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Ordinationsfeier Abraham Geiger Kolleg - Woidke: „Jüdisches Leben ist ein Geschenk - Gemeinsam gegen Antisemitismus"

veröffentlicht am 10.09.2020

Für Ministerpräsident Dietmar Woidke ist jüdisches Leben „ein Geschenk für Deutschland". Woidke sagte heute anlässlich der 10. Feier zur Ordination und Investitur des Abraham Geiger Kollegs in Berlin: „Jüdisches Leben gehört ganz selbstverständlich zu uns. Deshalb freue ich mich sehr über die Ordination der sechs Absolventinnen und Absolventen. Sie sind auch wichtige Botschafter in die Gesellschaft. Von der Ordination geht das Signal aus, dass der Zivilisationsbruch der Shoah mit Millionen ermordeter Juden nicht das Ende jüdischen Lebens in Deutschland gewesen ist. Umso unerträglicher ist es dagegen, dass Jüdinnen und Juden hierzulande wieder um ihr Leben fürchten müssen, angegangen und beleidigt werden."


Woidke mahnte: „Antisemitismus ist ein schleichendes Gift gegen eine offene Gesellschaft. Deshalb kämpfen wir gegen jede Form von Antisemitismus. Wir stehen gemeinsam für das Miteinander in der Demokratie, unabhängig von Glauben und Herkunft."


Der Ministerpräsident gratulierte den Absolventinnen und Absolventen: „Sie befinden sich auf Augenhöhe mit den Geistlichen anderer Religionen und sind in besonderer Weise dazu befähigt, Brücken zu schlagen, den interreligiösen Dialog zu befruchten und Vorurteile in der nicht-jüdischen Gesellschaft abzubauen." Die Absolventinnen und Absolventen stammen aus Israel, Norwegen, Deutschland, Ungarn, Tschechien und den USA. Sie werden künftig in Stockholm, Schleswig-Holstein, Hannover und Göttingen, Budapest, Tschechien und im Auswärtigen Amt arbeiten. Eine Ordination muss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.


Woidke verwies auf den exzellenten Ruf des Abraham Geiger Kollegs. „Die jüdischen Gemeinden, in denen die Absolventinnen und Absolventen arbeiten werden, können sich auf sehr gut ausgebildete Rabbinerinnen, Rabbiner und Kantoren freuen. Durch ihren Dienst stärken sie die Gemeinden und tragen wesentlich dazu bei, dass Jüdinnen und Juden selbstbewusst ihren Glauben und ihre Kultur leben können. Ich bin stolz darauf, dass das Abraham Geiger Kolleg in Berlin und Potsdam das erste Rabbiner-Seminar Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ist. Beide Landesregierungen fördern dies nach Kräften, damit es wieder ein vielfältiges jüdisches Leben in unserer Region gibt."


Ergänzender Hinweis:


Ministerpräsident Dietmar Woidke nimmt am kommenden Dienstag (15. September) an der Zentralen Festveranstaltung in Berlin anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Zentralrats der Juden in Deutschland teil.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 231.4 KB)