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Woidke und Oettinger in Cottbus: „Intelligente Fabrik“ als
Chance für Brandenburgs Mittelstand –Innovationszentrum an der BTU unterstützt kleine und mittlere Unternehmen

veröffentlicht am 29.08.2016

Im Land Brandenburg soll die Digitalisierung der Wirtschaft mit Unterstützung der Landesregierung entschieden weiter voran getrieben werden. Das ist die zentrale Botschaft des Besuchs von Ministerpräsident Dietmar Woidke und dem zuständigen EU-Kommissar Günther H. Oettinger am Montag am Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg (IMI) an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Woidke warb in seiner Rede vehement dafür, dass gerade die in Brandenburg meistvertretenen kleinen und mittleren Unternehmen die Chancen von Industrie 4.0, also der intelligenten Fabrik und Produktion, erkennen und sich diesen Entwicklungen verstärkt öffnen. Industrie 4.0 habe viel mit Flexibilität, Wandlungsfähigkeit und Dezentralität zu tun. Auf diesen Gebieten hätten diese Unternehmen deutliche Vorteile gegenüber Großkonzernen, die bislang vor allem mit der Digitalisierung der Industrie in Verbindung gebracht würden. Woidke: „Deshalb bin ich sehr froh, dass sich das Innovationszentrum seit mehr als einem Jahr hier in Cottbus speziell darum kümmert, kleinen und mittleren Unternehmen bei der Bewältigung der Herausforderungen zu helfen. Eine ganze Reihe von Projekten wurde in Gang gesetzt, passgenaue Strategien für Firmen wurden entwickelt und diskutiert. Hier ist der Start gelungen.“

Die Arbeit des IMI sei „handfeste Wirtschaftsförderung“ und gehöre in den großen Kontext der Digitalisierung. „Deshalb freue ich mich, dass EU-Kommissar Oettinger heute hier dabei ist, um sich selbst ein Bild von den Fortschritten in Brandenburg machen zu können.“ Woidke hatte Oettinger beim Besuch der Landesregierung bei der EU-Kommission in Brüssel im Frühjahr nach Brandenburg eingeladen. Das Besuchsprogramm, an dem auch Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber und Wissenschafts- und Forschungsministerin Martina Münch teilnahmen, entstand in enger Abstimmung mit der BTU und der Industrie- und Handelskammer Cottbus.

Prof. Steinbach erklärte: „Das Innovationszentrum Moderne Industrie hat ebenso wie die BTU eine Scharnierfunktion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Es hat sich als Anlauf- und Beratungsstelle etabliert und ist eine wichtige Transfer-Plattform in der Region. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind die klein- und mittelständigen Unternehmen, die Brandenburg und die Lausitz prägen, auf solche verlässlichen Partner angewiesen“, sagte der Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg.

IHK-Hauptgeschäftsführer Krüger sagte: „Die Industrie- und Handelskammer Cottbus hat ein elementares Interesse daran, die Unternehmen der Region auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft zu unterstützen – auch vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Lausitz. Dabei geht es um Vernetzung, um neue Synergien, neue Prozesse und Wertschöpfungsketten. Hier schließt das IMI mit seinem Beratungs- und Begleitangebot für kleine und mittelständische Unternehmen eine wichtige Lücke. Daher brauchen wir, in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg, eine langfristige Perspektive für die Arbeit des IMI über das Ende der bisherigen Förderperiode 2017 hinaus.“