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Brandenburg: Stärkster Wanderungszuwachs aller Bundesländer

veröffentlicht am 03.09.2021

Auf dem Demografieportal des Bundes und der Länder werden heute die „Ländermonate" für Brandenburg gestartet. Bis Dezember stellt das Bundesland dort Themen aus dem Bereich der Demografie vor. Den Start macht ‚Flächenland trifft Metropole‘. Auch die Themen Bildung, Digitalisierung und Seniorenpolitik werden in den kommenden Wochen vorgestellt und geben einen Einblick in die Vielzahl von Ansätzen zur Gestaltung des demografischen Wandels in Brandenburg. Nach früheren Jahren mit hohen Abwanderungszahlen hat Brandenburg inzwischen den höchsten Wanderungszuwachs aller 16 Bundesländer.


Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Kathrin Schneider: „Es ist gut, dass sich Brandenburg auf diesem Portal bundesweit mit seinen Themen zum demografischen Wandel präsentieren kann. Mit unserem Einstieg ´Flächenland trifft Metropole` treffen wir ein zentrales Thema, das zugleich ein Stück der Attraktivität Brandenburgs beschreibt. Sie ist ein Grund für die Zuwanderung nach Brandenburg. Die Zuwanderung ist aber noch ungleich verteilt. Daran müssen wir arbeiten. Ein Beitrag dazu kann die Arbeit an unserer neuen Regionalentwicklungsstrategie sein, deren Eckpunkte das Kabinett am Dienstag beschlossen hat."


Dass sich Brandenburg in den letzten Jahren zur beliebtesten Zuzugsregion innerhalb Deutschlands entwickelt hat, verdeutlichen Auswertungen der Binnenwanderungsstatistik durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden. Allein im Jahr 2020 zogen rund 19.400 Menschen mehr nach Brandenburg als von dort in andere Bundesländer abgewandert sind.


Damit lässt es Schleswig-Holstein (+11.500), Mecklenburg-Vorpommern (+8.600) und Niedersachsen (+7.100) in der Rangliste weit hinter sich. Die stärksten Wanderungsverluste weisen mit Berlin (-19.200) und Baden-Württemberg (-14.100) zwei Länder auf, die über viele Jahre hinweg starke Zuwächse durch die Binnenwanderung erzielt hatten.


Die Attraktivität Brandenburgs als Zuzugsregion ist in den letzten Jahren nahezu kontinuierlich gewachsen: 2008 verlor das flächenmäßig größte Bundesland Ostdeutschlands noch über 4.100 Menschen durch Fortzüge in andere Bundesländer, bereits seit 2012 lag das Wanderungssaldo im positiven Bereich. Seit 2014 steht Brandenburg beim Binnenwanderungsgeschehen durchgehend an der Spitze aller Bundesländer.


Ein wesentlicher Grund für die gestiegene Attraktivität Brandenburgs als Wohnstandort ist die Nähe zu Berlin. Dazu Nico Stawarz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden: „Im Zuge der Suburbanisierung sind in den letzten Jahren viele Menschen aus der Bundeshauptstadt in das Umland abgewandert. Die Wohnungsknappheit in Berlin, eine gute Verkehrsanbindung sowie günstigere Preise für Mieten und Wohneigentum sind wesentliche Ursachen für Umzüge nach Brandenburg."


Zugleich stellt die Binnenwanderung eine Herausforderung für die Landesentwicklung dar. Kathrin Schneider: „Die positive Wanderungsbilanz ist eine Bestätigung dafür, dass Brandenburg ein demografisch stabiles Bundesland ist. Das müssen wir sichern. Wichtig ist, den verschiedenen Entwicklungen in allen Landesteilen Rechnung zu tragen. Es sind in erster Linie die ballungsraumnahen Gemeinden rund um Berlin, die sich zu beliebten Wohnorten entwickelt haben und auch eine gute wirtschaftliche Entwicklung haben. Immer stärker kommen auch weiter entfernte Städte mit guter Bahn-Anbindung wie Brandenburg an der Havel oder Eberswalde in den Blick. Sie strahlen jetzt immer kräftiger auf ihr Umland aus. Zukünftig wollen wir unsere starken Standorte noch besser miteinander verbinden. Das nützt auch dem ländlichen Raum.  Unser Ziel ist eine gute und ausgewogene Entwicklung des gesamten Landes und eine Stärkung des Zusammenhalts zwischen den Regionen."


Das Demografieportal ist eine Initiative der Demografiestrategie der Bundesregierung. Mit den Ländermonaten stärkt das Demografieportal sein Profil als Plattform zur Demografiepolitik in Deutschland. Alle Infos: Demografieportal - Demografieportal des Bundes und der Länder (demografie-portal.de)

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 203.3 KB)