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Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung teilt die stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert mit:

„Freiraum und Naturschutz in der Stadtentwicklung“ –
Land gibt Kommunen Leitfaden an die Hand

veröffentlicht am 02.07.2013
Das Land Brandenburg legt einen Leitfaden für die Stadtentwicklung vor. Das Umwelt- und das Infrastrukturministerium präsentierten dem Kabinett heute in Potsdam die Broschüre „Freiraum und Naturschutz in der Stadtentwicklung“, die sich speziell an Kommunen wendet. Das Heft zeigt auf, dass unter Berücksichtigung von Naturschutz und Biotopentwicklung neue Konzepte für die Entwicklung von Freiflächen möglich und erforderlich sind.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger erklärte: „Der demografische Wandel und die veränderte Wirtschaftsstruktur führten in den vergangenen Jahren dazu, dass viele Städte im Land schrumpfen. Abriss von Wohnungen und brachliegende Gewerbeflächen sind die Folgen. Der Umgang mit den neuen Freiflächen ist für die Kommunen eine Herausforderung. Es bietet sich jedoch auch die Möglichkeit, Naturschutz und Stadtentwicklung stärker miteinander zu verzahnen und damit neue Chancen für mehr Grün in der Stadt zu eröffnen.“

Umweltstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt betonte: „Die Entwicklung entstehender Freiflächen für Naturschutz- und Erholungszwecke kann die Lebensqualität in den Städten deutlich steigern. Durch die Nutzung dieser Flächen als Kompensation von Eingriffen an anderer Stelle werden auch Kosten reduziert.“

Das Projekt zur besseren Verzahnung von Stadtentwicklung und –umbau, das der Broschüre zugrunde liegt, gibt es seit 2010. Im Mittelpunkt steht das Anliegen, innerstädtische Brachflächen stärker für die Verbesserung der Stadtnatur heranzuziehen. Dafür können erforderliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gezielt genutzt werden, so dass die Kommunen eine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit für die Entwicklung von Freiflächen haben.