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Das Berlin-Brandenburgische Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit ist die Stimme Ostdeutschlands im deutsch- französischen Dialog

veröffentlicht am 24.01.2005

Das Kuratorium des 1993 von Brigitte Sauzay und Rudolf von Thadden gegründeten „Berlin-Brandenburgischen Instituts für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa e.V.“ (BBI) hat beschlossen, das Institut, das bislang in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins bestanden hat, in eine Stiftung bürgerlichen Rechts zu überführen. Sitz der Stiftung ist Genshagen (Brandenburg). Kuratoriumsvorsitzender ist der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck; zum Vorsitzenden des Vorstands ist Prof. Dr. Rudolf von Thadden gewählt worden, der bislang zusammen mit Brigitte Sauzay († 2003) die Funktion des Institutsdirektors ausgeübt hat. Auf seinen Vorschlag sind vier weitere Vorstandsmitglieder ernannt worden. Stiftungsorgane sind neben Vorstand und Kuratorium ein Beirat, der mit international anerkannten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft besetzt ist. Beiratsvorsitzender ist der Historiker Prof. Dr. Michael Werner (Paris).


Stifter sind das Land Brandenburg, das das Schloss Genshagen und den umliegenden Schlosspark in die Stiftung einbringt, sowie die Bundesregierung, vertreten durch die Beauftragte für Kultur und Medien, die sich zu einer dauerhaften Förderung des Instituts bereit erklärt hat. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Der Kuratoriumsvorsitzende Matthias Platzeck sprach anlässlich der Gründung von einem „wichtigen Schaufenster für Europa“, das nun eine noch dauerhaftere Institution in Brandenburg darstelle. „Mit der Stiftungsgründung krönt das Institut seine mehr als zehnjährige privat initiierte Aufbauarbeit.“ Platzeck, dessen Kabinettskollegin, Prof. Dr. Johanna Wanka, ebenfalls im Kuratorium vertreten ist, betonte, dass insbesondere die breite Palette von Internationalen Begegnungen in Genshagen das Renommee des Instituts ausmache. Der Vertreter der Bundesregierung im Kuratorium, Dr. Knut Nevermann, wünschte sich neben den immer prominent besetzten Veranstaltungen, bei denen sich Verantwortungsträger der Politik und der Zivilgesellschaft begegneten, auch einen Ausbau des jetzt schon beachtlichen Schwerpunkts von Jugend- und Kulturangeboten der neu gegründeten Stiftung.


Zweck der Stiftung Genshagen ist die Förderung der Völkerverständigung und des Dialogs in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Ausdrückliches Ziel der Stiftung Genshagen als Ort der zivilgesellschaftlichen Begegnung ist es, die deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa, insbesondere mit Blick auf die östlichen Nachbarn zu vertiefen. Hierzu führt sie Tagungen und Projekte durch, die sich im Zusammenhang mit der Integration des erweiterten Europa ergeben. Darüber hinaus kooperiert sie mit verschiedenen in- und ausländischen Partnerinstitutionen.

Der Ministerpräsident lobte das Profil des Instituts, das sich gegenüber seinem Standort in einem neuen Bundesland verpflichtet fühle. Es bringe die ostdeutschen Belange in den deutsch-französischen Dialog ein und wolle dazu beitragen, dass dieser nicht auf einen westdeutsch-französischen Austausch beschränkt bleibe.