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Neujahrsansprache von Ministerpräsident Dietmar Woidke am 01.01.2019 um 19.55 Uhr im rbb Fernsehen

veröffentlicht am 30.12.2018

Bitte beachten Sie nachfolgende Sperrfrist-Regelungen!

- Frei für Silvesterausgaben der Zeitungen
- O-Tongesamtausstrahlung Hörfunk: 01. Januar 2019, 12.00 Uhr
- O-Tongesamtausstrahlung rbb-Fernsehen: 01. Januar 2019, 19.55 Uhr
- Agenturen: 31.12.2018, 00.00 Uhr


Sperrfristen für elektronische Medien:

- O-Tonauszüge bis zu einer Minute; 31. Dezember 2018, 00.00 Uhr


„Liebe Brandenburgerinnen und Brandenburger,


das neue Jahr ist erst wenige Stunden jung. Eben noch haben wir zusammen gefeiert und schon morgen geht für viele von Ihnen der Alltag wieder los. Die Welt steht nicht still. Alles ist in Bewegung. Bei aller Freude über ein neues Jahr blicken wir auch mit Besorgnis auf das, was in aller Welt vor sich geht. Vieles wirkt geradezu entfesselt. Vielen bereitet das Sorgen. Wie geht es weiter? Was hat morgen noch Bestand?


Donald Trump schafft nirgendwo Vertrauen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bleibt bisher ungelöst. Auf europäischer Ebene stehen die Zeichen immer wieder auf Konfrontation. Und viele haben das Gefühl, dass Politik zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Manchmal will man gar keine Nachrichten mehr hören, unlösbar scheint das Knäuel der Probleme. Da kann auch unser Brandenburg keine Insel der reinen Glückseligkeit sein. Und doch: Bei uns ticken die Uhren anders.


Wenn wir uns heute hier bei uns in Brandenburg umschauen, dann sehen wir ein Land, das sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hat. Für die allermeisten bei uns ist Brandenburg ein echtes Zuhause. Ein sicherer Heimathafen in den Stürmen dieser Zeit. Nie war die Arbeitslosigkeit niedriger. Nie waren unsere Kitas und Schulen so gut ausgestattet. Nie wurde mehr investiert in Bildung, Sicherheit und Gesundheit. Fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer werden Sie mir sicher zustimmen: Brandenburg hat sich verändert und ist sich dennoch treu geblieben.


Mit Mut und Pragmatismus haben wir gemeinsam dafür gekämpft, dass unser Land den Menschen Perspektiven bietet. Wir haben uns weder treiben lassen, noch sind wir krampfhaft gegen den Strom geschwommen. Veränderungen so gestalten, dass sie zu uns passen. Das hat uns immer gut getan. Und genau das wird uns auch in Zukunft helfen. Viel haben wir schon geschafft. Einiges können wir noch besser machen.


Auf dem Weg zu einem Land der guten Arbeit kommen wir gut voran. Aber: Wir brauchen mehr Lohngerechtigkeit. Ein Land mit großer Lebensqualität sind wir schon. Aber: Wir wollen, dass sich jeder  gutes Wohnen leisten kann.


Wir wollen ein Land sein, in dem niemand abgehängt wird.  An allen diesen Aufgaben arbeiten wir mit Leidenschaft und Nachdruck. Von Uckermark und Fläming bis Elbe-Elster. Von Prignitz und Havelland bis ins Oderland. Und zurzeit ganz besonders in der Lausitz. Uns allen ist klar:  Wir werden den Kohleausstieg fortsetzen und eines Tages abschließen - auch weil der Klimaschutz unbestreitbar notwendig ist. Gleichzeitig aber müssen neue, gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Ein starkes Brandenburg braucht eine starke Lausitz.


Unser Brandenburg ist das, was wir gemeinsam daraus machen. Sie kennen die vielen fleißigen Menschen bei sich im Ort, die dafür sorgen, dass es immer weiter geht. Die sich ehrenamtlich engagieren - in den Vereinen,  in Initiativen, in der Kommunalpolitik oder bei der Feuerwehr. Denken Sie nochmal an die großen Waldbrände im Sommer. Sie haben einiges zerstört. Aber sie haben zugleich das Wichtigste gestärkt, was wir in Brandenburg haben: unseren Zusammenhalt, unsere Solidarität und unser Miteinander.


Das ist es, was Brandenburg seit 1990 immer stärker gemacht hat. Hass und Zwietracht dagegen brauchen wir nicht. Lassen Sie uns Brandenburg 2019 weiter gestalten. Als das, was es ist: Ein gutes Zuhause - Ein sicherer Hafen auch in dieser stürmischen Zeit. Und verbessern wir gemeinsam, was noch weiter verbessert werden kann!


Ich wünsche Ihnen allen ein gutes, friedliches und persönlich erfolgreiches neues Jahr."