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Wieder mehr Wohnraumförderung möglich

veröffentlicht am 03.09.2013

Das Wohnungsbauvermögen in Brandenburg hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Hierzu haben Niedrigzinsphasen und Sondertilgungen beigetragen. In den vergangenen sechs Jahren flossen über 720 Millionen Euro in das Vermögen zurück. Das geht aus dem aktuellen Bericht von Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger zur Entwicklung der Wohnraumförderung hervor, der heute im Kabinett vorgestellt wurde.

Minister Vogelsänger: „Aufgrund dieser positiven Entwicklung hat das Land die Möglichkeit, das Wohnungsbauvermögen wieder für die Wohnraumförderung zu öffnen. Seit Anfang dieses Jahres gibt es wieder Förderzusagen aus dem Vermögen. Ab nächstes Jahr werden die Bundeszuweisungen von jährlich zirka 30 Millionen Euro für die Wohnraumförderung zu günstigen Konditionen an die Wohnungsunternehmen als Darlehen ausgereicht.“ Laut Bericht hat das Land von 2007 bis heute den Bau von Wohnungen, die Modernisierung und Instandsetzung sowie die barrierefreie Erreichbarkeit von rund 12.000 Wohnungen mit 186 Millionen Euro unterstützt. Die bisherigen Programme für Aufzüge, Mietwohnraumförderung, die behindertengerechte Ausstattung von Wohnungen und das Wohneigentumsprogramm werden weitergeführt. So wurden im vergangenen Jahr 800 Wohnungen mit gut 20 Millionen Euro gefördert.

Vogelsänger wies zugleich darauf hin, dass mit auslaufender Förderung aus vorangegangen Jahren seit einiger Zeit die Zahl der Mietpreis- und belegungsgebunden Wohnungen sinkt. Um diesem Problem entgegen zu wirken, haben das Infrastrukturministerium mit der Investitionsbank des Landes und der Stadt Potsdam ein Modellprojekt zur Verlängerung von Mietpreis- und Belegungsbindungen entwickelt. Beim ´Potsdamer Modell´ sichert das Wohnungsunternehmen im Gegenzug für eine Zinsverbilligung in Darlehensverträgen über zehn Jahre Miet- und Belegungsbindungen für geförderte Wohnungen zu. 2012 und 2013 konnten mit den Beteiligten Vereinbarungen über die Verlängerung von Mietpreis- und Belegungsbindungen für 3.300 Potsdamer Wohnungen für zehn bis 15 Jahren abgeschlossen werden.