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Wirtschaftliche Perspektiven Brandenburgs gestärkt

veröffentlicht am 24.06.2005

Ministerpräsident Platzeck und Wirtschaftsminister Junghanns bei Veranstaltung der Deutschen Bank AG

Ministerpräsident Matthias Platzeck und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns sehen das Land Brandenburg durch die Neuausrichtung der Förderpolitik in seinen wirtschaftlichen Perspektiven gestärkt. Das hoben beide Politiker heute bei einer Veranstaltung der Deutschen Bank AG in Potsdam zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven des Landes Brandenburg“ hervor.

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht ganz Deutschland 15 Jahre nach der deutschen Vereinigung in einer Phase des Umbaus und der Neustrukturierung im sozialen und wirtschaftlichen Bereich. Platzeck zeigte sich zugleich überzeugt, dass dieser Prozess zu einem positiven Ergebnis führen wird: „Die politische Wende in der DDR war auch eingedenk mancher Enttäuschungen, aller Chancenungleichheiten und weitaus zaghafter blühenden Landschaften eine Wende zum Besseren: Zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“ Platzeck sprach in diesem Zusammenhang von einer „enormen Aufbauleistung“ in Ostdeutschland. Allerdings liege nur der „politische Umbruch hinter uns“. Nötig sei es jetzt, anstehende Probleme nüchtern zu analysieren und den Fokus auf die Chancen zu richten.

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns sieht diese Chancen für Brandenburg vor allem in der Entwicklung der wirtschaftlichen Potenziale des Landes: „Stärken stärken ist der Weg zu wirtschaftlichem Wachstum und für mehr Beschäftigung. Deshalb werden wir die Wirtschaftsförderung auf den Brandenburger Mittelstand und auf wachstumsstarke Branchen ausrichten. Damit kehren wir von der bisherigen Politik der Flächenbetrachtung ab und stellen den unternehmerischen Bestand im Land in den Vordergrund.“

„Insgesamt haben wir 16 Branchen ermittelt, die sich im Land besonders gut entwickelt haben und von denen wir erwarten, dass sie vergleichbar bessere Entwicklungschancen haben als andere“, betonte Minister Junghanns. „Diese starken Branchen wollen wir besonders voranbringen – bei Investitionen, Innovationen, Netzwerkbildung und Markterschließung. Ein weiteres wirtschaftspolitisches Zukunftsthema für Brandenburg ist die Zusammenarbeit mit Berlin. Unser Ziel ist die Profilierung des gemeinsamen Wirtschaftsraumes unter der Dachmarke ‚Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg’.“

Ministerpräsident Platzeck unterstrich darüber hinaus die wirtschaftlichen Bindungen zu Polen: „Hoffnungsvoll beobachten wir die sich stetig verstärkende wirtschaftliche Dynamik in der ehemaligen Transitregion Ostbrandenburg-Westpolen, die wieder zu der historischen Wirtschaftsregion mit spürbarer Wertschöpfung und grenzüberschreitender Arbeitsteilung zusammenwächst. Maßgeblichen Anteil daran hat der Wegfall der belastenden Staus an den Grenzübergängen, die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren in beiden Ländern und die Vereinfachung vieler gemeinsamer Projekte durch die Tatsache, dass Polen als EU-Mitgliedsland die gleichen Richtlinien umsetzen muss und auf die gleichen Finanzfonds zurückgreifen kann wie Brandenburg. Die Möglichkeiten ostdeutscher Unternehmen, in den Beitrittsländern tätig zu werden, haben sich entscheidend verbessert. Die geografische Nähe hat sich als enormer Standortvorteil erwiesen. Die Kontakte Brandenburger Firmen nach Polen sind um 10 % angestiegen und auch der Außenhandel von Brandenburg in Richtung Polen ist überproportional gewachsen. Heute stammt gut jeder 10. Euro, den brandenburgische Unternehmen im Ausland verdienen, aus Polen. Das ist rund viermal so viel wie der deutsche Durchschnitt. Angesichts des zukünftigen Investitionsbedarfs in unserem Nachbarland lässt sich prognostizieren, dass die Möglichkeiten für hiesige Unternehmen noch bei weitem nicht ausgeschöpft sind.“