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Auszeichnung „Demografie-Beispiel des Monats“ geht erstmals an Polen - Gorholt ehrt „Weihnachten an der Oder“

veröffentlicht am 09.12.2018

In der uckermärkischen Gemeinde Mescherin wird deutsch-polnische Nachbarschaft gelebt. 15 Prozent der Bevölkerung stammen aus Polen, viele engagieren sich gemeinsam mit den „Alteingesessenen" für die Region. Seit vier Jahren feiern sie im Advent zusammen: „Weihnachten an der Oder" heißt die Initiative des polnischen Vereins Pokolenia pokoleniom (Generationen für Generationen) aus Gryfino. Staatskanzleichef Martin Gorholt war bei der heutigen Feier dabei und ehrte das Projekt als „Demografie-Beispiel des Monats" Dezember.


Damit erhielten erstmals polnische Bürgerinnen und Bürger die Auszeichnung, die seit 2009 vergeben wird. Die Organisation der Feier liegt in den Händen des Vereinsvorsitzenden Marek Brzezinski und der gebürtigen Polin Marta Szuster, die in Mescherin lebt. Die Feier wird unterstützt von der Initiative „RAA perspektywa"


Gorholt sagte: „Die Weihnachtsfeier ist ideal, um Menschen zusammenzubringen. In geselliger Runde erzählen Deutsche und Polen von ihrem Leben, tauschen Erfahrungen aus, finden neue Freunde. Das trägt zum Zusammenwachsen dies- und jenseits der Oder bei. Es ist kein Zufall, dass die Idee für diese Adventsfeier gerade hier geboren wurde. Denn viele polnische Familien haben in Orten auf der deutschen Seite ein neues Zuhause gefunden.


 


Und der Zuzug trägt neues Leben in die Gemeinden. Leerstand wird beseitigt, Kitas und Schulen bleiben offen, weil wieder mehr Kinder hier wohnen. Zugezogene engagieren sich bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Gemeinderat. Deshalb stehen die heute Geehrten auch stellvertretend für die vielen Deutschen und Polen, die sich in Mescherin, Gryfino und anderen Orten entlang der Oder für die Zukunft ihrer Region einbringen."    


Marta Szuster sagte: „Die deutsch-polnische Freundschaft lag mir immer am Herzen. Ich bin froh, dass es hier in unserer Region so viele engagierte Menschen gibt, denen es auch so geht. Sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass unsere Region so zusammengewachsen ist, dass wir nicht mehr nur die Polen und die Deutschen sind, sondern vor allem Freunde und Nachbarn.


Zu „Weihnachten an der Oder" gehört eine Feier in der Kirche von Mescherin. Dort wird gemeinsam gesungen, und jeweils ein Deutscher und ein Pole erzählen in kurzen Filmen von ihrem Leben. Das anschließende Beisammensein im Gemeinschaftshaus bietet ausführlich Gelegenheit, sich mit den Nachbarn auszutauschen.


Marta Szuster, die die Adventsfeier mit organisiert, engagiert sich auf vielfältige Weise für das Zusammenwachsen der Grenzregion. Seit 2014 arbeitet sie im Gemeinderat von Mescherin mit. Szuster, die die polnische und deutsche Staatsangehörigkeit hat, ist auch Mitglied im Verein Pokolenia pokoleniom, der grenzübergreifend agiert und beispielsweise bei Erntefesten oder anderen Veranstaltungen auf der deutschen Seite dabei ist. Und was das gemeinsame Adventsfest angeht - Vereinsvorsitzender Marek Brzezinski kann sich vorstellen, dass es auch in einer polnischen Kirche am Ostufer der Oder stattfindet.


Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats Dezember:


Verein Pokolenia Pokoleniom, Marta Szuster, E-Mail sofiaszuster@googlemail.com


Mehr Informationen:


http://www.brandenburg.de/de/demografie/bb1.c.547439.de


Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de


 


 



 


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