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Handwerk 4.0: Kralinski würdigt Fortschritte des Handwerks auf dem Weg in die Digitalisierung

Handwerkskammer und Partner unterstützen Unternehmer

veröffentlicht am 08.08.2019

Zur Untersetzung der Digitalisierungsstrategie hat sich Staatssekretär Thomas Kralinski heute über die Digitalisierung im Handwerk informiert. Bei Besuchen der Handwerkskammer Potsdam und des Digitalwerks in Werder (Havel) würdigte der Digitalkoordinator der Landesregierung die deutlich sichtbaren Fortschritte auf dem Weg zum „Handwerk 4.0" und die kompetente Unterstützung der Unternehmer durch die Kammer und ihre Partner.


Kralinski machte zunächst Station im Zentrum für Gewerbeförderung Götz der Handwerkskammer Potsdam in Groß Kreutz. Die Kammer ist Partner beim bundesweiten „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk" und unterstützt ihre Betriebe bei diesem Thema in vielfacher Hinsicht. In dem Zentrum absolvieren Meister, Gesellen und Lehrlinge zahlreiche Aus- und Fortbildungen. Dabei spielt die Digitalisierung fächerübergreifend eine wesentliche Rolle: vom Drohnenführerschein über Gebäudeautomation, digitale Kraftfahrzeug- und Landmaschinentechnik bis zur „Baustelle 4.0" oder digitale Energiemesssysteme.


Handwerksbetriebe können in Götz den „Digi-Check" absolvieren - eine kostenfreie Bedarfsanalyse für digitale Anwendungen im Handwerk. Seit gut einem Jahr betreibt das Zentrum für Gewerbeförderung auch eine Land- und Baumaschinenhalle mit modernster Technik, in der ein Großteil der Land- und Baumaschinenmechatroniker der Länder Brandenburg und Berlin ausgebildet werden. Im Bereich Landmaschinentechnik ist Götz Spitzenreiter in den neuen Ländern.


Kralinski: „In diesen Tagen fängt das neue Ausbildungsjahr an. Die Männer und Frauen, die gerade in ihr Berufsleben starten, bekommen hier in Götz modernstes digitales Rüstzeug mit auf den Weg ins Berufsleben. Die Handwerkskammer geht mit sehr gutem Beispiel voran und bietet beste Bedingungen für die digitale Aus- und Weiterbildung unserer Handwerker. Innerhalb eines Jahres hat die Kammer in Götz mehr als zwei Millionen Euro in den Bereich der Bildung investiert. Das ist gut angelegtes Geld, denn es ist wichtig, dass sich die Betriebe für die digitale Welt rüsten. Davon hängt ihre Zukunft ab. Und von starken Handwerksbetrieben hängt die Zukunft Brandenburgs ab."


Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, fügte hinzu: „Für das Handwerk ist die Digitalisierung keine Zukunftsmusik mehr, sondern tägliches Geschäft in verschiedensten Bereichen - egal ob am Bau oder in der Gebäudetechnik. Wir beraten unsere Betriebe und unterstützen bei konkreten Vorhaben. Um mit den rasanten Entwicklungen Schritt zu halten, ist die Digitalisierung auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung enorm wichtig. In unserem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz bieten wir Lernangebote mit digitalen Inhalten für unterschiedliche Gewerke auf hohem Niveau. Der Bedarf nach Beratung und Unterstützung der Betriebe bleibt aber groß. Die Unterstützung bei Digitalisierungsprozessen muss daher gerade für die Klein- und Kleinstbetriebe des Handwerks weiter ausgebaut werden."


Das Digitalwerk - Zentrum für Digitalisierung in Handwerk und Mittelstand in Werder (Havel) wird vom Institut für Innovations- und Informationsmanagement betrieben. Dort werden digitale Technologien anschaulich erklärt. An Erlebnisstationen können neueste technische Lösungen ausprobiert und durchgespielt werden. Das Angebot reicht von digitaler Schichtplanung über mobile Zeiterfassung, einer digitalen Bau- und Mängeldokumentation bis zu einer tragbaren und bargeldlosen Kasse. So wird die Digitalisierung greifbar und für Unternehmen und Mitarbeiter praktisch erlebbar. In kostenlosen Workshops können digitale Anwendungen kennengelernt, getestet und hinterfragt werden. Aktuell können Teilnehmer dabei unter anderen herausfinden, wie Termine online gebucht, Dokumente verwaltet und rechtssicher archiviert oder Fachkräfte akquiriert werden können.


Kralinski lobte die Initiative, für insgesamt drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro aus Mitteln des Landes und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wird: „Ein tolles Angebot. Alle kleinen und mittleren Betriebe, die Fragen zur Digitalisierung haben und Tipps und Kniffe brauchen, sind hier richtig. Einfach vorbeischauen, ausprobieren und Fragen stellen. Sicherlich nehmen Interessenten gute Lösungen mit in den Betrieb. Das Digitalwerk ist eine wichtige Stütze gerade für unsere Handwerksbetriebe. Die Angebote sind für sie maßgeschneidert. Das ist wichtig, damit die Unternehmer möglichst effektiv in die digitale Welt einsteigen und sich auch weiterhin hauptsächlich um ihre Kunden kümmern können. Ich bin sicher, dass die Angebote des Digitalwerkes den Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre Produkte zu verbessern."


Pressemitteilung als PDF (application/pdf 206.3 KB)