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Junghanns: Tourismuskonzept sorgt für positives Image - Halbzeitbilanz der Tourismuskonzeption vorgelegt

veröffentlicht am 09.06.2009

Der Tourismus in Brandenburg ist nach den Worten von Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns eine Erfolgsgeschichte. Der Minister, der dem Kabinett heute die Halbzeitbilanz zum Stand der Umsetzung der „Tourismuskonzeption des Landes Brandenburg 2006-2010“ vorgelegt hatte, betonte: „Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Sie ist international marktfähig und strategisch gut aufgestellt. Mit unserer Tourismuskonzeption ist es uns gelungen, hierfür einen strukturellen Rahmen zu setzen. Das Tourismuskonzept ist mittlerweile landesweit etabliert und sorgt für ein zunehmend positives Image des Landes.“

Junghanns betonte: „Die Tourismusförderung wurde zielgerichtet an die Empfehlungen der Landestourismuskonzeption angepasst, die Wirtschaft orientiert sich daran.“ So sei das Investitionsvolumen im gewerblichen Bereich inzwischen sechsmal höher als im Infrastrukturbereich. „Der Ansatz, mit Infrastrukturförderung gewerbliche Investitionen anzuregen, wurde klar bestätigt. Unsere Investitionen greifen und beginnen, sich zu rechnen“, bilanzierte der Minister.

In Zahlen: In der GA-Förderung wurden in den Jahren 2006 – 2008 in der Infrastrukturförderung 44 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 36,2 Mio. Euro und einer Fördersumme von 24,9 Mio. Euro begleitet. Im gewerblichen Bereich konnten durch Einsatz von 85,4 Mio. Euro Förderung 193 Vorhaben mit 270 Mio. Euro Investitionsvolumen realisiert werden.

Die Konzentration auf starke touristische Themen – wie den aktiven Naturtourismus und Wellness - sei durch einen ganzen Strauß wichtiger Projekte untersetzt worden, sagte Junghanns. Im Bereich des Radtourismus verwies er beispielhaft auf die Eröffnung der „Tour Brandenburg“ im Sommer 2007 sowie auf die Eröffnung des Havelradweges im Mai dieses Jahres. Im Bereich des Wassertourismus benannte er unter anderem den Ende Mai 2009 beschlossenen Wassersportentwicklungsplan (wep3), das Konzept zur touristischen Erschließung des Lausitzer Seenlandes (2008) sowie den Baubeginn zum Projekt WIN am Werbellinkanal (2008).


Bewusst sei die neue touristische Strategie auf den internationalen Wettbewerb ausgerichtet worden, hob Junghanns hervor. Es seien Erfolg versprechende Kernmärkte klar definiert worden. Diese Märkte mit den größten Potenzialen für Brandenburg sind die Niederlande, Großbritannien, Polen, Dänemark, Schweden, Österreich und die Schweiz. „Die Zahlen unterstreichen, dass die verstärkte Bewerbung der internationalen Märkte greift. Im Jahr 2008 verzeichnete Brandenburg 8,2% Zuwachs bei den internationalen Gästeankünften und 5% Steigerung bei den Übernachtungen“, betonte Junghanns. Insgesamt wurden 2008 erstmals in der Geschichte des Landes mehr als zehn Millionen Übernachtungen gezählt.

Auch durch überregionale Veranstaltungen wurden bzw. werden Akzente gesetzt, so der Minister weiter. Er verwies unter anderem auf die Landesgartenschauen 2006 in Rathenow und 2009 in Oranienburg. „Außerdem sind die Verträge für die BUGA 2015 – der ersten länderübergreifenden Bundesgartenschau – unterzeichnet“, sagte Junghanns.

Zudem zähle Brandenburg heute zu den Vorreitern des Gütesiegels „ServiceQ Deutschland“. Die stetige Verbesserung der Qualität der touristischen Produkte und Dienstleistungen bleibe jedoch eine ständige und wichtige Aufgabe.

Junghanns sagte: „Die märkische Tourismusbranche mit rund 50.000 Beschäftigten ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Zwar machen die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auch vor dieser Branche nicht Halt. Speziell im Tagungstourismus sind Rückgänge zu verzeichnen. Doch trotz des Rückgangs der Gäste- und Übernachtungszahlen bleibe ich für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Es spricht einiges dafür, dass in diesem Jahr der Urlaub in Deutschland – und hier geht es insbesondere um den Sommerurlaub - wieder attraktiver wird. Davon kann Brandenburg profitieren.“