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Jugendparlamente Mitstreiter gegen Rechtsextremismus

veröffentlicht am 13.06.2008

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht in den Jugendparlamenten im Land Brandenburg wichtige Mitstreiter in der lokalen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. „Die Kommunalwahlen im Herbst werden ein Indikator für unseren Kampf gegen die rechtsextremen Parteien sein“, sagte Platzeck heute bei dem dreitägigen Treffen mit rund 40 Vertretern von Jugendparlamenten aus 15 brandenburgischen Städten und Gemeinden in Potsdam. „Jeder muss seinen Beitrag für eine demokratische Kultur im Land leisten und Zivilcourage zeigen.“

Der Ministerpräsident unterstützt die Arbeit der Jugendparlamente, die sich vor Ort für die Belange von Kindern und Jugendlichen stark machen. „Ich finde es großartig, dass es junge Leute in den Landkreisen gibt, die sich politisch für ihre Altersgenossen einsetzen. Gesellschaftliches Leben mitgestalten heißt auch eigene Interessen durchsetzen“, sagte Platzeck. Dies präge fürs Leben und gebe Politik ein junges Antlitz.

Jugendbeteiligungen gibt es in Eberswalde, Eichwalde, Rathenow, Rüdersdorf, Senftenberg, Treuenbrietzen, Michendorf, Beelitz, Zossen, Großbeeren, Jüterbog und Brandenburg an der Havel.

Veranstaltet wird das Treffen erstmalig durch die im Sommer 2007 gegründete Landesstelle für Demokratische Jugendbeteiligung. Neben dem Erfahrungsaustausch über Arbeitsweisen und Zielstellungen von Jugendbeteiligungsgruppen, sowie den entsprechenden Partnerstrukturen in den Kommunen wird ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt die praxisnahe Betrachtung und Diskussion zu Auftritten und Strategien rechtsextremistisch geprägter Parteien und Gruppierungen im Vorfeld der Kommunalwahlen in Brandenburg sein. Das Projekt ist Bestandteil des landesweiten Beratungsnetzwerkes in Kooperation mit der Geschäftsstelle des Toleranten Brandenburg. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesprogramms „Förderung von Beratungsnetzwerken – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus / kompetent für Demokratie“.