Staatskanzlei

Wichtige Fortschritte bei neuem Uni-Campus auf dem Brauhausberg und den Planungen für das HPI am Griebnitzsee

veröffentlicht am 27.10.2026

Vertragsphase bei den Projekten zum Bau des neuen Campus Brauhausberg der Universität Potsdam und zum Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Griebnitzsee: Nach dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Brandenburg und der Hasso Plattner Foundation (HPF) sollen noch in diesem Jahr weitere Verträge geschlossen werden. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll ein mit den Denkmalbehörden abgestimmter Entwurf für die Gestaltung von Dach und Turm des ehemaligen Landtags auf dem Brauhausberg vorgelegt werden. Auch zum Studierendenwohnen gehen die Planungen weiter.

Über den Stand der Projekte zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Potsdam hat sich heute die Task Force unter Leitung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und HPF-Stifter Professor Hasso Plattner ausgetauscht. Woidke betonte: „Wir machen wichtige Fortschritte zur Umsetzung dieser einzigartigen Projekte mit einer deutschland- und darüber hinaus europaweiten Bedeutung. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

Das Land Brandenburg, die Universität Potsdam und die Hasso Plattner Foundation hatten am 2. Juni 2025 einen Letter of Intent zum Neubau des Campus Brauhausberg sowie zum Ausbau des HPI und der gemeinsam mit der Universität Potsdam betriebenen Digital Engineering Fakultät am Campus Griebnitzsee unterzeichnet.

Details aus der 5. Sitzung der Task Force

Vertragliche Gestaltung

Die Ideen aus dem Letter of Intent sind in den vergangenen Monaten hinsichtlich stiftungs-, vergabe- und steuerrechtlicher Fragen geprüft und die einzelnen Vorhaben konkretisiert worden.

Für den Uni-Campus Brauhausberg haben das Land und die HPF bereits Anfang des Monats eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die HPF wird Eigentümerin des Grundstücks. Sie wird den Campus bauen und anschließend vollständig dem Land übertragen.

Darüber hinaus ist geplant, dass die HPF den Campus Griebnitzsee für das HPI und die gemeinsam mit der Universität Potsdam gegründete Digital Engineering Fakultät ausbaut und erweitert.

Derzeit werden Fragen zu den vertraglichen Grundlagen der beiden Vorhaben geklärt. Voraussichtlich sollen noch in diesem Jahr die jeweils erforderlichen Verträge geschlossen und notariell beurkundet werden.

 

Gestaltung Brauhausberg

Aktuell wird ein Entwurf zur Gestaltung von Dach und Turm des denkmalgeschützten Gebäudes auf dem Brauhausberg ausgearbeitet und mit den Denkmalbehörden von Stadt und Land abgestimmt. Parallel wird der Entwurf für die Gesamtgestaltung des Campus weiterentwickelt. Alle Ergebnisse fließen in das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans ein, den die Landeshauptstadt Potsdam im kommenden Jahr zur Abstimmung in die Stadtverordnetenversammlung geben wird. Bis Mitte kommenden Jahres will die HPF den Bauantrag einreichen.

 

Gestaltung Griebnitzsee

Die HPF lässt derzeit Entwürfe zum Ausbau des Campus Griebnitzsee erarbeiten. Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2027 vorliegen. Künftig sollen am Campus Griebnitzsee 4.500 Menschen lehren, forschen und studieren. Die Nutzfläche soll von 50.000 auf 70.000 Quadratmeter vergrößert werden. Die Wohnheime mit knapp 550 Plätzen sollen mittelfristig auf 700, perspektivisch auf bis zu 900 Plätze erweitert werden.

 

Studentisches Wohnen

Auf dem Campus Brauhausberg entstehen 150 Wohnheimplätze. Weitere Standorte könnten in der Stadt entwickelt werden. Ein Grundstück hat die HPF bereits gesichert: Es handelt sich um ein innenstadtnahes Areal an der Behlertstraße. Dort sollen Alt- und Neubauten für studentisches Wohnen um- und ausgebaut werden. Die Wohnheime können anschließend in das Eigentum des Landes übergehen und vom Studierendenwerk West:Brandenburg betrieben werden. Ziel ist, mindestens so viele Wohnheimplätze neu zu errichten, wie aktuell auf dem Campus Griebnitzsee durch das Studierendenwerk West:Brandenburg vermietet werden.

Hintergrund

Mit dem Ausbau des HPI und der Digital Engineering Fakultät will Brandenburg einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands und Europas leisten. Die Digital Engineering Fakultät wird weitere Masterstudiengänge, internationale Kooperationen und Forschungsschwerpunkte insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickeln.

Die Universität Potsdam soll insbesondere auf dem Brauhausberg in Forschung und Lehre internationale Maßstäbe setzen. Dazu sollen an ihren Standorten in Potsdam moderne und zukunftsorientierte Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium geschaffen werden.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 108.1 KB)