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Zum 9. November: Platzeck: Lehren aus DDR-Unrecht
für junge Menschen lebendig halten

veröffentlicht am 08.11.2007

18 Jahre nach dem Mauerfall hält es Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck für wichtiger denn je, die Lehren aus dem DDR-Unrecht und der deutschen Teilung für junge Menschen aufzuarbeiten und lebendig zu halten. Anlässlich des 18. Jahrestags des Mauerfalls am 9. November erklärte der Ministerpräsident in Potsdam:

„In den 18 Jahren seit dem Fall der Mauer ist eine neue Generation von Kindern und Jugendlichen herangewachsen, die oft sehr wenig über diesen jüngeren Teil der deutschen Geschichte weiß. Viele der jungen Menschen haben kaum Vorstellungen über die politischen Zustände, aber auch über das Alltagsleben und die Arbeitsbedingungen in der DDR. Es muss daran erinnert werden: Die Trennlinie zwischen den ´beiden Welten in Deutschland´ verlief nicht zwischen „Schatten im Osten und Glanz im Westen“, sondern zwischen Unfreiheit und Freiheit.

Die Landesregierung hat in dieser Woche ein Konzept zur aktiven gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur auf den Weg gebracht, um unsere jüngste Geschichte aufzuarbeiten. Dies war kein Selbstzweck. Vor allem geht es darum, unsere Demokratie zu festigen und zu stärken. Die Freiheit auch in den Köpfen zu bewahren, das ist die Verantwortung jedes Einzelnen. Das war und ist eine Botschaft des 9. November in der deutschen Geschichte. Die friedliche Revolution im Herbst 1989 legte den Grundstein für das Land Brandenburg und seine politische Kultur. Wir sollten nicht vergessen: Die Aufbruchstimmung, die die Ostdeutschen 1989/1990 verspürten, speiste sich vor allem auch aus dem Bewusstsein, dass wir selbst es waren, die die Freiheit und Einheit des Landes auf den Straßen eingefordert haben.“