Akademischer Mitarbeiter (m/w/d) zur kooperativen Promotion im Fachbereich Informatik und Medien

Die Technische Hochschule Brandenburg (THB) in der Stadt Brandenburg an der Havel ist eine junge und dynamische Hochschule mit ca. 2.600 Studierenden in 21 Studiengängen. Hier ist im Fachbereich Informatik und Medien im Rahmen des Vorhabens „FH Zukunft Brandenburg“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle (befristet auf 48 Monate) zu besetzen:

Akademischer Mitarbeiter (m/w/d) zur kooperativen Promotion

im Fachbereich Informatik und Medien

Entgeltgruppe: 13 TV-L

30 h/Woche

Kennziffer: FBI-DS3

Gesucht wird eine hochgradig motivierte und wissenschaftliche Qualifikation anstrebende Persönlichkeit mit sehr guten Leistungen, welche engagiert und eigeninitiativ Forschungsarbeiten im Bereich der IT Security und Forensik, mit Fokus auf technischem Datenschutz vorantreibt. Die Position soll die Durchführung einer kooperativen Promotion im Rahmen von innovativen FuE-Projekten ermöglichen, demzufolge wird von der/dem Stelleninhaber/in erwartet, dass sie oder er im Projektverlauf nachweisbaren Promotionsfortschritt erbringt.

Arbeitsgebiet:

Viele moderne, digital-vernetzte Anwendungen wie z. B. Social-Media-Plattformen, Self-Tracking- Anwendungen, Smart Watches und andere Clouddienste sind attraktiv durch deren Funktionalitäten, welche auf einer Vielzahl von vernetzten Endgeräten wie Smartphones, Fitness-Tracker, Sprachassistenten und Internet-of-Things Komponenten verfügbar sind. Bei deren Nutzung fallen vielfältige, häufig personenbezogene Daten an, welche oft das Grundgerüst des dahinter stehenden Geschäftsmodells bilden. Die hier entstehenden personenbezogenen Datenströme sind in aller Regel nicht transparent und steuerbar für die Anwender, gehen oft über die erforderlichen Informationen hinaus, zielen auf eine Nutzerprofilierung ab und oft wird auf eine detaillierte Aufklärung über deren Quantität und Qualität, der daraus resultierenden Bedrohungen und Risiken oder auch Verwendung zur weiteren Wertschöpfung seitens der Anbieter verzichtet. Ziel der Forschungsarbeiten ist, hier durch neuartige technische Verfahren Transparenz, Verständnis und Steuerungsmöglichkeiten für die Besitzer dieser persönlichen Daten und Nutzer solcher Dienste zu schaffen. Deren praktische Anwendbarkeit soll wissenschaftlich untersucht, demonstrativ gezeigt und damit perspektivisch die Digitale Kompetenz und Souveränität der Anwender gestärkt werden.

 Ihr Aufgabengebiet:

  • die Analyse, Erarbeitung und Design von Prozess- und Datenflussmodellen für ausgewählte digital-vernetzte Anwendungen,
  • die Konzeption, Umsetzung und Evaluation von Ansätzen zur forensische Erfassung und Analyse von datenschutz-relevanten Datenströmen auf Endgeräten,
  • die Erforschung von Ansätzen zur Detektion, Analyse, Interpretation und Bewertung von Datenströmen bezüglich deren Auswirkungen auf die Privatsphäre der Nutzer und deren diesbezüglichen Einflussoptionen,
  • Untersuchungen zum Einsatz von Mustererkennung und Datenvisualisierungsmethoden zur Situationsbewertung und Verständnisförderung der Nutzer, ggf. einschließlich entsprechender Anwenderstudien,
  • die Umsetzungen von Demonstratoren für ausgewählte Anwendungen, wie z. B. dem Self-Tracking,
  • Erarbeitung von wissenschaftlichen Publikationen in Autorenteams auf nationalen und internationalen Konferenzen und in Zeitschriften, sowie Präsentation der Ergebnisse im Rahmen von wissenschaftlichen Tagungen,
  • Engagement in hochschulinternen Maßnahmen zur Förderung der Forschungsaktivitäten, sowie Beteiligung an der Konzeption und Realisierung von neuen Fachlaboren auf dem Gebiet der interdisziplinären Sicherheitsforschung,
  • Betreuung von Studierenden in Laborgruppen und Seminaren, Kleinprojekten und Abschlussarbeiten, auf Deutsch und auf Englisch zu Projekt bezogenen Forschungsthemen,
  • Mitarbeit an Forschungsanträgen zu ergänzenden FuE-Projekten im Bereich der interdisziplinären Sicherheitsforschung.

 Ihr Profil:

  • eine überdurchschnittlich gut abgeschlossene Hochschulausbildung in der Informatik (oder verwandten Gebieten) auf dem Niveau eines Masterabschlusses,
  • ausgeprägte Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie Interesse und Eigeninitiative zur Promotion, welche beispielsweise durch Mitautorenschaft an eine wissenschaftlichen Publikation oder Abschluss einer Masterarbeit mit besonderem wissenschaftlichem Anspruch nachgewiesen wird,
  • ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative, eine hohe soziale/kommunikative Kompetenz sowie die Bereitschaft und Engagement in der aktiven, interdisziplinären Zusammenarbeit,
  • sehr gute Kenntnisse auf den Gebieten: IT-Sicherheit, Forensik und Netzwerke,
  • nachweisbare Programmierkenntnisse z. B. in C/C++, Java oder Python, sowie die Fähigkeit, sich kurzfristig in weitere Programmiersprachen einzuarbeiten,
  • fließende Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift,
  • vorteilhaft sind vorhandene Kenntnisse im Bereich mobiler Endgeräten (z. B. Betriebssysteme für Smartphones, IoT Geräte, Kommunikationsprotokolle), Mustererkennung, Klassifikation sowie Datenvisualisierung.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Projektleiter Prof. Dr. Claus Vielhauer (claus.vielhauer@th-brandenburg.de).

Die Technische Hochschule Brandenburg fordert qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bei gleicher Eignung und Befähigung werden Bewerbungen von anerkannt Schwerbehinderten bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Schwerbehinderung ggf. bereits in der Bewerbung hin. Personalabteilung und Gleichstellungsbeauftragte (+ 49 3381 355-110; gba@th-brandenburg.de) stehen für eine Besprechung zur Klärung von Einzelfragen zur Verfügung. Für weitere Informationen siehe auch https://www.th-brandenburg.de.

Bewerberinnen und Bewerber wenden sich bitte mit den üblichen Bewerbungsunterlagen und unter Angabe der genannten Kennziffer bis zum 01.11.2020 an die

Technische Hochschule Brandenburg

Personal und Organisation

Magdeburger Straße 50

14770 Brandenburg an der Havel

Es wird darum gebeten, die Bewerbungsunterlagen in Kopie einzureichen. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden die Unterlagen nicht berücksichtigter Bewerberinnen und Bewerber vernichtet. Mit Ihrer Bewerbung stimmen Sie der weiteren internen Verarbeitung Ihrer Daten zu dienstlichen Zwecken gemäß der Europäischen Datenschutzgrundverordnung und des Landesdatenschutzgesetzes zu.

Auf Ihre Bewerbung freuen wir uns!