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Woidke: „Polnische Mitbürger sind große Bereicherung für unser Land“

veröffentlicht am 16.11.2016

Der Polen-Koordinator der Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, hat die in Deutschland lebenden Polen als „große Bereicherung für unser Leben und unsere Wirtschaft“ bezeichnet. Beim Polonia-Empfang im Auswärtigen Amt sagte er heute: „Mittlerweile leben etwa 700.000 Polinnen und Polen in Deutschland – davon knapp 20.000 in Brandenburg. Viele engagieren sich gerade in ländlichen Regionen für gesellschaftliche und politische Belange, so dass das Zusammenleben eine ganz neue Qualität in den deutsch-polnischen Beziehungen erreicht hat.“ An dem Empfang nahmen rund 400 deutsche und polnische Kommunalvertreter sowie engagierte polnisch stämmige Bürgerinnen und Bürger teil.

Woidke weiter: „Vieles läuft bereits gut. In einigen brandenburgischen Orten wurden Polen zu Gemeindevertretern gewählt. Und in der nächsten Bundesversammlung wird mit Marta Szuster aus dem uckermärkischen Staffelde eine Deutsch-Polin ein Stimmrecht ausüben. Aber bei einem Thema gibt es noch Nachholbedarf: dem Polnisch-Unterricht an deutschen Schulen. Die polnische Sprache spielt in Deutschland – angesichts der Bedeutung Polens – eine zu geringe Rolle. Nur rund 20.000 junge Leute in ganz Deutschland lernen Polnisch an Schulen. Deshalb will sich die Politik dafür einsetzen, das Interesse an der polnischen Sprache zu erhöhen.“

Der Ministerpräsident verwies auf das Projekt „Polen-Mobil“, das an Schulen Projekttage zu Polen durchführt und für das Woidke die Schirmherrschaft übernommen hatte. „Die Nachfrage der Schulen ist mittlerweile so groß, dass nun ein zweites Fahrzeug auf den Weg geschickt wird. Das ist ein gutes Zeichen für das wachsende Interesse an unserem Nachbarland und an der polnischen Sprache.“