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Halt geben in unsicheren Zeiten – Land Brandenburg dankt Ehrenamtlern

veröffentlicht am 10.12.2011

Landtagspräsident Gunter Fritsch und Ministerpräsident Matthias Platzeck halten das Ehrenamt gerade angesichts rechtsextremistischer Bedrohung für das Gemeinwesen für wertvoller denn je. Beim traditionellen Ehrenamtsempfang des Landes am Samstag in Potsdam zollten sie den gemeinnützig Aktiven großen Respekt: „Menschen, die uneigennützig für andere da sind, geben der Gesellschaft Halt. Das Ehrenamt erweist sich einmal mehr als unentbehrliche Ergänzung staatlichen Handelns“, so Fritsch und Platzeck mit Blick auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement zur Stärkung der Demokratie. „Heute ist der Tag, Hunderttausenden danke zu sagen. Wir freuen uns, wie gut sich das bürgerschaftliche Engagement in den vergangenen Jahren in Brandenburg entwickelt hat.“ Etwa 100 der aktivsten Ehrenamtler aus dem ganzen Land waren der Einladung in die Landeshauptstadt gefolgt.

Fritsch sagte zu den Eingeladenen: "Sie stehen stellvertretend für all die engagierten Menschen im ganzen Land, die sich seit Jahren oder sogar Jahrzehnten in den verschiedensten Lebensbereichen für andere Menschen einsetzen. Ihnen gebührt höchste Anerkennung, denn Sie übernehmen Verantwortung und setzen sich selbstlos für die Zivilgesellschaft ein. Das stärkt unsere Demokratie."

Platzeck betonte: „Ehrenamtler tragen maßgeblich dazu bei, dass Brandenburg ein tolerantes, buntes und vielseitiges Land ist. Werte wie Solidarität und Nächstenliebe lassen sich am Besten durch eine lebendige Bürgergesellschaft vorleben. Viele Freiwillige engagieren sich auch im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit. Andere, indem Sie Gemeinschaftssinn, positiven Gestaltungswillen und gesellschaftliche Fürsorge vorleben. So sind sie Vorbild und motivieren andere. Ich freue mich, dass es in Brandenburg ein großes Potenzial für freiwilliges Engagement gibt“.

Laut Freiwilligensurvey der Bundesregierung und der „Landesstudie Zivilgesellschaft und freiwilliges Engagement“ hat sich Brandenburg an der Spitze in Ostdeutschland behauptet. Ein Drittel der Bevölkerung ist freiwillig tätig. Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen für die Freiwilligenarbeit deutlich verbessert, beispielsweise durch die Koordinierungsstelle in der Staatskanzlei, den Ausbau der Anerkennungskultur, den Versicherungsschutz, die Unterstützung der Freiwilligenagenturen und zuletzt die Freiwilligenpässe.