Newsletter Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz nacheinander erfolgten die Auszeichnungen der Demografie-Beispiele April und Mai 2017. Die ausgewählten Projekte „Sturzprävention“ und „Burgenbus Hoher Fläming“ stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Mit dem Programm LandKULTUR unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium kulturelle Aktivitäten in ländlichen Räumen. Darüber hinaus ist Mitreden erwünscht beim „Neuland-Dialog“ bzw. beim neuen Praxisdialog „Arbeiten im öffentlichen Dienst – durchstaaten.de“.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht

Ihr Redaktionsteam „Demografischer Wandel“ der Potsdamer Staatskanzlei


Als beispielgebendes Projekt wurde die Initiative zur Sturzprävention des Kreissportbundes Märkisch-Oderland (KSB) durch den Staatskanzleichef Thomas Kralinski im Rahmen eines Besuches am 27. April 2017 in Seelow geehrt. Seit 2015 können ältere Menschen an dem kostenfreien Übungsprogramm teilnehmen. Damit sollen Mobilität und Selbstständigkeit erhalten und gefördert werden. Zu Beginn des Projektes gab es drei Übungsgruppen im Landkreis Märkisch-Oderland, mittlerweile sind es 33


Kralinski betonte: „In Brandenburg leben gegenwärtig rund 600.000 Menschen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben. Um fit zu bleiben und möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist Bewegung die beste Medizin. Die ambulante Sturzprävention ist für Menschen, die lange Zeit nur wenig oder gar nicht mehr sportlich aktiv waren, genau richtig. Das zeigt die rege Nachfrage. Bei den Übungsprogrammen können die Frauen und Männer nicht nur etwas für ihre Fitness tun, sondern auch soziale Kontakte knüpfen und pflegen."


In dem erfolgreichen Projekt des KSB MOL e.V. trainieren speziell ausgebildete Übungsleiter jeweils acht bis zwölf Frauen und Männer. Die Finanzierung erfolgt über das Gesundheitsamt des Landkreises, die AOK Nordost übernimmt die Ausbildung und Zertifizierung der Übungsleiter sowie die Bereitstellung der Sportgeräte. Seit diesem Jahr engagiert sich die Sparkasse Märkisch-Oderland als Hauptsponsor. Der Kreissportbund kooperiert darüber hinaus mit der Rheuma-Liga, Sportvereinen und Ämtern und Gemeinden im Landkreis, um eine flächendeckende Versorgung aufzubauen.


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Im Monat April ging die Auszeichnung zum Demografie-Beispiel des Monats an den Burgenbus Hoher Fläming. Der Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski, überreichte die Urkunden an die vier Kooperatonspartner, die 2014 den Burgenbus zunächst als Saisonangebot für Ausflügler an Wochenende gestartet hatten. Angesichts steigender Beliebtheit verkehrt er in dieser Saison von April bis Anfang Dezember erstmals täglich zwischen Bad Belzig, Niemegk, Raben und Wiesenburg.


Am Burgenbus sind die Verkehrsgesellschaft Belzig, der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Naturpark Hoher Fläming und die LEADER Aktionsgruppe Fläming-Havel beteiligt. Kralinski betonte: „Den Kooperationspartnern ist es gelungen, ein Angebot zu entwickeln, das nicht nur Ausflüglern, sondern auch Einheimischen zu Gute kommt. Von steigenden Touristenzahlen profitieren zudem die regionale Wirtschaft wie Gastwirte, Ferienhaus- und Hotelbetreiber sowie ortsansässige Künstler. Der Schlüssel zu diesem Erfolg ist das Zusammenspiel regionaler Partner. Sie haben ihre Kräfte gebündelt und so vorhandene Potentiale bestens genutzt. Das ist der richtige Weg, um den demografischen Wandel zu gestalten."


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Mit dem Programm „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung zivilgesellschaftliches Engagement, um in den besonders von gesellschaftlichen Wandel betroffenen Regionen Ostdeutschlands innovative Ideen und Lösungsansätze voranzubringen. In Vorbereitung der für den 29. November 2017 geplanten Konferenz sind Interessierte aufgerufen, sich am Neuland-Dialog zu beteiligen.


Angesprochen sind vor allem diejenigen Menschen, die vor Ort neue Wege gehen: beispielsweise neue Gemeinschaften, Produkte oder Ideen für das Leben auf dem Land. Bis zum 16.06. sind alle Aktiven aufgerufen am Neuland Dialog http://neulandgewinner-tool.de/default.aspx?p=nlg teilzunehmen und unter dem thematischen Dach „Gesellschaft selber machen“ fünf Fragen zu diskutieren.


