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Tag der Arbeit im Zeichen der Krise

Zum diesjährigen 1. Mai erklärt Ministerpräsident Matthias Platzeck:

veröffentlicht am 30.04.2009

„Überall auf der Welt ist der „Tag der Arbeit“ dieses Jahr von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise überschattet. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Krise nicht verursacht. Ich kann verstehen, dass auf Transparenten zu lesen ist: „Wir zahlen nicht für eure Krise.“ Aber: Diese Krise ist nicht die „Krise der anderen“. Sie betrifft uns alle und ist nur gemeinsam zu bewältigen. Banker, Unternehmer und Politiker sind besonders in der Pflicht. Aber auch Gewerkschaften, Betriebsräte und die Beschäftigten sind gefragt. Mitbestimmung, Tarifpartnerschaft und Sozialversicherung stehen wieder hoch im Kurs: Sie tragen zum sozialen Frieden bei und werten den Standort Deutschland auf. Deshalb sind die Forderungen der Gewerkschaften nach guter Arbeit, nach Mindestlöhnen und Qualifizierungsmöglichkeiten brandaktuell, gerade jetzt!

Auch bei uns in Brandenburg sorgen sich nicht wenige Menschen um ihren Arbeitsplatz. Viele von ihnen wissen aus eigener Erfahrung, was Arbeitslosigkeit bedeutet. Zu Recht fordern sie, dass nicht nur Rettungsschirme für Banken aufgespannt, sondern auch Arbeitsplätze gesichert werden. Die Landesregierung wird das Mögliche dafür tun. Für das Leben nach der Krise brauchen wir unsere gut ausgebildeten und hoch motivierten Fachkräfte. Wenn wir sie in schlechten Zeiten ziehen lassen, werden sie uns in guten Zeiten fehlen. Deshalb geht mein Appell an die Unternehmer und die Gewerkschaften, gemeinsam mit der Politik nach Möglichkeiten zu suchen, die Krise zu bewältigen. Sie sollen wissen: Die Landesregierung stellt sich ihrer Verantwortung. Das Konjunkturpaket 2 ist in Brandenburg auf den Weg gebracht und muss nun vor Ort schnell umgesetzt werden. Vertreter der Landesregierung und ich sind ständig im Gespräch mit Unternehmern und Arbeitnehmervertretern, um die aktuelle Lage zu erörtern und Handlungsnotwendigkeiten auszuloten.

Der 1. Mai ist nicht nur ein Kampftag, er ist auch ein Feiertag – und noch dazu im Frühling! Der Frühling ist die Jahreszeit, die für Neubeginn steht und für Zuversicht spricht. Das sollte uns Mut machen, tief Luft zu holen und die Dinge anzupacken.“