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Pressedienst

Innenminister startet Trageversuch für neue Polizeiuniformen

28.09.2006 Brandenburgs Ordnungshüter punkten fürs europäische Polizei-Blau

Schönbohm: Umstellung braucht Nutzer-Akzeptanz und muss kostenneutral sein

 
Nr. 161/2006

Die Polizei in der Prignitz und im südlichen Brandenburg sorgt beim Bürgerkontakt für einen „Farbwechsel“. Insgesamt 320 Polizistinnen und Polizisten aus Dienststellen der Schutzbereiche Prignitz und Oberspreewald-Lausitz testen in den nächsten Monaten Modelle einer künftigen Dienstuniform im europäischen Polizei-Blau. Dazu startete Innenminister Jörg Schönbohm heute in Perleberg einen entsprechenden Trageversuch. „Die jetzige, vor mehr als 30 Jahren entwickelte Uniform hat ausgedient. Funktionalität, Materialien und Tragekomfort genügen einfach nicht den Anforderungen im heutigen Polizeidienst“, sagte Schönbohm. Wichtig für die Umstellung sei deshalb neben einer kostenneutralen Lösung vor allem ein positives Votum der Polizeiangehörigen aus täglicher Diensterfahrung. „Natürlich macht es Sinn, dass wir beim Wechsel auch gleich dem Farben-Trend der Polizeien in Europa folgen“, begründete Schönbohm den Umstieg auf Blau, den Brandenburg als erstes ostdeutsches Bundesland vollzieht.

In dem für etwa sechs Monate geplanten Trageversuch werden Sommer- und Winteruniformen bewertet. Dazu können für Mütze, Hose, Anorak und alle anderen Artikel der Modellkollektion nach einer Bewertungstabelle jeweils bis zu 100 Punkte vergeben werden. Kriterien dabei sind Konstruktion, Tragekomfort, Unterhaltung und Akzeptanz.

Die Bekleidungskommission der Landespolizei jedenfalls ist zuversichtlich, dass für die neue Uniform „gepunktet“ wird. In deren Gestaltung sind bereits im Vorfeld zahlreiche Anregungen der Polizeiangehörigen eingegangen. Die neue Dienstbekleidung ist bequemer, witterungsbeständiger und schafft mehr Platz für die Ausrüstungsgegenstände. Zu den Neuheiten zählen beispielsweise eine Handytasche aus strahlenabsorbierendem Material an den Windjacken sowie ein Anorak mit heraustrennbarem Thermofutter und integrierter Kapuze. Reflektierende Streifen und „Polizei“-Schriftzüge auf den Uniformen sorgen auch für mehr passive Sicherheit.

Eine gleichzeitige Einführung der neuen Polizeiuniform für alle rund 6.300 uniformierten Polizeiangehörigen Brandenburgs ist laut Schönbohm nicht vorgesehen. Sie wird schrittweise im Rahmen der Ersatzbeschaffung eingeführt. „Dadurch gewährleisten wir, dass diese Umstellung wie schon der Farbwechsel der Funkstreifenwagen kostenneutral erfolgt“, hob Schönbohm hervor. Der Wechsel zur neuen Uniform wird so voraussichtlich drei bis vier Jahre dauern. In dieser Zeit werden Polizisten im Land schon in blauer, aber auch noch in grün/beiger Uniform zu sehen sein. In blauer Uniform versehen bisher lediglich die Bundespolizei und die Hamburger Polizei ihren Dienst. Bereits beschlossene Sache ist wie in Brandenburg der Umstieg auf das Polizei-Blau in Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und in Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen zur Arbeit der Polizei im Land Brandenburg finden Sie unter www.internetwache.brandenburg.de

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Dorothee Stacke, Pressesprecherin
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