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Platzeck: Deutsch-Polnische Medientage etablieren sich als Diskussionsplattform

Gratulation den Preisträgern

veröffentlicht am 08.06.2010

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die 3. Deutsch-Polnischen Medientage in Dresden als wichtige Plattform für den Dialog mit den Staaten Mittelosteuropas gewürdigt und den Preisträgern des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises 2010 gratuliert. In einem Grußwort an die Medientage äußert er sich erfreut darüber, dass sich die Veranstaltung mittlerweile etabliert hat.

Wörtlich heißt es: „Das Land Brandenburg hat ein immenses Interesse an einem immer besseren Verhältnis zu den östlichen Nachbarstaaten. Deshalb war es vor drei Jahren auch maßgeblich daran beteiligt, die Deutsch-Polnischen Medientage mit aus der Taufe zu heben.“ Platzeck wertete den diesjährigen Rekord bei den Einsendungen zum Deutsch-Polnischen Journalistenpreis als einen „Beleg dafür, wie wichtig das deutsch-polnische Verhältnis auch in der Medienberichterstattung genommen wird.“ Die Debatte auf den Medientagen beweise, dass zunehmend Gegenwarts- und Zukunftsthemen in den Fokus rückten. „Das zeigt, dass bei aller bleibenden historischen Belastung die Menschen in unseren beiden Ländern immer mehr den Blick nach vorn richten und sich den aktuellen Fragen der Zusammenarbeit widmen.“

Der Ministerpräsident versichert abschließend: „Das Land Brandenburg mit seinen engen partnerschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarwojewodschaften und als Mitinitiator der „Oderpartnerschaft“ wird auch weiterhin alles dafür tun, diese neue Normalität mit Leben zu erfüllen.“

Preisträger im Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis sind in diesem Jahr:

Kategorie Print:
Adam Zadworny von der Gazeta Wyborcza Szczecin für den Beitrag
„Usedom oder der wilde Westen“. Beschrieben werden die ersten Nachkriegsmonate auf Usedom. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die die Nachkriegswirren anschaulich schildern. Der Artikel ist gut recherchiert und sehr unterhaltsam.

Kategorie Hörfunk:
Dr. Andra Joeckle vom Deutschlandradio Berlin für den Beitrag
„Krakau mit Händen und Füßen“. Die Autorin stellt sehr liebevoll die verschiedenen Facetten der alten polnischen Stadt vor und geht dabei spielerisch und bildhaft mit der Sprache um. Auch dieser Beitrag ist sehr unterhaltsam.

Kategorie Fernsehen:
Jacek Kubiak und Klaus Salge vom rbb/arte für den Beitrag
„Eine blonde Provinz“. Der Film schlägt ein weithin unbekanntes Kapitel der Nazivergangenheit auf. Er berichtet über den Versuch, im besetzten Polen ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren. In der so genannten blonden Provinz sollten „germanische Herrenmenschen“ gezüchtet werden. Hunderttausende Polen und Juden wurden vertrieben, um Platz für „Volksdeutsche“ zu schaffen.