Duales Studium: Diplom-Verwaltungswirt/in

Sie möchten studieren und damit die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst im Land Brandenburg erwerben? Sie sind an öffentlichen Aufgaben interessiert, aufgeschlossen und engagiert?

Der Justizvollzug des Landes Brandenburg bietet ab dem 1. August 2020 drei Studienplätze für einen qualifizierten, mit Theorie und Praxis kombinierten Studiengang im gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf an. Der Studiengang (Vorbereitungsdienst) endet mit einer schriftlichen und mündlichen Laufbahnprüfung und dem Fachhochschulabschluss

Diplom-Verwaltungswirt/in".

Der Studiengang erfolgt im dualen System. Die dreijährige Ausbildung untergliedert sich in die fachpraktische Einführung, in das fachwissenschaftliche Studium und die fachpraktische Ausbildung. Die fachpraktische Einführung und Ausbildung wird im Justizvollzug des Landes Brandenburg, das fachwissenschaftliche  Studium an der Fachhochschule für Rechtspflege in  Nordrhein-Westfalen, Bad Münstereifel, – Fachbereich Strafvollzug – im Studiengang „Strafvollzug“ abgeleistet.


Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung und bei Vorliegen der sonstigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfolgt die Ernennung zur „Regierungsinspektorin“ oder zum „Regierungsinspektor“ im Beamtenverhältnis auf Probe. Die regelmäßige Probezeit dauert drei Jahre.


Die Entscheidung, in welcher Justizvollzugseinrichtung der spätere Einsatz erfolgt, kann erst nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung getroffen werden. Die grundsätzliche Bereitschaft zu einem landesweiten Einsatz ist
erforderlich.

Die Beamtinnen und Beamten des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes gehören zu den Führungskräften im mittleren Management einer Justizvollzugseinrichtung. Ihnen  obliegt überwiegend die Leitung der einzelnen Vollzugs- und Verwaltungsbereiche, die sie regelmäßig selbständig und eigenverantwortlich ausüben. Sie sind unmittelbare Führungskräfte und Vorgesetzte der den Abteilungen zugeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mittleren Dienstes. Soweit ihnen die Leitung einer Vollzugsabteilung übertragen ist, treffen sie selbständig vollzugliche Entscheidungen für die in Ihrem Zuständigkeitsbereich untergebrachten Inhaftierten.

Die Arbeit „hinter Gittern“ bietet folglich abwechslungsreiche Jobs mit guten Perspektiven, die Sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Wir suchen daher flexible, sozial engagierte Persönlichkeiten mit dem erforderlichen Verantwortungsgefühl gegenüber unserer Gesellschaft, die Talent im Umgang mit anderen Menschen haben, in fachübergreifenden Teams arbeiten möchten, gern Verantwortung übernehmen und Lust haben, in einem sozial vielfältigen Umfeld tätig zu sein. Gestaltungswillen, Veränderungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt werden ebenso vorausgesetzt wie ein guter sprachlicher Ausdruck.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://mdjev.brandenburg.de/justiz/justizvollzug/berufe-im-justizvollzug.html .

 

Zu den Einstellungsvoraussetzungen gehören:

  • Deutsche/r im Sinne des Art. 116 GG zu sein oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union zu besitzen;
  • die Gewähr dafür zu bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
  • grundsätzlich nicht vorbestraft zu sein und kein gerichtliches Straf- bzw. Ermittlungsverfahren anhängig zu haben,
  • in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen zu leben,
  • das 40. Lebensjahr am Einstellungstag noch nicht vollendet zu haben,
  • eine zum Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand zu besitzen und
  • die gesundheitliche und charakterliche Eignung, die in einem Einstellungstestverfahren sowie durch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen werden müssen.

Der Justizvollzug des Landes Brandenburg fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeitenden. Diese Stellen sind gleichermaßen für jedes Geschlecht geeignet. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von allen Interessierten mit interkultureller Kompetenz, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Einer Bewerbung sind beizufügen:

  • ein Lebenslauf,
  • eine Kopie des letzten Schulzeugnisses oder eine Kopie der Bescheinigung, durch die die Einstellungsvoraussetzungen nachgewiesen werden,
  • Ablichtungen von Zeugnissen über die Tätigkeiten seit der Schulentlassung,
  • die Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreterin oder des gesetzlichen Vertreters, wenn der/die Bewerber/in noch minderjährig ist.

 

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Auswertung der Bewerbungsunterlagen längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Von der Zusendung von Eingangsbestätigungen und Zwischennachrichten wird abgesehen. Wir setzen uns zu gegebener Zeit mit Ihnen in Verbindung.

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt. Verzichten Sie daher bitte auf das Einreichen von Bewerbungsmappen und Originalen. Sollten Sie eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen wünschen, fügen Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei. Anderenfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von 3 Monaten nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Eine Kostenerstattung für Auslagen/Reisekosten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens ist nicht möglich. 

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 10. Dezember 2019 an das

Ministerium der Justiz und für

Europa und Verbraucherschutz

des Landes Brandenburg,

Referat III.1

Heinrich-Mann-Allee 107

14473 Potsdam

 oder per E-Mail an:

daniela.baessler@mdjev.brandenburg.de

(Bitte nur PDF Dateien; Gesamtgröße der E-Mail max. 9 MB)