Stärkung der Hauptstadtregion - Woidke und Wegner fordern internationale Direktverbindungen zum BER
veröffentlicht am 20.08.2026
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) soll stärker international angebunden werden. Das bekräftigte Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke heute am Rande des Antrittsbesuchs des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), S.E. Ahmed Alattar, in der Staatskanzlei. Neben sicherheitspolitischen Herausforderungen lag das Hauptaugenmerk des Gesprächs auf der Ausweitung der Luftverkehrsverbindungen auf den Flughafen BER. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner setzte sich ebenfalls erneut für ein internationales Drehkreuz in der Hauptstadtregion ein.
Ministerpräsident Woidke betonte nach dem Treffen die dringend notwendige Anpassung des Verkehrsabkommens: „Vom Flughafen BER in die Welt – das muss endlich mit mehr Langstreckenverbindungen möglich sein. Dafür muss der Bund das Luftverkehrsabkommen anpassen, um interessierten internationalen Partnern die notwendigen Landerechte am Hauptstadtflughafen einzuräumen – und zwar ohne, dass dafür andere deutsche Destinationen aufgegeben werden müssen. Die Vereinigten Arabischen Emirate beispielsweise werden als internationaler Wirtschafts- und Zukunftspartner immer wichtiger, die Beziehungen haben sich in den zurückliegenden Monaten deutlich intensiviert. Schon allein deswegen braucht die Hauptstadtregion einen leistungsfähigen Flughafen mit internationaler Anbindung. Nur durch internationale Konnektivität kann regionale Wirtschaft wachsen.“
Der Forderung schloss sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner an und sagte: „Berlin ist die deutsche Hauptstadt – und braucht endlich mehr internationale Flugverbindungen von unserem Hauptstadtflughafen BER aus. Die von der Fluggesellschaft Emirates in Aussicht gestellten Direktverbindungen zwischen dem BER und Dubai haben eine enorme Bedeutung für das Land Berlin und für alle ostdeutschen Bundesländer. Deshalb habe ich erneut die Bundesregierung und den neuen Bundesverkehrsminister insbesondere gebeten, sich für eine wirtschaftlich tragfähige Lösung mit Emirates einzusetzen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den BER besser international anzubinden und damit auch die gesamte Wirtschaftsregion Ostdeutschland zu stärken.“
Die aktuelle Situation am Flughafen BER zeigt, dass es weniger als zehn Langstreckenverbindungen gibt. Für international tätige Unternehmen, aber auch für Reisende stellt dies einen erheblichen Standortnachteil dar.
Hintergrund
Das bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurde am 2. März 1994 in Abu Dhabi unterzeichnet und trat am 24. März 1997 in Kraft. Es bildet seitdem die rechtliche Grundlage für den Luftverkehr zwischen beiden Staaten. Das Abkommen wurde später durch ein Ergänzungsprotokoll vom 15. Juni 1998 erweitert, das am 6. Oktober 2000 in Kraft trat. Dieses sieht vor, dass die Airlines Etihad und Emirates maximal vier deutsche Städte anfliegen dürfen. Von Etihad wird der Flughafen BER bereits angesteuert, Emirates bekräftigt wiederholt sein Interesse an einer Direktverbindung zum BER. Seit Jahren bemüht sich die Staatsairline des Emirates Dubai (VAE) um entsprechende Verkehrsrechte.

