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Neue Videobotschaft des Ministerpräsidenten


Platzeck würdigt Brandenburgische Gedenkstättenstiftung zum 20-jährigen Jubiläum

Landesregierung unterstützt einzigartiges Konzertprojekt in Ravensbrück

veröffentlicht am 23.02.2013
Die Landesregierung würdigt die 20-jährige Arbeit der Brandenburgischen Gedenkstättenstiftung und unterstützt ein einzigartiges Konzertprojekt in Ravensbrück. Ministerpräsident Matthias Platzeck betont in seiner heute veröffentlichten neuen Videobotschaft (www.brandenburg.de), seit 20 Jah-ren sorgten engagierte Frauen und Männer mit Sachverstand, Sensibilität für die Opfer und mit wirklich großem Einsatz dafür, „dass die authentischen Orte des Grauens, der Verfolgung und der politischen Willkür nicht nur erhalten werden, sondern auch als überzeugende Argumente für ein demokratisches Staatswesen dienen“.

Platzeck zufolge kamen im vergangenen Jahr fast 600.000 Besucherinnen und Besucher aus vielen Nationen in die brandenburgischen Gedenkstätten. Dabei wisse die Stiftung: „Ohne direkte Einbeziehung junger Menschen bliebe Erinnerungskultur Stückwerk und ohne Perspektive. Deshalb gibt es Internationale Jugendbegegnungsstätten in Ravensbrück und Sachsenhausen. Jugendliche arbeiten in Workcamps Geschichte am Originalort auf und kommen mit jungen Menschen aus anderen Ländern ins Gespräch. Einen besseren Demokra-tieunterricht gibt es nicht! Denn wir tragen Verantwortung, das Vermächtnis der Opfer zu erfüllen.“ Platzeck versicherte: „Die Landesregierung wird auch künftig dafür Sorge tragen, dass die Gedenkstätten als historische Lernorte weiter ausgebaut und gemeinsam mit dem Bund langfristig gesichert werden.“

So unterstützen Platzeck und Kulturministerin Sabine Kunst finanziell die Veranstaltung „Lieder aus Ravensbrück“ in der dortigen Mahn- und Gedenkstätte. Für den Musikabend am 20. April zum 68. Jahrestag der Befreiung des größten Frauenkonzentrationslagers auf deutschem Boden stellen sie insgesamt mehr als 10.000 Euro aus Lottomitteln bereit. Beim Konzert werden Kompositionen aufge-führt, mit denen polnische Lagerinsassinnen ihre Würde zu bewahren suchten. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Eröffnung der neuen Dauer-ausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers, die ab 21. April in der ehemaligen Kommandantur gezeigt wird.

Hintergrund:

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten war am 30. Januar 1993 durch eine Verordnung der Landesregierung rückwirkend zum 1. Januar 1993 gegründet worden. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Stiftung laden Landtag und Landesregierung für den 26. Februar 2013 um 15.00 Uhr zu einen gemeinsamen Festakt im Brandenburg-Saal der Staatskanzlei in Potsdam ein.

Im Konzentrationslager Ravensbrück waren von 1939 bis 1945 etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert. Die Deportierten stammten aus über 40 Nationen. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.