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Platzeck: „Titanen on Tour“ sind ein Paradebeispiel
für das Miteinander in Europa

veröffentlicht am 27.06.2009

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat den Planwagentreck „Titanen on Tour“ als Paradebeispiel für ein Miteinander in Europa und als „Ideengeber“ für weitere Projekte gelobt. Bei der Begrüßung des Trecks an seiner Endstation in Brück sagte Platzeck heute: „Den zündenden Einfall für diesen originellen Zug aus dem belgischen Brügge hatte ein Brandenburger. Dafür danke ich dem Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück mit seinem Vorsitzenden Thomas Haseloff. Verwirklicht wurde das Mammutprojekt ganz sicher von vielen Menschen in mehreren europäischen Ländern, aber am meisten engagiert hat sich der Verein. Und der Funke ist übergesprungen: Mittlerweile sind neue Vorhaben in Planung, die vom Symposium bis zu Schulprojekten reichen.“

Mit dem Treck, der an die Besiedlung des heutigen Flämings durch Flamen und Holländer vor 850 Jahren erinnert, ist nach den Worten von Platzeck die Idee eines einheitlichen Europas originell und einprägsam vermittelt worden. Viele Menschen seien dadurch angeregt worden, intensiver über die gemeinsamen europäischen Wurzeln und die gemeinsame Zukunft nachzudenken.

Platzeck, der gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Flandern, Kris Peeters, die Schirmherrschaft über das länderübergreifende Projekt übernommen hatte, betonte: „Der historische Zug hat überall auf der 1300 Kilometer langen Reise nicht nur großen Zulauf gehabt, sondern auch viel Unterstützung erfahren. Und nur so können wir beim Zusammenwachsen Europas vorankommen: Wenn die Menschen trotz unterschiedlicher Traditionen und Mentalitäten sich gemeinsam für Projekte engagieren.“

Die von 20 Kaltblutpferden – den Titanen – gezogenen zehn Planwagen waren Anfang Mai im Brügge gestartet und hatten an weiteren Stationen in Belgien sowie den Niederlanden und den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Halt gemacht. Krönender Abschluss ist der feierliche Einzug in die „Arena der Titanen“ in Brück. Zur Abschlussveranstaltung gehört auch die traditionelle Kaltblutpferde-Veranstaltung „Titanen der Rennbahn“, die in den Vorjahren immer mehrere tausend Besucher aus ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern angezogen hatte.

Auf dem Gelände der Titanen werden unter anderem Projektarbeiten von Schülerinnen und Schülern aus dem Fläming gezeigt, die das Thema Besiedlung des Flämings aufgreifen. Weitere solcher Schulprojekte sind geplant. Dabei wird auch eine zweisprachig konzipierte Wanderausstellung, die den Treck auf der gesamten Strecke begleitet hat, gezeigt werden können.

Für den Verein Studium Hallense, einer interdisziplinären Forschergruppe aus Halle/Saale ist der Treck Aufhänger für das wissenschaftliche Symposium über die historischen Wurzeln der Flamen im Fläming, das unter Beteilung von internationalen Historikern, Archäologen und Sprachwissenschaftlern in der Zeit vom 19. bis 21. November in Wittenberg stattfinden wird

Die Vertretung der Regierung Flanderns in Berlin wird das Projekt „Von Brügge in Flandern nach Brück im Fläming, Europa erfahren – Geschichte erleben“ in den Mittelpunkt des diesjährigen Festes der Flämischen Gemeinschaft am 9. Juli in der Bundeshauptstadt stellen und damit die Tourismusregion Fläming einem breiten Publikum vorstellen.

Den Treck von Brügge nach Brück hatten unter anderem der Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück, der Fläming-Flandern Verein aus Wittenberg und der gemeinsame Tourismusverband Fläming organisiert.