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„16 richtig gute Jahre“: Woidke würdigt Arbeit von Jann Jakobs als Potsdamer Oberbürgermeister

veröffentlicht am 23.11.2018

Klug, ideenreich, humorvoll und nur manchmal (ost-)friesisch stur: Ministerpräsident Dietmar Woidke hat dem langjährigen Oberbürgermeister der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, Jann Jakobs, für sein erfolgreiches und konstruktives Wirken gedankt. Bei dessen Verabschiedung in den Ruhestand betonte Woidke heute: „16 Jahre Oberbürgermeister Jann Jakobs waren 16 richtig gute Jahre für Potsdam."

Jakobs war im Herbst nach zwei vollen Amtsperioden nicht mehr zur Wahl angetreten. Der gebürtige Ostfriese war 2002 erstmals Oberbürgermeister geworden und hatte zuvor bereits seit 1993 in der Potsdamer Stadtverwaltung gearbeitet.

Woidke: „Jann Jakobs war für Potsdam ein echter Glücksfall! Aber Potsdam war auch ein Glücksfall für Jann Jakobs. Er hat hier sein Zuhause gefunden, ist Potsdamer durch und durch. Als Oberbürgermeister hat er mit viel Geschick, großem Sachverstand und klugen Ideen wesentlich dazu beigetragen, dass Potsdam heute eine prosperierende, lebenswerte Stadt ist. Eine Stadt, die sich ihrer Historie sehr bewusst ist und zugleich positiv in die Zukunft schauen kann, weil sie sich auf vielen Gebieten herausragend gut entwickelt."

Diese Entwicklung spiegele sich in der stark wachsenden Einwohnerzahl wider. Dass das Wachstum auch manches Problem schaffe, sei unbestritten. Mit der Einwohnerzahl müsse die Infrastruktur wachsen, müssten Wohnungen und ganze Stadtteile neu gebaut werden. Zugleich müsse die Stadt aber für die Alteingesessenen als „ihr Potsdam" erkennbar bleiben. Jann Jakobs habe dafür Grundlagen geschaffen. Darauf könne sein Nachfolger im Amt, Mike Schubert, mit einem „behutsamen Wachstum" aufbauen.

Er fügte hinzu, Jakobs habe durchaus auch „klare Kante" gegen die Landesregierung gezeigt. Ob als Oberbürgermeister oder als Präsident des Städte- und Gemeindebundes. Woidke: „Er hat für die Belange seiner Stadt und ihrer Partner gestritten, manchmal mit friesischer Sturheit, aber immer menschlich: Davon hat Potsdam, aber davon hat auch Brandenburg profitiert."

Ganz besonders wertvoll war aus Sicht von Woidke das Engagement Jakobs‘ gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit: „Jann Jakobs hat hier einem ganz starken Bündnis vorgestanden. Dank der Aktionen von ‚Potsdam bekennt Farbe‘ haben rechte Irrläufer hier keinen Fuß auf den Boden gebracht. Ich danke Jann Jakobs und all seinen Mitstreitern, dass sie sich auch bei der größten Kälte stets den Geschichtsverdrehern entgegen gestellt haben und entgegenstellen werden."


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