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Woidke: Schnelle Ausbildung von Migranten ist Win-win-Situation

veröffentlicht am 13.08.2015

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich für eine stärkere Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ausgesprochen. „Menschen, die wegen Krieg und Vertreibung zu uns kommen, brauchen eine Perspektive. Dazu gehört auch die berufliche Integration“, sagte Woidke heute bei einem Besuch der Heckmann Stahl- und Metallbau Ost GmbH in Eisenhüttenstadt. Er fügte hinzu: „Betriebe in Brandenburg sollten die Möglichkeiten nutzen, gerade jungen Flüchtlingen und Asylbewerbern ein Praktikum anzubieten und sie bei entsprechender Eignung auszubilden.“ Woidke lobte die Bereitschaft von Heckmann Stahl- und Metallbau, sich hier zu engagieren.


Angesichts der demografischen Entwicklung sei die Integration von Migranten in den Brandenburger Arbeitsmarkt eine „Win-win-Situation“, betonte Woidke. „Viele Firmen suchen händeringend Fachkräfte. Kurz vor dem neuen Ausbildungsjahr sind in ganz Brandenburg noch etliche Ausbildungsplätze unbesetzt, und für Migranten sind Arbeit oder Ausbildung wichtige Schritte, um in der neuen Heimat anzukommen.“ Woidke verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit, dass junge Migrantinnen und Migranten nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland an einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung teilnehmen dürfen - unabhängig vom Aufenthaltsstatus,  aber mit Zustimmung der Ausländerbehörde und gefördert von der Bundesagentur für Arbeit. Woidke: „Unsere Firmen sollten die Chance nutzen, auch diesen jungen Frauen und Männern noch freie Stellen anzubieten. Hierzu sollten sie mit den Kammern in Kontakt treten. Denn eines sage ich ganz deutlich: Es liegt im Interesse und am Engagement der ganzen Gesellschaft, dass Flüchtlinge eine Bereicherung für unser Land werden.


Hierzu gehört auch, dass noch schneller darüber entschieden wird, ob jemand hier bei uns einen legalen Status bekommt.  Rechtssicherheit ist nicht nur für die Asylbewerber wichtig, sondern auch für Betriebe, die bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt helfen wollen.“