IT-Forensiker/in (m/w/d)

Am 14. Dezember 2000 ist bei der Staatsanwaltschaft Cottbus die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Computer- und Datennetzkriminalität für das gesamte Land Brandenburg eingerichtet worden. Die seit dem 25. November 1994 hier bestehende Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornographischer und sonstiger jugendgefährdender Schriften für das Land Brandenburg ist zugleich in die Schwerpunktstaatsanwaltschaft integriert worden. Der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Computer- und Datennetzkriminalität ist die Bearbeitung besonders herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität sowie die Mitwirkung bei regionalen und überregionalen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in diesem Bereich übertragen worden. Als Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornographischer und sonstiger jugendgefährdender Schriften trägt sie dafür Sorge, dass insbesondere Straftaten der Gewaltdarstellung (§ 131 StGB), der Verbreitung pornographischer Schriften (§ 184 StGB), der Verbreitung gewalt- und tierpornographischer Schriften (§ 184a StGB), der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornographischer Schriften (§ 184b StGB), der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes jugendpornographischer Schriften (§ 184c StGB) und des Zugänglichmachens pornographischer Inhalte mittels Rundfunk und Telemedien (§ 184d StGB) nach einheitlichen Grundsätzen verfolgt werden.

 

Bei der Staatsanwaltschaft Cottbus - Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Computer- und Datennetzkriminalität - ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle

 

einer IT-Forensikerin / eines IT-Forensikers

 

unbefristet zu besetzen.

 

Der IT-Forensiker (m/w/d) soll die Staatsanwälte der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Computer- und Datennetzkriminalität bei den Ermittlungen beraten, Daten erheben und auswerten sowie eigenständig forensische Gutachten erstellen.

 

Ihre Aufgaben sind im Wesentlichen:

  • Sicherung und Auswertung von Daten einschließlich belastbarer Dokumentation,
  • Bewertung der Ergebnisse,
  • Neuentwicklung sowie Pflege und Wartung ermittlungsunterstützender Anwendungen,
  • Ausbau und Mitbetreuung der lokalen Infrastruktur und Netze,
  • Erstellung von Gutachten zu den durchgeführten Untersuchungen und deren Vertretung vor Gerichten im ganzen Land Brandenburg,
  • Beratung, Schulung und Referententätigkeit.


Sie verfügen über folgende Qualifikationen:

  • Abgeschlossenes Fachhochschul- oder Hochschulstudium (Diplom-Abschluss oder Bachelor-Abschluss) der Fachrichtung Informatik, Physik, Mathematik, Ingenieurwesen oder verwandter Fachrichtungen,
  • alternativ: erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung oder Systemintegration),
  • Kenntnisse in der IT-Forensik/Datenträgeruntersuchung,
  • Erfahrungen mit TCP/IP-basierten Netzwerken und Netzwerkkomponenten,
  • praktische Erfahrungen im Umgang mit Hardwarekomponenten,
  • Kenntnisse der Architektur und Funktionsweise von Betriebssystemen,
  • Kenntnisse in gängigen Programmier- und Skriptsprachen,
  • Kenntnisse im Bereich gängiger Datenbanksysteme,
  • Kenntnisse über Anonymisierungsverfahren und Verschlüsselung,
  • Erfahrungen in der Vortragstätigkeit.

 

Im persönlichen Anforderungsprofil wird erwartet:

  • Selbstständiges Arbeiten sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit,
  • ein hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft,
  • Fähigkeit zum sorgfältigen, strukturierten Arbeiten,
  • überdurchschnittliche mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit,
  • analytisches Denkvermögen,
  • Bereitschaft zur Durchführung landesweiter Dienstreisen,
  • PKW-Führerschein sowie Mobilität bezüglich Dienstreisen,
  • gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift,
  • grundlegende Englischkenntnisse,
  • Einwilligung zur Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG).

 

Wir bieten:

  • Eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit einem breit gefächerten Aufgabenfeld und kontinuierlich neuen Herausforderungen an einem zukunftssicheren Arbeitsplatz.
  • Die Vergütung richtet sich nach dem TV-L (Tarifvertrag der Länder). Die Eingruppierung erfolgt entsprechend den Voraussetzungen bis in die Entgeltgruppe 14 TV-L. Eine Verbeamtung ist grundsätzlich möglich, sofern die persönlichen Voraussetzungen vorliegen.

 

Frauen werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Schwerbehinderte Menschen werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Die Stelle ist grundsätzlich teilzeitfähig, soweit die spezifischen dienstlichen Belange gewahrt werden.

 

Die Bewerber/innen erklären sich durch die Abgabe einer Bewerbung mit der Einsichtnahme in die Bewerbungsunterlagen einverstanden und stimmen der vorübergehenden Speicherung ihrer Daten im Rahmen des Auswahlverfahrens zu. Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Nach Abschluss des Besetzungsverfahrens werden die Bewerbungsunterlagen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

 

Falls eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen erwünscht ist, bitten wir um Beilage eines adressierten und ausreichend frankierten Briefumschlags.

Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Beifügung der üblichen Bewerbungsunterlagen und ggf. der Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte - auch durch die Mitglieder der Personalvertretung - richten Sie bitte ausschließlich schriftlich bis zum 31.08.2022 unter Angabe der Kennziffer 2022 – 1 gD an die

 

Staatsanwaltschaft Cottbus

Thiemstraße 130

03048 Cottbus

 

Auskünfte zu dieser Stellenausschreibung erteilt Frau Röder, Tel. 0355/361-111.

Eine Kostenerstattung für Auslagen/Reisekosten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens ist nicht möglich.