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1. Brandenburger Fördertag – Platzeck: Brandenburgs Förderstrategie erfolgreich

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

veröffentlicht am 23.04.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat heute auf dem 1. Brandenburger Fördertag 2007 der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) eine positive Bilanz der geänderten Förderpolitik Brandenburgs gezogen. „Wir haben uns Ende 2005 für eine konzentrierte Förderpolitik entschieden, weil damit die Chance groß ist, dass sich erfolgreiche, technologieorientierte Firmen in den Wachstumskernen ansiedeln“, sagt Platzeck. „Es war die richtige Entscheidung, die nun zunehmend Früchte trägt. Unsere Regionen, ob anerkannter Wachstumskern oder nicht, sind in Bewegung.“

Diese Strategie werde beispielhaft bestätigt durch den Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit oder die jüngste Prognos-Studie. Die erfolgreiche Ansiedlungspolitik der ZAB sowie die Förderzahlen der ILB belegten dies ebenso. Im Jahr 2006 förderte die Bank allein aus GA-Mitteln rund 300 Vorhaben. Damit verbinden sich Investitionen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro und 4.745 neue Arbeitsplätze. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung.

In jüngster Vergangenheit habe nicht nur die Ansiedlung, sondern auch der Aufbau junger innovativer Unternehmen besonders gut funktioniert, ergänzte der Ministerpräsident. „Die Investitionsbank des Landes Brandenburg hat daran maßgeblichen Anteil: Sie gestaltet die Wirtschaftslandschaft nachhaltig, sie ist nah dran in den Regionen unseres Landes mit den zahlreichen Beratertagen und Veranstaltungen für Existenzgründer. Und die Kredit- und Förderinstrumente werden besonders auf mittelständische Firmen zugeschnitten.“

Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der InvestitionsBank des Landes
Brandenburg (ILB) sagt: "Die ILB ist nach 15 Jahren Geschäftstätigkeit wirtschaftlich in der Lage, aus selbst erwirtschafteten Erträgen, Förderleistungen im Land Brandenburg einzusetzen: Mit dem Brandenburg-Kredit bietet die ILB insbesondere dem Mittelstand in Zusammenarbeit mit den Hausbanken im Land ein einfaches und zinsgünstiges Kreditprodukt. Dabei bleiben wir aber nicht stehen, denn wir werden die Produktfamilie Brandenburg-Kredit weiter ausbauen. Es gibt aber noch eine wichtige strategische Aufgabe für die ILB: Die EU fordert für die neue Strukturfonds-Periode ausdrücklich Alternativen zu den bisher vorherrschenden sogenannten verlorenen Zuschüssen. Diese alternativen Finanzierungsinstrumente sollen als revolvierende Fonds ausgestaltet werden. Ziel ist es, dass am Ende der Förderperiode im Jahr 2013 ein namhafter Betrag zurück fließt, um diese Mittel dann für Förderzwecke im Land wieder einsetzen zu können. Dies ist umso wichtiger, als auch 2019 der Solidarpakt II ausläuft. Die ILB wird als Förderbank eine zentrale Rolle bei der Gestaltung dieser wichtigen Zukunftsaufgabe haben."

Ministerpräsident Platzeck unterstrich, dass es neben einer konzentrierten Förderpolitik für den Mittelstand zusätzlicher Rahmenbedingungen bedarf, um unternehmerisches Engagement und erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen. „Dazu zählen ein vorsorgender Sozialstaat, ein gutes Bildungssystem und eine Forschungs- und Entwicklungslandschaft, die uns zu einem Innovationslabor für neue Branchen macht“, so Platzeck.

Er warb zudem für den bevorstehenden Tag des offenen Unternehmens – eine Initiative, die es erstmals in Deutschland geben wird. Weit mehr als 300 Firmen werden am 12. Mai ihre Tore und Türen öffnen. Für Unternehmen sei dies eine Möglichkeit, Auszubildende und Fachkräfte für sich zu gewinnen.