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Brandenburg ist stolz auf die Hoffnungstaler Anstalten

veröffentlicht am 18.03.2005

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat den Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau herzlich zum 100jährigen Bestehen gratuliert. In dem Grußwort äußerte er hohe Wertschätzung und Bewunderung für die Arbeit dieser über die Grenzen des Landes hinaus bekannten Einrichtung.

Platzeck schrieb, mit 100 Jahren Hoffnungstaler Anstalten Lobetal sei einmal mehr der Beweis erbracht, dass nur außergewöhnliche Ideen und Ideale die Zeiten überdauerten. Er erinnerte an den Gründer Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der in Bethel bei Bielefeld die ersten Arbeiterkolonien gegründet hatte und der auch in Berlin erlebte, welche brennenden sozialen Probleme Staat und Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhundert verdrängten. Unter dem Motto „Arbeit statt Almosen“ entstand die erste Siedlung dieser Art in der Nähe Berlins, die arbeits- und heimatlosen Männern und Frauen aus den überfüllten Obdachlosenasylen einen Neuanfang ermöglichte. Während der NS-Diktatur, so Platzeck, sei der damalige Lobetaler Anstaltsleiter Paul Gerhard Braune mit seiner furchtlosen Denkschrift über die Bewahrung „lebensunwerten Lebens“ dem verbrecherischen Regime entgegen getreten.

In der DDR-Zeit hätten die finanziellen Mittel zumindest für die Patienten und die Mitarbeiter gereicht. Instandhaltungen oder gar bauliche Vorhaben hätten meist aus dem schmalen Budget der Kirche bestritten werden müssen und doch sei Lobetal weiter gewachsen. Zum Beispiel um das Fachkrankenhaus für die Behandlung von Epilepsiekranken, das bei Fachleuten und Patienten einen hervorragenden Ruf genieße.

Platzeck abschließend: „Heute bieten die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, die wie keine zweite Einrichtung in Brandenburg das gesamte Spektrum sozialer Hilfen umfasst, fast 2300 Plätze. Über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen aufopferungsvoll für die ihnen anvertrauten Menschen. Das sind die nüchternen Zahlen, die nur im geringen Umfang ausdrücken, welch eine immense Bedeutung Lobetal für das Land hat. Sie geben auch keine Auskunft über die außerordentliche Wertschätzung, die die Anstalten national und international genießen. Brandenburg ist stolz, dass es solch eine renommierte soziale Einrichtung hier im Land gibt.“