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Breslau ist Europäische Kulturhauptstadt 2016

Woidke wirbt für Besuch und will Verbesserungen bei der Bahnverbindung

veröffentlicht am 17.07.2015

Der Polen-Koordinator der Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, und der Oberbürgermeister von Wroclaw, Rafal Dutkiewicz, haben heute für einen Besuch der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 geworben. Die westpolnische Metropole ist gemeinsam mit dem spanischen San Sebastián Europäische Kulturhauptstadt 2016. Woidke sagte in der Brandenburger Landesvertretung in Berlin: „Breslau ist in jeder Hinsicht eine blühende und dynamische, eine junge und aufstrebende Metropole in unserer direkten Nachbarschaft. In dieser Stadt kommt beispielhaft zum Ausdruck, wie umfassend die Versöhnung zwischen Polen und Deutschen inzwischen gelungen ist – und welche großartigen Möglichkeiten beide Nationen als enge Partner und Freunde im Herzen Europas noch vor sich haben.“


Dutkiewicz betonte: „Breslau wird sich 2016 als moderne, weltoffene und gastfreundliche Stadt in der Mitte Europas präsentieren. Ich bin überzeugt, dass sich gerade unsere deutschen Gäste bei uns besonders wohl fühlen werden. Treffen wir uns in Breslau!“


Ministerpräsident Woidke erinnerte auch an die über 1000-jährige Historie Breslaus, die bis 1945 eine der wichtigsten Städte im deutschen Kulturraum war. Woidke schlussfolgerte für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: „Die einen verloren ihre Heimat, die anderen mussten in einer ihnen fremden, einer noch dazu weitgehend zerstörten Stadt ganz neu anfangen. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen blieb in den Nachkriegsjahrzehnten geprägt von gegenseitiger Skepsis. Das liegt hinter uns!“ Mittlerweile gebe es auf verschiedenen Kanälen einen vielfältigen Austausch, der aber auch eine praktische Erreichbarkeit voraussetze. Deswegen müsse die Bahnverbindung von der deutschen Hauptstadtregion nach Breslau deutlich verbessert werden. Woidke wörtlich: „Ich werde mich in den kommenden Monaten gemeinsam mit unseren polnischen Freunden intensiv dafür einsetzen, dass es auf diesem Gebiet zu deutlichen Verbesserungen kommt. Derzeit ist die Erreichbarkeit gerade per Bahn zu umständlich und zeitraubend.“