Volljurist/in für die Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg

Das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Volljuristin/einen Volljuristen

 für eine Tätigkeit in der Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg mit Standorten (Teilanstalten) in Neuruppin-Wulkow und Wriezen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von derzeit 95,53 Euro/Monat.

Bei Vorliegen der beamtenrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen ist die Übernahme in das Beamtenverhältnis möglich.

Die Zuständigkeit der Teilanstalt Neuruppin-Wulkow erstreckt sich auf Freiheitsstrafen von bis zu 3 Jahren sowie Ersatzfreiheitsstrafen im geschlossenen und offenen Vollzug sowie Untersuchungshaft gegen männliche erwachsene Gefangene. Bei einer Belegungsfähigkeit von insgesamt 160 Haftplätzen stehen 100 Plätze in der Untersuchungshaft sowie 30 Plätze im geschlossenen und 30 Plätze im offenen Vollzug in der Strafhaft zur Verfügung.

Die Teilanstalt Wriezen ist die zentrale Vollzugseinrichtung für Jugendliche im Land Brandenburg und zuständig für den Vollzug von Jugendstrafen gegen männliche Jugendliche und Heranwachsende sowie Ersatzfreiheitsstrafen und Freiheitsstrafen an jungen männlichen Erwachsenen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres im geschlossenen und offenen Vollzug. Daneben ist die Anstalt für die Vollstreckung von Untersuchungshaft bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres gegen männliche Untersuchungsgefangene zuständig. Die Teilanstalt verfügt über eine Belegungsfähigkeit von insgesamt 182 Haftplätzen: 83 Plätze im geschlossenen und 26 Plätze im offenen Vollzug sowie 52 Plätze in der Untersuchungshaft. Zudem verfügt die Anstalt über eine Sozialtherapeutische Abteilung mit 21 Haftplätzen.

Die Tätigkeit wird sich auf alle Rechtsangelegenheiten erstrecken, die im Justizvollzug sowohl im Personal- wie auch im Vollzugsbereich von Bedeutung sind, z. B. Widerspruchsverfahren, verwaltungsgerichtliche Streitigkeiten, Stellungnahmen zu Anträgen auf gerichtliche Entscheidung gem. §§ 109 ff. StVollzG, Petitionen und Bescheide an Gefangene. Nach entsprechender Einarbeitung ist ein Einsatz als Vollzugsleiter/in vorgesehen. Dieses Aufgabengebiet beinhaltet die fachliche und organisatorische Leitung eines Teilbereichs der Anstalt sowie dessen konzeptionelle Gestaltung einschl. Personalverantwortung.

Vorgesehen ist auch ein zeitweiliger Einsatz an anderen Vollzugsstandorten sowie im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, um die unterschiedlichen Bereiche des brandenburgischen Justizvollzuges kennenzulernen. Neben dem Erwerb fachlicher Fähigkeiten sollen auch Befähigungen für künftige Leitungsfunktionen im Justizvollzug des Landes Brandenburg erprobt und erworben werden.

 Vorausgesetzt werden 

  • Befähigung zum Richteramt
  • gute Kenntnisse im Straf-, Strafprozess- und insbesondere Strafvollzugsrecht sowie Grundkenntnisse im Recht des öffentlichen Dienstes,
  • Sozialkompetenz, Fähigkeit zu konzeptionellem Planen und Handeln, Kooperations- und Teamfähigkeit, sicheres Auftreten,
  • die Bereitschaft zur Einarbeitung in die Besonderheiten der institutionellen Rahmenbedingungen des Justizvollzuges und zum Einsatz an verschiedenen Vollzugsstandorten.

Erfahrungen im Justizvollzug aufgrund entsprechender Referendartätigkeit oder Praktika sind wünschenswert.

Der Arbeitsplatz ist grundsätzlich auch für Teilzeitbeschäftigung geeignet. Gehen entsprechende Bewerbungen ein, wird für den jeweiligen Arbeitsplatz geprüft, ob den Teilzeitwünschen im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten (insbesondere Anforderungen des Arbeitsplatzes, gewünschte Gestaltung der Teilzeit) entsprochen werden kann. Das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren Nationalität (Kommunikationssprache ist Deutsch), sozialer Herkunft, Alter, Religion, Behinderung oder sexueller Identität. Bewerberinnen und Bewerber mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls bevorzugt.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Auswertung der Bewerbungsunterlagen längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Von der Zusendung von Eingangsbestätigungen und Zwischennachrichten wird abgesehen. Wir setzen uns zu gegebener Zeit mit Ihnen in Verbindung.

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt. Verzichten Sie daher bitte auf das Einreichen von Bewerbungsmappen und Originalen. Sollten Sie eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen wünschen, fügen Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei. Anderenfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von 3 Monaten nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine Kostenerstattung für Auslagen/Reisekosten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens nicht möglich ist. 

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum  20. Juni 2019 an das

Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Referat III.1, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

oder per E-Mail an:

daniela.baessler@mdjev.brandenburg.de

(Bitte nur PDF Dateien; Gesamtgröße der E-Mail max. 5 MB).

Bewerber/innen, die bereits im öffentlichen Dienst beschäftigt sind oder waren, werden zusätzlich gebeten, ihre Zustimmung zur Einsichtnahme in die Personalakte zu erteilen.

Für Fragen zu dieser Ausschreibung steht Ihnen im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz Frau Dr. Heil  (Tel.: 0331 866 3310) gern zur Verfügung.