Aktiv – hilfsbereit – unkompliziert: „Seniorengenossenschaft Oberhavel“ ist Demografie-Beispiel

20.07.2016Die „Seniorengenossenschaft Oberhavel“ ist am Mittwoch als Demografie-Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ geehrt worden. Der Chef der Koordinierungsstelle Ehrenamtliches Engagement der Staatskanzlei, Manfred Bauer, überreichte in Oranienburg die Auszeichnung an Vertreter des Vereins. Die rund 30 Mitglieder der ersten Seniorengenossenschaft in Brandenburg unterstützen sich ehrenamtlich gegenseitig im Alltag. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein und profitiert zugleich von der Hilfe anderer, etwa im Haushalt, im Garten, beim Einkauf, bei Behördengängen oder bei der Vermittlung von Fahrdiensten.

Bauer sagte: „Das Prinzip der gegenseitigen Hilfe ist ein tolles Konzept. Hier kümmern sich Senioren unkompliziert und schnell um andere ältere Menschen. Das bringt mehrere Vorteile. Betagte Menschen können so möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen. Diejenigen, die sich einbringen, erhalten bei Bedarf selbst Unterstützung. Dieses Mit- und Füreinander bereichert das Leben der Senioren, und es beugt Vereinsamung und Isolation vor. Ich bin mir sicher, dass das Modell auch in anderen Regionen Brandenburgs Schule machen wird.“

Die Vorsitzende der Seniorengenossenschaft, Marion Kinzinger, sagte: „Wir haben mit der Seniorengenossenschaft eine Lücke im bestehenden System geschlossen. Egal ob es sich um die Begleitung zu Einkäufen, Arztbesuchen, vertrauensvolle Gespräche, Behördengänge o.ä. handelt, wir decken das sehr zeitnah ab. Bei Veranstaltungen bringen wir unsere Mitglieder zusammen, viele davon leben allein zu Hause. Da wir nicht gewinnorientiert arbeiten, können wir ganz anders auf die persönliche Situation reagieren. Uns fehlen aber noch weitere Helfer/-innen, um noch mehr Patienten betreuen zu können. Die Auslagen werden übernommen.“

Die „Seniorengenossenschaft Oberhavel“ wurde im Januar 2015 unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. ins Leben gerufen. Gegen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag beim DRK in Höhe von fünf Euro (bei Ehepaaren maximal 100 €uro pro Jahr) kann Hilfe in Anspruch genommen werden. Nach der Sommerpause sollen Zeitkonten eingeführt werden. Damit können erbrachte Leistungen dem eigenen Konto gutgeschrieben und für die „angesparte Zeit“ selbst Hilfe erbeten werden. Die „Seniorengenossenschaft Oberhavel“ unterstützt derzeit die Initiatoren der in Gründung befindlichen „Seniorengenossenschaft Niederbarnim“.

Kontakt für das Demografie-Beispiel „Seniorengenossenschaft Oberhavel“: Marion Kinzinger, Tel. 0152 54853993, E-Mail: mail@seniorengenossenschaft-oberhavel.de
Weitere Informationen zur Seniorengenossenschaft auf der Internetseite http://seniorengenossenschaft-oberhavel.de/hp/
www.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.428900.de
Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de