Oberschulrätin/Oberschulrat (w/m/d)

Im Geschäftsbereich des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport ist zum nächstmög­lichen Zeitpunkt im Staatlichen Schulamt Frankfurt (Oder) die Stelle

einer Oberschulrätin/eines Oberschulrates (w, m, d)

für den Bereich Lehrerbildung und Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern zu besetzen.

Die Stelle der Oberschulrätin/ des Oberschulrates ist nach Besoldungsgruppe A 15 BbgBesO bzw. Entgeltgruppe 15 TV-L bewertet. Eine Ernennung zur Oberschulrätin oder zum Oberschulrat kann erst nach Erfüllen der beamten- und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfolgen.

Aufgabengebiet:

Die Schulaufsicht sichert den Prozess der Zielfindung, Planung und Steuerung der Lehrkräftefort- und -weiter­bildung sowie in der Lehrkräfteausbildung, soweit es in ihrem gesetzlichen Verantwortungsbereich liegt.

Die Schulaufsicht gewährleistet unter Berücksichtigung der aktuellen schulpolitischen Schwerpunkt­setzungen den kontinuierlichen Erwerb der für die Erreichung der im Brandenburgischen Schulgesetz bestimmten Bildungs- und Erziehungsziele erforderlichen professionellen Kompetenzen und ergreift insbesondere in der Aus- und Weiterbildung geeignete Maßnahmen, die der Deckung des Lehrkräfte­bedarfs dienen. Dies schließt auch die Gewinnung des Berufsnachwuchses ein.

Die Schulrätinnen/Schulräte

  • üben das Gesamtcontrolling gegenüber den Schulen aus und unterstützen den zuständigen Bereich des staatlichen Schulamtes bei der Organisation der schulpraktischen Ausbildung der schulpraktischen Studien im Rahmen des Studiums sowie des Vorbereitungsdienstes,
  • steuern die Fortbildung der Lehrkräfte und setzen für sie überregional und dazu ergänzend regionale Schwerpunkte im Rahmen von Fortbildungskonzepten,
  • sind mitverantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und Durchführung von Maßnahmen der Berufseingangsphase,
  • unterstützen die Schulen bei der Gewinnung von Schulabsolventen für den Lehrerberuf,
  • koordinieren und steuern die Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern.

Im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung des staatlichen Schulamtes sind inhaltliche und strukturelle Änderungen der Aufgabengebiete möglich. Die insoweit notwendige Flexibilität und Mobilität werden vorausgesetzt. Unabhängig von der jeweiligen zugeordneten Funktion bestehen für jede Schulrätin oder jeden Schulrat allgemeine schulfachliche Aufgaben, die das Ziel der Bestandsaufnahme, Entwicklung und Sicherung der Qualität von Lehren und Lernen haben. Hierzu zählen insbesondere die Wahrnehmung der Fachaufsicht über die Schulen, die Unterstützung der Schulen durch Beratung, die Gewährleistung von Zusammenarbeit und Informationsaustausch, die Wahrnehmung von Aufgaben der Personalführung und der Personalentwicklung sowie die Mitwirkung bei Prüfungen nach dem Lehrer­bildungs­recht.

Zu den schulaufsichtsbezogenen Fachaufgaben der Schulrätin/des Schulrates gehören des Weiteren:

  • Kontrolle und Beratung bei der Entwicklung und internen Evaluation von pädagogischen Konzepten und Schulprogrammen sowie der Ergebnisse des Lehrens und Lernens,
  • Beratung von Schulen, Schulträgern und Kooperationspartnern zu Ganztagsangeboten,
  • Koordinierung der Zusammenarbeit von Grundschulen und weiterführenden allgemeinbildenden Schulen bei der Information und Beratung der Eltern zum Übergang in die Jahrgangsstufen fünf und sieben sowie Mitwirkung in Fragen der Schulentwicklungsplanung,
  • Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Vergleichsarbeiten.

Unabdingbare Anforderungen

  • Befähigung für eine der folgenden Laufbahnen: des Lehrers für die Primarstufe, des Lehrers für die Sekundarstufe I, des Studienrates und des Lehrers für die Sekundarstufe II,
  • Nachweis einer mindestens fünfjährigen Tätigkeit in der der Laufbahn entsprechen­den Schulstufe und davon mindestens eine zweijährige Tätigkeit in einem Beförderungsamt als Schulleiter/Schulleiterin oder stellv. Schulleiter/Schulleiterin, als Abteilungsleiter/Abteilungsleiterin an einem Oberstufen­zentrum, als Koordinator/Koordinatorin schulfachlicher Aufgaben, als Leiter/Leiterin eines Primarstufen­bereiches,  als Seminarleiter/Seminarleiterin oder stellv. Seminarleiter/Seminarleiterin in der Lehrerausbildung oder einer entsprechenden Tätigkeit.

Sonstige Anforderungen

  • Mehrjährige Erfahrungen mit überdurchschnittlichen Leistungen bei der Wahrnehmung von Aufgaben in der Lehrerausbildung und der Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern.
  • Darüber hinaus werden anwendungssichere Kenntnisse im Verwaltungs- und Schulrecht,  gute Kenntnisse der bestehenden Regelungen und Bedingungen für die Gestaltung und Entwicklung der brandenburgischen Schulen und die Bereitschaft zur konstruktiven und kollegialen Zusammenarbeit mit den Leitungen der weiterführenden allgemein bildenden Schulen, mit dem Schulrätekollegium und den Verwaltungskräften gefordert.
  • Engagement und hohe Arbeitsbereitschaft, Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft und Konsensfähigkeit sowie Kompetenz zur Wahrnehmung von Management- und Führungsfunktionen werden vorausgesetzt.

Der Dienstposten ist für eine Teilzeitbeschäftigung grundsätzlich nicht geeignet.

Schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des § 2 SGB IX werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht.

Ihre ausführliche Bewerbung (tabellarischer Lebenslauf, Qualifikationsnachweise, beruflicher Werdegang, aktuelle Beurteilung/aktuelles Zeugnis – nicht älter als ein Jahr) sowie eine Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte senden Sie bitte bis zum 22.11.2020 an:

Staatliches Schulamt Frankfurt (Oder)
Der Leiter Dr. Olaf Steinke
Gerhard-Neumann-Straße 3
15236 Frankfurt (Oder)

  

Hinweis zum Datenschutz

Die im Rahmen der Bewerbung mitgeteilten personenbezogenen Daten werden auf der Grundlage des § 26 des Brandenburgischen Datenschutzgesetzes verarbeitet. Sofern Sie mit der Verarbeitung der Daten nicht einverstanden sind, oder die Einwilligung widerrufen, kann die Bewerbung in diesem Stellenbesetzungsverfahren nicht berücksichtigt werden.

Allgemeine Hinweise

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Unterlagen in deutscher Sprache bzw. Übersetzung eingereicht werden müssen. Bewerberinnen und Bewerber mit ausländischen Bildungsabschlüssen bitten wir, eine beglaubigte Übersetzung ihres Bildungsabschlusses sowie den Nachweise der Gleichwertigkeit einzureichen.

Die Bewerbungsunterlagen werden grds. nicht zurückgeschickt. Sollten Sie eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen wünschen, legen Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei. Andernfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von 3 Monaten nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Bewerbungskosten werden nicht erstattet.