ZukunftsTour Heimat – Prignitz

ZukunftsTour Heimat in der Prignitz Foto: ZB - Fotoreport

ZukunftsTour Heimat

Die Prignitz

1. November 2017

Was ist Heimat? – Was macht ein Dorf lebenswert? – Wie entsteht neuer Schwung? Das sind Fragen, denen  Ministerpräsident Dietmar Woidke mit einer neuen Besuchsreihe – der „ZukunftsTour Heimat“ – auf den Grund gehen will. Dazu wird er mit Menschen in allen Regionen des Landes ins Gespräch kommen. Anlaufstationen sind zum einen heimatverbundene und in ihrem Umfeld engagierte Unternehmen, die in ihre und die Zukunft der Region investieren. Und zum anderen Dörfer oder Gemeinden, die sich um lebendige Strukturen und ein lebenswertes Umfeld kümmern. Zum Auftakt geht es in die Prignitz.

 

 

Station 1
Meyenburger Möbel

Das Unternehmen stellt bereits seit 1946 Wohnmöbel von höchster Qualität her und gehört mit 430 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in der Prignitz. Hauptabnehmer ist Ikea. Die Nachwuchsgewinnung wird groß geschrieben: Es gibt 15 Ausbildungsplätze in sieben Berufen, ein Info-Truck wirbt in Schulen und auf Messen um junge Menschen. Die Möglichkeit eines Dualen Studiums wurde seit letztem Jahr um die Kooperation mit der TH Brandenburg im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen erweitert. Über die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern hinaus unterstützt das Unternehmen Projekte vom Sport über Musik bis zur Freiwilligen Feuerwehr. - Nach einem Betriebsrundgang mit Fotomöglichkeiten folgt ein Gespräch zum Thema „Zukunft in der Heimat“ mit Betriebsleitung, Mitarbeitern und Nachwuchskräften, darunter auch Rückkehrer.

 

Station 2
Cumlosen

Cumlosen liegt an der Elbe und ist ein lebendiges Dorf mit Dorfgemeinschaftszentrum, Handwerksbetrieben, einer Kita mit Hort sowie einem regen Vereinsleben. Auf den Spuren des „Vier-Länder-Grenzradweges“ sind Besucher eingeladen, die Schönheit der Landschaft sowie die interessante Geschichte zu entdecken.

  • Kita „Zwergenland“

    Kita Zwergenland

     „Kannst Du Dich noch mal in die Tür stellen?“, bekam ich nach dem Begrüßungslied zu hören. Die Kinder waren tatsächlich besorgt, ob ich mit meinen 1,96 m durch die Tür passe. Kunterbunt und fröhlich ging es auch weiter in der Kita Zwergenland in Cumlosen zu. Die Kinder im Kita-Alter und die älteren Hortkinder haben mir ihre Spiel- und Lernmöglichkeiten gezeigt. Es gibt viel zu entdecken hier in Cumlosen. Das wissen auch mehr und mehr junge Familien zu schätzen, die einmal weggezogen sind und jetzt wieder gerne zurückkommen wollen. „Die Anmeldungen steigen, die Kita wächst“, freute sich Kita-Leiterin Elke Schönwald. „Die Kinder lernen hier Rücksichtnahme, damit Gemeinschaft funktioniert“, so die Kita-Leiterin.

    Kita Zwergenland



  • Zimmerei Ihlau

    Das kleine Unternehmen besteht seit über 20 Jahren und arbeitet mit seinen 7 Mitarbeitern auch weit über die Prignitz hinaus.

  • Baustelle neues Schöpfwerk

    Baustelle Schöpfwerk

    Der Neubau ist ein wichtiges Projekt auch für den Hochwasserschutz und die landwirtschaftliche Nutzung vor Ort. die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

  • Rundgang durch das Dorfzentrum
    Heimat ist … wo Erinnerungen bewahrt werden
    Gerade habe ich bei meinem Rundgang durch das Dorfzentrum in Cumlosen einen Blick in eine ganz besondere Ausstellung werfen dürfen. Die Heimatstube „Willi Westermann“  besteht schon über 60 Jahre und zeigt naturkundliche und historische Ausstellungsstücke. Vom Spinnrad über Tierpräparate pflegt heute Jens Jirjahn all das weiter, was der ehemalige Cumlosener Gemeindesekretär und Naturfreund Willi Westermann aus der Region zusammengetragen hatte. Und das Interesse an dieser Sammlung ist weit über den Ort hinaus auch heute noch beachtlich, wie er mir bestätigte.

 

 

Station 3
Gespräch mit ehrenamtlich Engagierten aus der Prignitz in Perleberg
Heimat ist … wo sich die Menschen gerne engagieren

Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft arm dran. Zum Glück gibt es in der Prignitz wie im ganzen Land viele Menschen, die sich für andere einsatz- und meinungsfreudig engagieren. Mein Gespräch mit Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern aus der Region war klasse - von niemandem lernt man so schnell so viel über ehrenamtlich betriebene Buchhandlungen, die Heimstube Groß Breese und den Meyenburger Carneval! Interessant fand ich auch das Rezept einer langjährigen Turntrainerin für ewige Jugend: „Von der Wiege bis zur Urne: turne, turne, turne!“ Und Spannend, was die Kameraden von Feuerwehr und THW zu erzählen hatten. Probleme und Wünsche kamen dabei natürlich auch zur Sprache, vor allem der Nachwuchsmangel und zu viel Bürokratie machen den Engagierten Sorgen. So gut das Ehrenamt in Brandenburg schon funktioniert – bei den Rahmenbedingungen können wir immer noch besser werden. Wir arbeiten dran!