnamigen Verein betrieben. Nicht nur zu offiziellen Öffnungszeiten können Bücher ausgeliehen werden. Solange der Gasthof offen ist, können Literaturinteressierte unter den rund 4.000 Titeln wählen. Der Bestand wird viermal im Jahr vom Vereinsvorsitzenden Steffen Gommel durch Neuerscheinungen aktualisiert, vor allem durch Spenden von Verlagen, aber auch von Besuchern. Mittlerweile hat die Bibliothek rund 970 Nutzer, die auch aus Nachbarorten kommen.



    In der Bücherei finden Dichterlesungen, Buchdiskussionen oder Themenabende zur Regionalliteratur statt. Mittlerweile wurden in Rädigke auch weitere Projekte realisiert. So wurden zum fünften Jahrestag der Bibliothek ein Lesestein- und Literaturweg sowie zum zehnten Jahrestag ein Lesesteinweg für Kinder eröffnet. An 26 Stationen dieses Weges wurden von Kindern des Dorfes Kacheln angebracht, die Motive aus bekannten Kinderbuch-Geschichten widergeben.



    Die „Fläming Bibliothek Rädigke" ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.



    Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Februar: Gasthof Moritz, E-Mail info@gasthof-moritz.de, Tel. 033848/60292

  • Januar: Vom ausgedienten Laden zum angesagten Treffpunkt - „FamilienCafé lokal.“

    Auszeichnung des Projekts

    19.01.2018 - Das „FamilienCafé lokal.“ des Jugendfördervereins Chance aus Buckow in der Märkischen Schweiz ist das erste „Demografie-Beispiel des Monats“ in diesem Jahr. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Kralinski, überreichte heute in der Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland die Aus-zeichnung. Das von jungen Leuten in einem leer stehenden Laden in der Innenstadt eingerichtete Cafè ist heute Anlauf- und Begegnungsstätte für alle Generationen. Kralinski überbrachte zugleich einen Zuwendungsbe-scheid über knapp 49.000 Euro für das jüngste Vorhaben des Jugendförder-vereins, das Rückkehrerprojekt „hierzulande(n)“.

    Im Mittelpunkt stehen Angebote für Kinder und Familien. In den Räumen des Cafés finden zudem Konzerte, internationale Kochabende mit Flüchtlingen, Stammtischtreffen mit Jugendlichen und kommunalpolitische Theaterabende statt. Die Initiatoren engagieren sich mit der im „lokal.“ angedockten Bürgerbühne und dem Straßentheaterfestival „Tag der deutschen Einsicht“ auch für demokratische Bildung und Toleranz.


    Kralinski sagte: „Genau das ist die richtige Antwort auf den demografischen Wandel. Einwohner engagieren sich als Experten in eigener Sache und gestalten mit innovativen Ideen ihr Umfeld. In Buckow haben sie nicht nur einen Ort ge-schaffen, der Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen und Miteinander, sondern auch zur politischen Diskussion und Beteiligung bietet. Mit der Bürger-bühne und dem Straßentheaterfestival haben sie ein wirkungsvolles Format ent-wickelt. Wer mitwirken kann, fühlt sich nicht abgehängt!“


    Bei der „Bürgerbühne“ greifen wechselnde Darsteller und Moderatoren jeweils am letzten Sonntag des Monats kommunalpolitische Themen auf und diskutieren diese mit Einwohnern. Mit regelmäßig 40 bis 50 Teilnehmern wird dieses Format gut angenommen. Das bei den Veranstaltungen entstehende Meinungsbild mün-det beispielsweise durch die Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenver-sammlung auch in politisches Handeln.