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Hightech „Made in Brandenburg“: 30 Jahre Forschung und Entwicklung am IHP in Frankfurt (Oder) – Erweiterungsbau am Leibniz-Institut eröffnet

veröffentlicht am 16.12.2013
Grund zum Feiern in Frankfurt (Oder): Das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, dessen etablierte Abkürzung IHP heute für „Innovations for High Performance“ steht, wird 30 Jahre alt. Im Technologiepark der Oderstadt gratulierten anlässlich des Jubiläums auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wissenschaftsministerin Sabine Kunst.

Ministerpräsident Woidke würdigte das IHP als „Technologie-Flaggschiff“ unter den Brandenburger Forschungseinrichtungen. Woidke betonte: „Die Einrichtung ist kreativ, forschungs- und drittmittelstark verankert und darüber hinaus bestens vernetzt. Zudem gibt das Institut bedeutende Impulse für die regionale Wirtschaft im Land Brandenburg. Die Arbeit ist anwendungsorientiert und damit ist das IHP zu einem Institut von nationaler Bedeutung mit internationaler Ausrichtung geworden. Es zeigt einmal mehr, dass Brandenburg ein Land der Hochtechnologie ist.“

Auch Wissenschaftsministerin Kunst betonte: „Das IHP steht für internationale Spitzenforschung im Land Brandenburg. Mit seinen Entwicklungen etwa in den Bereichen Luftfahrt, Telekommunikation und Telemedizin wird es weltweit beachtet. Der Erfolg des IHP zeigt auch, wie durch eine sehr gute Verzahnung von Hochschulen, außeruniversitärer Forschung und Unternehmen in der Region zusätzliche Potenziale eröffnet werden.“

Im Anschluss an die Feierstunde zum 30-jährigen Institutsjubiläum wurde ein Erweiterungsbau für das IHP eingeweiht. Das 8,75 Millionen Euro teure Gebäude bietet Platz für 70 Beschäftigte sowie Seminar- und Konferenzräume.

Finanzminister Helmuth Markov erklärte aus diesem Anlass: „Dass der neue Erweiterungsbau notwendig geworden ist, zeugt eindrucksvoll von der Erfolgsgeschichte des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik, das für die Stadt Frankfurt (Oder) ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Der Planung für das viergliedrige Instituts-Gebäude im Jahr 1999 lag eine Mitarbeiterzahl von 212 zu Grunde. Heute hat das IHP schon rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun mit dem Erweiterungsbau weitere dringend benötigte, moderne Arbeits-, Seminar- und Konferenzräume erhalten.“ Insgesamt umfasse der Erweiterungsbau 1.751 Quadratmeter. Das Institut, so Markov, habe sich zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für Silizium-Germanium-Technologien entwickelt.


Zum Hintergrund
1958 als VEB Physikalische Werkstätten in Berlin-Rahnsdorf gegründet, wurde
das damalige Institut für Halbleiterphysik 1963 als Physikalisch-Technisches Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften übernommen. Nach Umbenennungen und Neuprofilierungen wurde es am 22. Dezember 1983 als Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR konstituiert.

1992 wurde es als Einrichtung der „Blauen Liste“ in Form einer GmbH neu gegründet. Heute sind dort über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 130 Wissenschaftler/innen, aus 20 Nationen an der Forschung und Entwicklung zu siliziumbasierten Systemen, Höchstfrequenz-Schaltungen und Technologien für die drahtlose und die Breitbandkommunikation beteiligt.

Gemeinsame Labore betreibt das IHP u.a. mit der BTU Cottbus-Senftenberg, der TH Wildau und der Humboldt-Universität zu Berlin. Zudem unterhält das IHP umfangreiche Kooperationsbeziehungen zu nationalen und internationalen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und zur Wirtschaft. Finanziert wird es durch eine Grundförderung von 21,3 Millionen Euro vom Bund und vom Land Brandenburg. Daneben wirbt es umfangreiche Drittmittel durch Forschungsprojekte mit der Industrie ein.