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Ministerpräsident Platzeck wirbt vor US-Wirtschaftsvertretern für Standort Brandenburg

veröffentlicht am 07.09.2007

Brandenburg will seine Wirtschaftsbeziehungen zu den USA intensivieren. Aus diesem Grund werde er gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation 2008 die USA besuchen, kündigte Ministerpräsident Matthias Platzeck am Freitag in Potsdam in einem Gespräch mit Mitgliedern der American Chamber of Commerce in Deutschland an. Platzeck wies darauf hin, dass die Basis für engere wirtschaftliche Verflechtungen bereits gut ausgebaut sei. Die USA seien schon seit langem ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner für Brandenburg.

2006 waren die USA Platzeck zufolge nach Polen und Großbritannien das drittwichtigste Exportland für Brandenburg. Auch bei dem Importen hätten die USA hinter Rumänien und Polen ebenfalls auf Platz drei gelegen. Große amerikanische Unternehmen wie Oracle, eBay, Goodyear, Tyco und General Electrics hätten in Brandenburg investiert, betonte der Ministerpräsident. Aus seiner Sicht machen die gut qualifizierten Arbeitnehmer und beste Förderbedingungen für Investitionen Brandenburg so attraktiv für Ansiedlungen.

Platzeck warb für Brandenburg als einen Wirtschaftspartner mit vielen leistungsfähigen kleineren und mittleren Unternehmen, die auf dem Weltmarkt außerordentlich erfolgreich seien. Brandenburg verfüge über junge Hochschulen und renommierte Forschungseinrichtungen. Mit der Forschungs- und Technologiepolitik würden die Voraussetzungen geschaffen, damit erfolgreiche Unternehmen in Brandenburg entstehen und wachsen könnten. Brandenburg werde gelobt für seine offensive Wirtschaftsförderung, die sich konzentriere auf regionale Wachstumskerne und Schwerpunktbranchen.

Platzeck hob hervor, 2006 sei ein Wachstumsjahr für die Brandenburger Industrie gewesen – mit 10,6 Prozent mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Die industrielle Kompetenz des Landes lässt sich laut Platzeck in Produkten wie den Flugzeugtriebwerken in Dahlewitz, dem Sprinter von Daimler-Chrysler, den Windkraftanlagen von Vestas oder den Werbefolien von Orafol und an einer Zukunftsbranche wie der Energiewirtschaft erkennen.

American Chamber of Commerce in Deutschland wurde 1903 in Berlin gegründet und hat 3000 amerikanische und deutsche Mitgliedsunternehmen. Sie tätigen mit über 120 Milliarden Euro 85 Prozent aller amerikanischen Investitionen in Deutschland.