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Die ersten 100 Einsatzmedaillen „Hochwasser 2013“ verliehen – Woidke dankt Fluthelfern: Gelebte Solidarität

veröffentlicht am 14.03.2014

Mit der Einsatzmedaille „Hochwasser 2013“ sind heute in Potsdam die ersten Fluthelferinnen und Fluthelfer geehrt worden. Ministerpräsident Dietmar Woidke, Innenminister Ralf Holzschuher und Umweltministerin Anita Tack überreichten 100 Frauen und Männern die Auszeichnung für deren aufopferungsvollen Kampf gegen das Hochwasser im vergangenen Jahr in Brandenburg. Bei der feierlichen Zeremonie in der Staatskanzlei würdigte  Woidke all jene, die am Deich oder im Hintergrund dazu beitrugen, Schlimmeres abzuwenden. Die Medaille sei ein ganz besonderes Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit.


„Unser Land kann im Notfall auf ein Helfer-Netz zurückgreifen, das seinesgleichen sucht“, betonte der Ministerpräsident. „Dazu gehören verlässliche und hochprofessionelle Einsatzkräfte, Fachleute und Koordinatoren, aber auch Tausende Freiwillige, die unter Zurückstellung persönlicher Interessen mit anpacken und dabei oftmals bis an den Rand der Erschöpfung gehen. In den Tagen des Hochwassers und bei der anschließenden Beseitigung der Schäden hat sich einmal mehr gezeigt, was eine funktionierende Gesellschaft ausmacht: gelebte Solidarität. Auf dieses Miteinander, dieses brandenburgische Gemeinschaftsgefühl können wir stolz sein.“


Innenminister Holzschuher hob die „hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität“ der Helfer hervor. „Das schwere Sommerhochwasser 2013 hat erneut gezeigt, dass Brandenburg im Katastrophenschutz sehr gut aufgestellt ist. Das Rückgrat dieses Systems sind die Angehörigen der Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die weitaus meisten davon sind Ehrenamtliche, die uneigennützig viele Stunden ihrer Freizeit opfern, um für den Ernstfall bereit zu sein. Sie haben unser aller Dank und Anerkennung mehr als verdient.“ Holzschuher lobte zugleich die professionelle Unterstützung der Hochwasserabwehr durch Einheiten der Bundeswehr, der Polizei und durch zahlreiche Helfer auch aus anderen Bundesländern. Sie alle hätten unermüdlich Seite an Seite im Kampf gegen die Fluten gestanden und so zum Erfolg des mehrwöchigen Einsatzes beigetragen.   


Umweltministerin Tack sagte: „Der Hochwasserschutz hat auch künftig Priorität in der Landespolitik.   Seit 1997 wurden mehr als 200 Kilometer Deiche für mehr als 420 Millionen Euro saniert und gebaut. Aber Deichanlagen allein reichen nicht aus. Wir brauchen mehr Überflutungsflächen, wir müssen den Flüssen mehr Raum geben.“ Die geplanten Aktivitäten des Landes zum vorsorgenden Hochwasserschutz   werden auf der   Hochwasserschutzkonferenz am 10. April in Potsdam vorgestellt und diskutiert.


Die Einsatzmedaille „Hochwasser 2013“ war von Ministerpräsident Woidke gestiftet worden. Bei der Veranstaltung in Potsdam wurde sie insbesondere an Frauen und Männer aus den Landkreisen vergeben, die von den Fluten betroffen waren. Ausgezeichnet werden aber auch Helfer aus weiteren Teilen Brandenburgs sowie anderen Bundesländern. Darunter sind Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sowie Angehörige  von Bundeswehr, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei.


Insgesamt sollen in den kommenden Monaten bis zu 17.000 Menschen mit der Medaille geehrt werden. Die weiteren Auszeichnungsveranstaltungen finden dezentral in einzelnen Landkreisen statt. Stichtag für die Beendigung des Verfahrens zur Verleihung der Medaille ist der 31. Dezember 2014. Der Erlass mit allen Details zur Einreichung von Vorschlägen ist im Amtsblatt für Brandenburg Nr. 52/2013 unter www.bravors.brandenburg.de/amtsblatt_brandenburg

nachzulesen.   



Bilder der Veranstaltung finden Sie hier: Bildergalerie