Von den im vergangenen Jahr an den Start gegangenen Neuland-Gewinnerprojekten der Förderrunde 2017-2019 sind aus Brandenburg dabei:



  • People meet people – Deutsche begegnen Flüchtlinge: Anne-Marie Schütte vom Respekt e.V. aus Bad Belzig, Potsdam-Mittelmark

  • Netzwerk Willkommen in Brandenburg: Stephanie Auras von der Willkommensagentur „Comeback Elbe-Elster“ aus Finsterwalde, Elbe-Elster

  • Ackern, Ernten, Essen: Katrin Wagner von Solanum e.V. aus Rheinsberg, Ostprignitz-Ruppin

  • HEIMATschule Menz – Wir lassen die Zukunft im Dorf: Mario Ledderhose vom Dorfverein Menz e.V.; Oberhavel

  • Ruhner Land – eine Region erfindet sich selbst: Tobias Schweitzer von Neues Landleben e.V. aus Bresch, Prignitz

  • Begegnungsbus: Fabian Brauns vom Jugendförderverein Chance e.V. aus Buckow, Märkisch-Oderland

  • Junge Landwirtschaft zum Miterleben: Anja Hradetzky vom Oder-Jungbauern-Netzwerk aus Lunow-Stolzenhagen, Barnim

  • Präventive Hausbesuche in Nuthetal: Antje Sachs vom Mehrgenerationenhaus Nuthetal, Potsdam-Mittelmark


Informationen zum Neulandgewinner-Programm - Zum Neuland-Dialog:


Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert im Rahmen von „LandKULTUR“ modellhafte und innovative Vorhaben, die kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen erhalten und weiterentwickeln.


Angebote zur aktiven Teilhabe an Kunst und Kultur sind für die Attraktivität der ländlichen Räume von großer Bedeutung. Mit dem Modellvorhaben „LandKULTUR“ werden Projektideen aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur, darstellende Künste, Musik, angewandte Künste und kulturelles Erbe gesucht, die bundesweit Beispielcharakter haben könnten. Hierzu gehören neue Formen kultureller Infrastruktur in peripheren Räumen, neue Formen von Bildungsangeboten, Kooperationen von Kulturschaffenden etc.


Die ausgewählten Projekte können eine Förderung von bis zu 100.000 € erhalten. Der Förderzeitraum beträgt maximal 36 Monate. Im Zuge eines zweistufigen Antragsverfahrens können bis zum 31. Juli 2017 Projektskizzen eingereicht werden.


„LandKULTUR“ ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE), mit dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) neue Impulse für ländliche Regionen setzen will. Ziel ist es, Modell- und Demonstrationsvorhaben in zentralen Zukunftsfeldern ländlicher Entwicklung zu initiieren und beispielgebende Projekte zu unterstützen. Hierzu gehören z.B. auch die Modellvorhaben „Mehrfunktionshäuser“, „500 LandInitiativen sowie „Land.Digital“.


Informationen und Antragsunterlagen


Das Demografieportal des Bundes und der Länder hat am 22. Mai 2017 den Praxisdialog „Arbeiten im öffentlichen Dienst – durchstaaten.de“ gestartet. Der Dialog findet in Kooperation mit dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und dem Bundesinnenministerium statt.


Zum Auftakt des Dialogs berichten die Projektkoordinatoren über die im März 2017 gestartete gleichnamige Werbekampagne. Als Teil der Demografiestrategie der Bundesregierung haben Bund, Länder, Kommunen und Gewerkschaften in der Arbeitsgruppe „Der Öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ das gemeinsame Werbekonzept zur Fachkräftesicherung erarbeitet. Um das Angebot kontinuierlich verbessern zu können, werden im Praxisdialog Anregungen und Ideen gesucht. Auch Fragen können direkt mit den Ansprechpartnern diskutiert werden. Darüber hinaus bietet der Dialog eine Plattform für einen Erfahrungsaustausch zu Ideen und Beispielen, die das Arbeiten im öffentlichen Dienst auf allen Ebenen und in allen Regionen interessant und attraktiv machen. Beteiligen Sie sich bis zum 30. Juni am Praxisdialog!


Link zum Praxisdialog -Zum Demografieportal des Bundes und der Länder